Jede TEP braucht eine APP

Jede TEP braucht eine APP

Das war ja nur eine Frage der Zeit bis es eine App für Totalendoprothesen (TEPs) gibt. Aktuell kann man diese bereits im App-Store (für Android und IOS – Suche nach “TEP-App”) herunterladen. Den jeweiligen Link dazu finden Sie im nachfolgenden Artikel des Ärzteblatts.
Wer Spektakuläres – Live-OP-Videos, interaktive OPs oder Ähnliches – von dieser App erwartet wird vielleicht enttäuscht. Aber nach meinem ersten Test liefert sie doch sehr zielgerichtete Informationen, eine Art Leitfaden, zu den notwendigen Vorbereitungen für die OP und die Rehabilitation danach inkl. Check- und Packlisten für den Aufenthalt in den jeweiligen Einrichtungen. Wer sich also nicht durch die Wirren des Internets wühlen möchte oder diesen Blog nicht kennt, findet schnell und unkompliziert gesammelte Informationen über die Hüft- und Knie-TEP und den sog. Behandlungspfad.
Erst wenn man seinen OP-, bzw. Aufnahmetermin in der jeweiligen Einrichtung in der App eingibt, wird es ein zusätzliches Übersichtsmenü, der Behandlungspfad, sichtbar. Hier werden dann mögliche erste Übungen nach der OP angezeigt, kann ein Patiententagebuch geführt und können Notizen oder Fragen an die Ärzte eingegeben werden. Diese App begleitet den Patienten dann täglich vom Tag der Aufnahme im Krankenhaus bis zur Entlassung aus der Reha. Alle erfassten Daten kann man sich von der App als eMail im Excel (csv-Format) zusenden lassen. Die zusätzlich in der App hinterlegten Broschüren/Ratgeber sind die des Annastiftes (Mitentwickler dieser App), was aber den reinen Informationsgehalt nicht schmälert. Man merkt dieser recht unscheinbar wirkenden App schnell an, dass sie von Profis für Endoprothesen entwickelt und ohne “Schnickschnack” umgesetzt wurde. Allerdings hat diese App ein großes Manko: Alle “Best-Ager”, die vor 1920 geboren sind, können diese App nicht nutzen. Das älteste auswählbare Geburtsjahr ist 1920. Da hat mein 91-jähriger Vater gerade noch mal Glück gehabt!

Hier der Artikel/Teaser aus dem Ärzteblatt
Künstliche Gelenke: Qualitätssicherung per App

Hannover – Einen sektorenübergreifenden Behandlungspfad für Patienten, die ein neues Hüft- oder Kniegelenk erhalten, haben die Ärztekammer Niedersachsen und das Diakoniekrankenhaus Annastift vorgestellt. Das Annastift ist die Orthopädische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) … mehr

Eigene Klinik-Recherche ist ein Muss

Wie finde ich die richtige Klinik?: “Eigene Klinik-Recherche ist ein Muss”

Nachfolgend ein interessanter Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 6.1.2015, der sich absolut mit meiner eigenen Auffassung und Erfahrung deckt:

Ein Beispiel ist die Knie-TEP, also das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks. Dazu hat das wissenschaftliche Institut der Krankenkasse AOK in …mehr

Danke für 35.000 Seitenaufrufe 2014

Do, 25. Dezember 2014 1 Kommentar

Auch dieses Jahr ein ganz herzliches Dankeschön an meine Blog-Leser, Follower, Kommentatoren und Abonnenten für die Treue, verbunden mit einem kleinen persönlichen Jahresrückblick.

Wer sich an meinen Jahresrückblick 2013 noch erinnert (und wer tut das nicht?) hat mein Klagen ob der Zeitverschwendung durch die permanente und dauerhafte Erreichbarkeit in Zusammenhang mit eMails, Posts und Social Media Aufwand im Ohr. Zumindest ist es mir im diesen Jahr gelungen die Anzahl der privaten empfangen und geschriebenen Mails um fast 40 % zu reduzieren. Die Anzahl meiner Blog-Beiträge und die Aufrufe durch Sie, meine geschätzten Leser, sind dagegen erfreulicherweise konstant geblieben.

Winterstimmung am schönen Tegernsee

Winterstimmung am schönen Tegernsee

Sportlich ist es mir gelungen das Pensum aus 2013 aufrecht zu erhalten, auch wenn es bei der letzten jährlichen Untersuchung meiner Hüftgelenke im Bezug auf die etwas in die Jahre (fast 18) gekommene linke Seite röntgentechnisch erste Anzeichen einer Lockerung zu geben scheint. Mein linker Oberschenkel hat dies bisher mit drei, bis zu vier Tagen dauernden Schmerzphasen, im abgelaufenen Jahr scheinbar bestätigt, wenn auch seit nunmehr drei Monaten wieder ‘alles’ ruhig ist. Sollte tatsächlich 2015, 2016 oder 2017 ein Wechsel notwendig werden, so hat das gute, alte Stück doch sensationell über dann fast 20 Jahre seinen bei mir recht anstrengenden Dienst klaglos versehen.
Ganz im Sinne meines Blogs, Endoprothese und Sport, verkauft sich unser 2014 erschienenes neues Buch ‘Mut zum neuen Knie!’ erfreulicherweise genauso gut und konstant wie das Ende 2012 erschienene Buch ‘Mut zur neuen Hüfte!’. Spätestens 2016 wird für letzteres wohl eine zweite Auflage notwendig werden. Ein herzliches Dankeschön auch an meine liebe Mitautorin Heidi Rauch, ohne die der Erfolg der Bücher nicht möglich gewesen wäre.
Ein neues Sportgerät namens ‘Cross-Shaper‘ konnte ich in diesem Jahr ebenfalls testen. Dank des Erfinders Dr. med. Georg Kaupe, der mir über die Herstellerfirma ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat, hatte ich die Gelegenheit, mich von dem für ‘Gelenk- und Arthrosegeschädigte’ hervorragend geeigneten und sehr effektiven Sportgerät zu überzeugen. Sollte ich vor einer eventuell notwendigen Wechsel-OP tatsächlich zeitweise nicht mehr joggen können, werde ich mich noch intensiver dem Cross-Shaping widmen.
Ein Dankeschön auch an Dr. med. Christian Fulghum und die endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen, die auf ihren neu gestalteten Web-Seiten sowohl auf meinen Blog, wie auch auf unsere beiden Bücher verweisen!
Bleiben Sie mir wenn möglich auch 2015 treu, schreiben Sie mir, kommentieren Sie meine Beiträge und stellen Sie mir Ihre Fragen. Ich werde wie die vergangenen Jahre versuchen, sehr zeitnah darauf zu reagieren!

In diesem Sinne: Allen noch einen geruhsamen 2. Weihnachtstag, einen perfekten Start ins Jahr 2015 und bleiben Sie sportlich!

Herzlichst Ihr
Endo-Blogger Peter Herrchen

Bewegung bei Arthrose – Cross-Shaping hervorragende Alternative

Di, 18. November 2014 1 Kommentar

csImmer wieder ist von vielen Seiten zu hören, dass Bewegung das beste Mittel ist, einer Arthrose zu begegnen statt einer Schonung des betroffenen Gelenkes. Denn durch Bewegung wird die für das Gelenk notwendige Gelenkflüssigkeit produziert. Zusätzlich wird durch Bewegung Kochen und Muskel gestärkt, was wiederum für die Stabilisierung der Gelenke wichtig ist. Experten raten zu sportlichen Aktivitäten, am besten 30 – 40 Minuten täglich, in jedem Fall aber mehrmals die Woche. Dabei werden immer wieder Schwimmen, Aquajogging, Nordic Walking, Radfahren, Wandern und auch Skilanglauf empfohlen. Alles sog. schonende Sportarten. Siehe hier den aktuellen Artikel vom November 2014 aus der FAZ ‘Bewegung gegen den Verschleiß’.

Eine seit einiger Zeit existierende Alternative, Cross-Shaping, ist noch relativ unbekannt und das obwohl nun in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen wurde, wie effektiv und gelenkschonend diese Sportart ist. Umfangreiche Informationen, sowie den Download-Link zu der erwähnten aktuellen Studie von Prof. Dr. Thomas Jöllenbeck finden Sie auf der offiziellen Cross-Shaping-Webseite unter Downloads.
Erfunden hat dieses Sportgerät der Bonner Orthopäde und Sportmediziner Dr. med. Georg H. Kaupe.

Cross-Shaper

Cross-Shaper

Versteht sich natürlich von selbst, dass ich mich als Doppel-Hüft-TEP-Träger persönlich von diesem Trainingsgerät überzeugen musste. Besonders wollte ich dabei die Effektivität im Vergleich zum Joggen, bei gleichzeitig wesentlich gelenkschonenderen Bewegungen, testen. Anders als beim Joggen wird – ähnlich wie beim ‘richtigen’ Nordic Walking mit entsprechendem Stockeinsatz – zusätzlich der Rücken, die Oberarme und der gesamte Oberkörper umfassend trainiert. Durch die am Cross-Shaper angebrachten Expander werden bei jedem Schritt zusätzlich die Oberarm-Muskeln sehr intensiv trainiert. Als Anfänger sollte mal tunlichst darauf achten, den Expander auf die schwächste Einstellung zu stellen oder als Mann sogar den Frauen-Expander zu verwenden. Ich konnte jedenfalls nach meiner ersten knappen 5 km Strecke mit den Cross-Shaper einen Tag lang keine Kaffeetasse mehr halten, so haben meine Arme gezittert und dies obwohl ich meine Oberarme bisher eigentlich für leidlich gut trainiert gehalten habe. Dies ist auch kein Wunder wenn man bedenkt, dass man auf einer 5 km Schrecke mehrere tausend Schritte absolviert und dabei jedesmal einen Expanderzug mit dem Oberarm durchführt. (Im Fitness-Studio sind es 3-4 Sätze a 15-20 Züge). Da es zugegeben etwas schwierig ist mit Worten, dass zunächst seltsam aussehende Sportgerät – welches im ersten Moment eher an ‘Krücken auf Rädern’ erinnert als an ein ernst zu nehmendes Trainingsgerät – zu erklären, muss man es entweder selbst ausprobieren und/oder sich nachfolgende Filme dazu mal in Ruhe anschauen.

Power Cross Shaper – 2:23 Min
Cross-Shaper – MDR einfach genial vom 20.09.2011 – 4:08 Min
Cross-Shaping Informationen und Tipps für Einsteiger – 6:45 Min

Mein Test hat ergeben, dass mein über die Pulsmessung ermittelter Kalorienverbrauch bei gleicher Strecke Joggen und Cross-Shaper eindeutig zu Gunsten des Cross-Shapers ging. Mein Oberkörper war dabei spürbar gegenüber dem Joggen aufgerichtet! Ich persönlich kann jedem, egal ob gut trainiert oder Sport-Anfänger, empfehlen, den Cross-Shaper mal auszuprobieren. Bei Interesse oder Fragen einfach Cross-Shaping und die Keytrainer direkt kontaktieren. Gerne stehen Ihnen auch Herbert Vergoßen (Cross-Shaper Instruktor) und meine Person für Fragen zur Verfügung!

Kniegelenksarthrose – Die wirksamste Therapie ist Sport!

Die konservative Behandlung der Kniegelenksarthrose – Artikel aus ihrarzt.de vom 14.10.2014

nachfolgend ein interessanter Artikel zu den neuen Leitlinien der Arthrosegesellschaft OARSI (Osteoarthritis Research Society International):

Die in den aktuellen Leitlinien der Arthrosegesellschaft OARSI vorgelegte Neubewertung bewährter und neuer patientenorientierter Therapiestrategien überrascht an einigen Stellen. Lediglich eine Empfehlung bleibt weitgehend unverändert: Die wirksamste Therapie ist …mehr

Der Gelenkersatz in Deutschland wird immer sicherer

Der Gelenkersatz in Deutschland wird immer sicherer – WWW.DGOU.DE

Nachfolgend ein ermutigender Artikel der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) für alle Arthrosegeplagten.

Der Gelenkersatz ist eine der erfolgreichsten chirurgischen Errungenschaften der Nachkriegszeit. Er erhält Menschen bis ins hohe Alter mobil, verbessert nach aktuellen Studien ihren allgemeinen Gesundheitszustand und bereichert so die Lebensqualität einer zunehmend alternden Bevölkerung. Während in…mehr

Jubiläum am Tegernsee: Das fünfte Mal zum Achtzigsten

Mi, 15. Oktober 2014 3 Kommentare
Tegernseelauf 2014

Tegernseelauf 2014

Was hat es damit auf sich? Wer auf der Seite “Über mich” aufgepasst hat weis, dass ich heuer immerhin schon 57 Jahre alt geworden bin. Wer dann noch meine beiden OP-Termine kennt, kann die “Laufzeit” meiner beiden Hüften korrekt mit 17 und 6 Jahren identifizieren. Somit haben meine beiden Metall-Polyethylen-Titan-Freunde zusammen mit mir dieses Jahr den Achtzigsten gefeiert. Bleibt noch die Zahl 5. Nach meiner zweiten OP im April 2008 war ich, wie den meisten meiner Leser bekannt ist, körperlich und sportlich so fit und komplett wieder hergestellt, dass ich mich entschloss, nach dem Vorbild meiner lieben Frau, eine Sportart zu betreiben, die ich im Alter von ca. 20 Jahren einstellen musste: Nämlich das Laufen/Joggen. So kam es, dass ich im September 2009 zum ersten Mal am Tegernseelauf in unserer Zweitheimat teilgenommen habe, seinerzeit nur die 10 km. Neben zahlreichen Lauf- und Triathlonwettkämpfen ließ ich in der Folge bis auf ein Jahr, nämlich 2011, keinen Tegernseelauf aus. 2010, 2012 und 2013 reichte es jeweils zu einem Halbmarathon. Und nun 2014, schließt sich der Kreis. Dieses Mal wartete in Anbetracht der etwas in die Jahre gekommenen linken künstlichen Hüfte wieder die 10 km Strecke, sowie im Ziel Freunde und Familie auf mich, um meine bisher langsamste 10 km-Zeit entsprechend zu würdigen.
Traurig war und bin ich darüber keine Sekunde. Wie sehr konnte und kann ich mich daran erfreuen, dass ich seit meinen Aufzeichnungen 2009 absolut problemlos und schmerzfrei knapp 5000 Laufkilometer zurücklegen konnte, neben den anderen sportlichen Aktivitäten wie Tischtennis, Schwimmen, Mountainbike, Tennis, Bergwandern und Skilanglauf.
So werde ich mich auch ganz unaufgeregt und in Ruhe langsam mit dem Gedanken vertraut machen, dass möglicherweise 2016 ein TEP-Wechsel notwendig wird. Bis dahin werde ich, mit ärztlichem Rat abgesichert, die sportlichen Aktivitäten keineswegs einschränken. Schließlich wollen Muskeln, Sehnen und Bänder gut trainiert in eine OP gehen.

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