Kostendruck verhindert lebenslange Haltbarkeit von Implantaten

Wenn die Ausführungen des nachfolgenden Artikels der DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR ENDOPROTHETIK E.V. korrekt sind – und daran besteht kein Zweifel – müssten eigentlich alle Patienten und Mediziner auf die Barrikaden gehen. Weil Fallpauschalen z.B. für eine endoprothetische Versorgung zu niedrig sind, wird Patienten nicht das für sie beste Implantat eingesetzt und/oder nicht die beste OP-Methode angewandt. Das ist ein Skandal.
Weiterhin wird ausgeführt, dass auch die teure und personalintensive Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum nach EndoCert außerhalb des Budgets läuft. Das mag übrigens auch ein Grund sein, warum einige Kliniken, die weit mehr als die geforderte Anzahl von Fallzahlen pro Jahr haben, sich nicht zertifizieren lasen.
Aber lesen Sie selbst den kompletten nachfolgend verlinkten Artikel.

Hüft- und Knieprothesen: Ziel ist lebenslange Haltbarkeit – Doch Kostendruck gefährdet Fortschritt

Freiburg/Düsseldorf, November 2020 – Hüft- und Knieprothesen ermöglichen Millionen von Menschen mit schwerer Arthrose Schmerzfreiheit und Mobilität. Doch die Standzeit der Implantate ist begrenzt. Patienten unter 70 Jahren, die ein Implantat erhalten, müssen damit rechnen, dass es mindestens einmal ausgetauscht werden muss. Ziel ist jedoch die lebenslange Haltbarkeit der ersten Prothese. Auf dem Weg dorthin spielen die Güte des Prothesenmaterials, die Implantationstechnik sowie die zertifizierte Prozessqualität der Klinik eine bedeutende Rolle. Doch die damit verbundenen höheren Kosten – etwa für OP-Robotik mehr

  1. Lukas Härder
    So, 22. November 2020 um 08:03

    Viele TEP-ler folgen uneingeschränkt der Empfehlung des Arztes ihre Vertrauens. Dabei ist der Arzt nicht nur dem Wohl der Patienten verpflichtet sondern natürlich auch dem wirtschaftlichen Wohlergehen seines Arbeitgebers. Vor allem in Zeiten in denen Kliniken gewinnorientiert geführt werden müssen kann das ein Zielkonflikt werden. Dem muss man sich bewusst sein.
    Für den Betroffenen ist das Dilemma nicht leicht zu lösen. Auch Zweit- oder Drittmeinungen können genauso gesteuert sein.
    Umso wichtiger ist, dass Betroffene zusammenhalten, sich austauschen und sich auch als medizinische Laien gegenseitig beraten.

    Lukas

  2. Hannes Held
    So, 22. November 2020 um 07:03

    Das gesamte Implantat wird doch gar nicht ausgetauscht. Doch nur das Inlay wurde mir gesagt. Stimmt das nicht?

    • So, 22. November 2020 um 08:15

      Das formulierte Ziel in dem Beitrag war das lebenslang haltbare Implantat, also auch die Gleitpaarung. Auch das Wechseln der Gleitpaarung ist eine OP und ist auch nur dann möglich, wenn der Abrieb nicht schon zu Lockerung des Schaftes geführt hat. Hier den richtigen Wechselzeitpunkt zu finden, ist nicht ganz einfach.

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