Auch das geht: Sport mit Endoprothese

Nach dem Ersatz von arthrotischen und funktionsuntüchtigen Gelenken durch Endoprothesen können an Bewegung interessierte Menschen in der Regel wieder Sport treiben. – Pressemitteilung des DGSP vom 14.08.2014

Diese Erkenntnis ist natürlich für Leser dieses Blogs nicht neu, untermauert aber, dass mit künstlichen Gelenken fast alles wieder möglich ist. Dabei werden auch Joggen, Tennis, Tischtennis, Ski Alpin und Skilanglauf bedingt empfohlen, alles Sportarten, die ich selbst – außer Ski Alpin – betreibe. Allenfalls interessant ist, dass von Mountainbiking abgeraten wird, hauptsächlich aber wegen der Sturz- und damit Verletzungsgefahr. Die DGSP – Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention – Deutscher Sportärztebund hat eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben, die Sie hier komplett lesen können!

Aus FiveArtHips wurde TwoArtHips – Glückwunsch zum 70.3 Finish

Heinz Meixner - Finisher 70.3 in Wiesbaden 2014

Heinz Meixner – Finisher 70.3 in Wiesbaden 2014

Wie hier im Blog mitgeteilt, hatte ich bereits im März 2014 schweren Herzens beschlossen, mich mangels Trainingszeit vom 70.3 am 10.8.2014 abzumelden. Claudia Weber und Heinz Meixner waren zu diesem Zeitpunkt bereits voll im Trainingsplan. Ca. 6 Wochen vor dem 10.8. zog sich allerdings Claudia eine massive Schulterverletzung zu, die Schwimmen unmöglich machte – und zwar genau an dem Wochenende, als sie die schwere 70.3 Rad-Strecke erkunden wollte.
Allerdings verletzte sie sich nicht im Training, sondern beim Versuch Ihr Rad im Hotel-Aufzug hochkant zu stellen.  So etwas nennt man wohl Ironie des Schicksals. Da Claudias Schulterverletzung leider nur operativ beseitigt werden kann, hat sie genau 3 Tage nach dem geplanten 70.3 Start ihren OP-Termin. Somit blieb es tatsächlich Heinz Meixner als Einzigem von uns Dreien vergönnt, die IRONMAN 70.3 Europameisterschaften in Wiesbaden zu bestreiten. Natürlich waren Claudia und ich an der Strecke, um Heinz zu unterstützen. Claudia ließ es sich nicht nehmen, Heinz schon morgens um kurz nach halb acht beim Schwimmstart in Raunheim zu pushen. Ich konnte dann Heinz, noch super in der Zeit liegend, bei Rad-KM 20 anfeuern. Danach habe ich mich mit Claudia direkt nach Wiesbaden an die Laufstrecke begeben. Nach Heinzes Planung sollten wir ihn so ca 12:00 Uhr auf der ersten Laufrunde erwarten – die Profis waren da bereits schon eine halbe Stunde im Ziel.  Claudia und ich suchten ihn aber vergebens und machten uns schon etwas sorgen. Doch dann tauchte unser “TwoArtHipser” endlich gut gelaunt, wenn auch von der schweren Radstrecke mit 1500 Höhenmetern etwas überrascht und gezeichnet, vor dem Wiesbadener Bowling Green auf. Den abschließenden Halbmarathon ging unser Hobby-Triathlet dann relativ entspannt an und wir konnten ihn nach gut 8 Stunden im Ziel bejubeln. Mit Sicherheit war er der einzige Teilnehmer mit zwei künstlichen Hüftgelenken und wurde als solcher auch von Ziel-Moderator in angekündigt. Stolz präsentierte uns Heinz im Anschluß seine Finisher Medaille. Eine Super-Leistung und herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.
Wir Drei werden uns ein neues FiveArtHips-Ziel stecken wenn Claudias Schulter wieder hergestellt ist. Also auf ein Neues, vielleicht im Jahre 2015.

Fit mit künstlichen Gelenken

Artikel im DAV-Panaroma-Magazin 4/2014 über Hüft- und Knie-Arthrose und die Möglichkeiten nach einer OP von Heidi Rauch

DAV_4_2014„Klettern,Skifahren, Mountainbiken, Bergwandern – alles ist auch mit künstlichen Hüft-und Kniegelenken möglich.“ So beginnt ein dreiseitiger Artikel von Heidi Rauch im DAV-Panorama-Magazin 4/2014, August/September. Es handelt sich dabei um die Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins mit 600.000 Auflage, die 6 mal jährlich erscheint! Entsprechend groß war dann auch die Resonanz auf diese Veröffentlichung mit drei Fotos aus unseren Büchern „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“. Als Testimonials dienen unser Grafiker und Bergwachtler Hubert Hornsteiner mit einer künstlichen Hüfte (abgebildet beim Skifahren) und „Bergauf-bergab“-TV-Redakteur Michael Pause mit zwei künstlichen Knien (abgebildet als Gipfelstürmer mit zwei Stöcken).
Hier gehts zum kompletten Beitrag!

endolife Magazin Ausgabe 17 Sommer 2014

endolife Magazin Ausgabe 17 / Sommer 2014 ist neu erschienen!

Auch die aktuelle Ausgabe des endolife-Magazins der endogap – Klinik für Gelenkersatz enthält wie gewohnt sehr interessante Artikel. Unter anderen geht es um die Vermeidung von Revisions-OPs durch gezielten Muskelaufbau. Außerdem wurde die endogap als ‘PGA (Professional Golfers Association) Golf Klinik’ ausgezeichnet. Besonders freut mich der Hinweis auf unser Buch ‘Mut zum neuen Knie!’ in der aktuellen Ausgabe gleich auf Seite 3! Schauen Sie doch mal rein!

Knieprothesen: 90 Prozent halten länger als 20 Jahre

Der Einsatz von Knieprothesen ist für Professor Henning Windhagen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie ein Beispiel dafür, dass die Qualität der Patientenversorgung in Orthopädie und Unfallchirurgie in Deutschland zur internationalen Spitze gehört.  mehr »

sudden cardiac death – Aufkommen und Risiko im Ausdauersport

sudden cardiac death – Aufkommen und Risiko im Ausdauersport von Dr. med. Hardy Hüttemann – MedicalSportsNetwork Ausgabe 05.14

Der Engadiner Skimarathon ist das größte Volkslanglaufrennen der Schweiz und mit 12.000 Teilnehmern eines der größten weltweit. Auch in diesem Jahr gingen die Teilnehmer am 9. März 2014 auf die 42 Kilometer lange Strecke. Im Ziel, lange, nachdem die meisten Teilnehmer im Ziel waren, brach ein 61-jähriger Teilnehmer zusammen,…mehr

FIFA-WM, Geld, Macht, Politik – Zusammen was zusammen gehört

Nein, nicht dass ich nicht auch toll finde, dass Deutschland zum vierten Mal Fußballweltmeister geworden sind. Ich habe auch alle deutschen Spiele geschaut und dazu noch viele der anderen Teams. Ich freue mich für die Sportler, dass ihr Fleiß, ihr hartes Training und ihre Entbehrungen, die über Jahre notwendig sind um solche Leistungen zu erbringen, belohnt wurden. Auch der Neiddiskussion um viel zu hoch bezahlte Fußballspieler entziehe ich mich komplett. Der Markt ist da, der Konsument bezahlt die Ware Fußball, somit ist die Bezahlung in Ordnung. Aber ganz nach dem klassischen Angebot- und Nachfrage-Modell funktioniert Fußball leider doch nicht: Viele Profivereine erhalten in ihren Ländern Steuervergünstigungen, Stadien werden mit Steuermitteln finanziert und es gibt sogar europäische Länder, die Profivereine von der Steuer befreien. Da gerät doch einiges in Schieflage, zumindest dann, wenn diese Länder wie z.B. Spanien hoch verschuldet sind. Dazu passt es auch, dass die oft auch mit Korruption in Verbindung gebrachte FIFA sich bei allen Veranstaltungen von der jeweiligen Steuer befreien lässt und so ihren Milliardenüberschuss (ca. 1,6 Milliarden EUR bei der WM in Brasilien) ohne lästigen Fiskus behalten, bzw. teilweise an Vereine, Verbände, den Weltmeister und den Ausrichter verteilen kann. Länder, die eine WM ausrichten, bleiben auf ihren immensen Kosten für solch eine Veranstaltung (ca. 10 Milliarden EUR in Brasilien), die schon lange die Einnahmen bei weitem übersteigen, sitzen.
Trotzdem erzeugt die Ware Fußball, wenn sie denn erfolgreich ist, ein WIR-Gefühl, dass alles in der Schatten stellt. WIR sind Weltmeister! Überall Deutschlandfahnen, Außenspiegel in schwarz, rot, gold und kaum ein Produkt in den Geschäften ohne WM-Logo. Landesmutter und Landesvati lassen sich mit jedem oder allen Spielern in Mannschaftskabinen ablichten, nachdem sie zum Finale mal eben nach Rio geflogen sind. Werbe- und wahlwirksame Bilder sind ‘Angie’ somit sicher und werden natürlich auch gezielt lanciert. Selbst der ‘lupenreine’ Demokrat Wladimir Putin lässt es sich nicht nehmen im Finale dabei zu sein, wenngleich sein Team schon lange zu Hause ist und an seiner Landesgrenze der Kriegszustand herrscht. Auch nach der WM gibt es auf allen Kanälen TV-Spezialsendungen und die Mannschaftsankunft und Feier in Berlin wird mehrere Stunden live übertragen.
Woher aber kommt diese Euphorie? An den zugegeben fast 7 Millionen Deutschen, die in Fußballvereinen Sport treiben, kann es alleine nicht liegen. Der Deutsche Turnerbund rangiert mit 5 Millionen Mitgliedern auf den 2. Platz. Der Deutsche Angelfischerverband liegt übrigens auf Platz 8, mit immerhin fast 800.000 Mitgliedern. Rechnet man das in TV Stunden um, hätte man von der Angelweltmeisterschaft in Südafrika 2013 mindesten 20 -30 Stunden Live-Berichterstattung erwarten können. Vermutlich sind auch weniger offizielle WM-Angelhaken verkauft worden als die ca. 13 Millionen offiziellen WM-‘Brazuca’-Fußbälle für knapp 130,00 EUR pro Stück. Aber auch anderen Randsportarten, wie z.B. Fußball, sorry Frauenfußball, geht es nicht viel besser. Die DFB-Auswahl wurde insgesamt 8 mal Europameister und 2 mal Weltmeister – und das obwohl es Frauenfußball erst offiziell seit 1983 gibt! Ich habe bei den Weltmeistertiteln 2003 in der USA und 2007 in China weder Gerhard Schröder, Johannes Rau, Angela Merkel noch Horst Köhler auf der Ehrentribüne oder in der Kabine gesehen. Wurde das Endspiel überhaupt live übertragen?
Natürlich haben die Medien einen sehr großen Anteil daran, ob eine Sportart wahrgenommen wird oder nicht. Und abgesehen vom allmächtigen Fußball, wechselt dies durchaus. Gab es früher zu Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker stundenlange Übertragungen von Tennisturnieren, so wird heute die absolute Randsportart Biathlon aus welchen Gründen auch immer, stundenlang und durchaus mit großem technischen Aufwand – und damit teilweise sogar spannend in Szene gesetzt – live im TV übertragen. Warum übrigens auf anderen freien Sportkanälen viele Stunden Darts und Poker live übertragen wird, statt z.B. Badminton, Squash, Tischtennis oder auch Handball, um nur einige Ballsportarten außer Fußball zu nennen, wird sich mir trotzdem nie erschließen.
Am Ende des Tages werden sich wohl alle Leistungssportler, die nicht Profi-Fußballer sind, damit abfinden müssen, dass sie je nach dem welche der über 500 in Wikipedia gelisteten olympischen oder nicht olympischen Sportarten von Amateurfunkpeilen bis Zwergenwerfen sie ausüben, wenig bis überhaupt nicht im öffentlich rechtlichen, geschweige denn im PayTV, vorkommen. In keiner Sportart außer Fußball ist die Verquickung von Geld, Macht, Politik und das damit einhergehende öffentliche Interesse so perfekt gelungen, ist zusammen gewachsen was scheinbar zusammen gehört!

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