Endoprothese – Wie finde ich die passende Reha-Einrichtung?

Endoprothese – Wie finde ich die passende Reha-Einrichtung?

Wir schon bei der Auswahl der Klinik für Ihre Operation, sollten Sie alle Möglichkeiten nutzen, um sich umfassend bereits vor der Operation über in Frage kommenden Reha-Kliniken zu informieren. Wenn Sie dies versäumen, werden Sie in der Regel durch den Sozialdienst des Krankenhauses, in dem Sie operiert werden, einfach an die Reha-Klinik verwiesen, die mit dem Krankenhaus in irgendeiner Art und Weise zusammenarbeitet oder mit diesem verbunden ist. Dies muss nicht zwangsläufig eine schlechte Wahl sein, sollte aber in jedem Fall von Ihnen soweit möglich geprüft werden.

Als Informationsquellen kommen in Frage:

  • Ihr Orthopäde oder Operateur
  • Ihr Hausarzt
  • Ihre Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft
  • Die Deutsche Rentenversicherung
  • Betroffene Patienten
  • Internet-Foren oder Blogs
  • Spezielle Such- und Infoseiten im Internet (z.B.: Rehakliniken.de)

Nach welchen Kriterien Sie dabei vorgehen, müssen Sie für sich selbst beantworten.

In Frage kommende Entscheidungshilfen sind z.B.:

  • Örtliche Nähe zu Ihrem Wohnort
  • Renommee der Klinik
  • Größe des Hauses (Bettenanzahl)
  • Allgemeine medizinische Leistungen / Indikationen
  • Diagnostik (z.B.: Röntgen, Leistungsdiagnostik, Knochendichtemessung)
  • Therapien (z.B.: Sport-/Schmerztherapie, physikalische Therapie, Krankengymnastik)
  • Sondereinrichtungen (z.B.: Hallen-/Bewegungsbad, Sauna, Solarium, Garten/Park, Bewegungscenter)
  • Landschaftliche Lage (Stichwort: Urlaubsgefühl)
  • Namhafte Referenz-Patienten (z.B.: Schauspieler, Sportler, Politiker)
  • Zusammenarbeit mit Sportverbänden/Vereinen (Sport-Reha)
  • Ausstattung der Zimmer (Einzelzimmer, Duche/WC, TV/Radio/Internet)
  • Verpflegung (z.B.: Café, À la carte Restaurant, Bar)
  • Einkaufsmöglichkeiten (z.B: Shop, Boutique, Friseur, Kosmetik)

Tipp: Denken Sie daran, dass der ‚Wohlfühlfaktor’ für eine erfolgreiche Rehabilitation eine entscheidende Rolle spielt. Wählen Sie die Reha-Klinik daher nach Ihren persönlichen Vorlieben aus und schauen Sie sich wenn irgend möglich die Einrichtung persönlich an.

Wenn Sie dann eine Wahl getroffen haben, sprechen Sie direkt mir Ihrem Kostenträger, ob er diese akzeptiert. Falls nein, lassen Sie sich als Kassenpatient nicht gleich abweisen. Oft hilft ein entsprechendes Schreiben oder ein Telefonat mit einem Entscheidungsträger, in dem Sie Ihren Wunsch begründen und Nachdruck verleihen, Wunder (Anm.: Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Dies gilt im Übrigen auch für Anträge auf eine Verlängerung des Reha-Aufenthaltes). Falls nein, können Sie immer noch überlegen, ob Sie ggf. ein Teil privat zahlen, sofern dies technisch möglich ist und sich mit Ihren finanziellen Mitteln vereinbaren lässt.

  1. Werner Kindsmüller
    So, 4. September 2011 um 11:43

    Ich hätte eine Frage zur Anschlussheilbehandlung: Ich wohne in der Nähe von Düsseldorf und würde die Reha gerne im Süden Deutschlands durchführen. Ist es erfahrungsgemäß möglich, die Anreise mit der Bahn vorzunehmen, incl. umsteigen ? Oder ist dies nicht empfehlenswert ?
    Vielen Dank für eine Auskunft
    Werner Kindsmüller

    • So, 4. September 2011 um 20:12

      Hallo Herr Kindsmüller,
      ich halte es auf Grund meiner Erfahrung für nicht möglich, 10-14 Tage nach der OP selbst mit dem Zug zu fahren. Da Sie sich nur relativ mühsam mit zwei Gehstützen bewegen können, kann ich Ihnen auch nur davon abraten. Entweder versuchen Sie über Ihre Krankenkasse den Transport zu organisieren (ggf. mit eigener Zuzahlung) oder Sie lassen sich privat in die Reha-Einrichtung fahren. Sie werden dabei merken, dass Ihnen längeres Autofahren als Beifahrer, selbst wenn Sie in einem geräumigen und komfortablen Fahrzeug unterwegs sind, keine alzu große Freude bereiten wird. Problematisch ist einfach das lange Sitzen auf dem frisch operierten Gelenk – davon ausgehend, dass Sie eine Hüftgelenksoperation vor sich haben. Ich weiss vovon ich spreche, da ich nach meiner ersten OP auch in einem Privatfahrzeug von Hamburg nach Wiesbaden chauffiert wurde. Ich gehe im Übrigen davon aus, dass Ihnen auch Ihre Ärzte von der Idee mit der Bahnfahrt dringend abraten werden. Sie sollten in jedem Fall mit Ihrer Krankenkasse bzw. mit dem Sozialdienst der Klinik über den Transport sprechen, damit es bei einem eventuellen Problem während des Transportes nicht Schwierigkeiten mit Ihrem Versicherungschutz gibt.
      Viel Erfolg für Ihre Operation und die Anschlußheilbehandlung!
      MFG Peter Herrchen

      • Werner Kindsmüller
        Do, 8. September 2011 um 20:19

        Sehr geehrter Herr Herrchen,

        Vielen Dank für Ihre hilfreichen Hinweise.

        MfG Werner Kindsmüller

  1. Fr, 1. August 2014 um 16:32
  2. Mi, 26. Januar 2011 um 15:20
  3. Mi, 26. Januar 2011 um 15:18

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