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Knee in a day – Jetzt wird es ernst

Nachdem die Entscheidung und Vorbereitung abgeschlossen waren, wurde es nun langsam ernst für Christoph Schütz.

Drei Wochen vor dem OP-Termin war noch ein CT nötig, bei dem das Knie für die MAKOplasty-Planung vermessen wurde. Dabei wird am Rechner die ideale Lage der Prothese mit einer Genauigkeit von 0,1 mm geplant. 

Eine Woche vor dem OP-Termin am 23. September erfolgte die Voruntersuchung inkl. einem Aufklärungsgespräch mit dem Narkosearzt, der Ernährungsberaterin, einem MRSA-Test sowie diversen Blutabnahmen. Zudem bekam er 5 x 0,2 l Getränk Pre-OP Nutricia mit sowie eine spezielle Knie-Kältekompresse, die wieder am OP-Tag mitzubringen waren. Einen Tag vor der OP musste noch ein aktueller PCR-Test durchgeführt werden, der in jedem Fall negativ sein muss. Inzwischen hatte Christoph wie geplant in 10 Wochen insgesamt 15 kg an Gewicht abgenommen, was natürlich optimal war.

Am Montag, den 04.10.2021, war es dann so weit:
Christoph kam morgens gleich als erster in den OP, vorher musste er in seinem Zimmer gründlich duschen und die OP-Kleidung inkl. Rutschsocken anziehen. Bereits um 6:30 Uhr wurden die entsprechenden Vorkehrungen durch die OP-Helfer getroffen und anschließend die Vollnarkose eingeleitet. 

Ich habe die ambulante OP keine Sekunde bereut

Christoph Schütz

Im OP wird ein minimal-invasiver Zugang zum Gelenk angelegt (ca. 8 cm). Die tatsächliche Knochenkontur des Patienten wird mit einem Tastfühler abgegriffen und mit der Planung verglichen. Nun wird das Gelenk durchbewegt. Dabei wird die Kinematik der Kniebänder erfasst und die Planung noch einmal auf diese Verhältnisse angepasst. Noch bevor ein einziger Schnitt am Knochen gesetzt wurde, kann der Operateur bereits die Kinematik des Gelenkes nach der Operation simulieren. Dann kommt die Operation selbst. Bei der Operation geht man zwar minimal-invasiv vor, es ist aber erforderlich, an Ober- und Unterschenkel je zwei zusätzliche Stiche für die sichere Bestimmung der Lage des Knochens im Raum anzulegen. Die Narben sind je etwa 5 mm lang. Es wurde eine Schlittenprothese mit einer Chrom-Cobalt-Molybdän Legierung eingebaut.

Wird Christoph bald wieder internationale Turniere spielen wie früher – hier in Litauen 2014

Kurz vor 10 Uhr wurde Christoph im Aufwachraum wieder wach. Laut Operateur hat die OP ca. 45 Minuten gedauert. Nach ein paar Minuten kam gleich ein Physiotherapeut und hat ein paar Beinbeuge-Übungen gemacht, ehe er wieder auf sein Zimmer gebracht wurde. Schmerzen hatte er zu diesem Zeitpunkt keine. Nach einer kleinen Mittags-Mahlzeit kamen Dr. Putzeys mit seinem Assistenzarzt Dr. Moreira inkl. Pflegepersonal zur Visite.
Der angelegte OP-Verband wurde ersetzt. Neben der 8 cm großen Schnittwunde am rechten Knie wurden auch die 2 Wunden, jeweils am Schienbein und am Oberschenkel, wo die Sonden befestigt waren, mitversorgt. Anschließend musste/durfte Christoph bereits mit Gehhilfen über den Flur laufen. Hierbei wurde das bereits sehr zufriedenstellende Gangbild genau kontrolliert.

Gegen 14:30 Uhr folgte noch ein Kontrollröntgen: Die Prothese saß perfekt.

Gegen 15 Uhr kam dann eine Stationsschwester und brachte bereits die Entlassungspapiere. Sie übergab ihm neben der Kältekompresse jeweils ein Rezept für Medikamente (Schmerzmittel und Verbandmittel), ein Rezept für die Physiotherapie sowie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den Arbeitgeber. Christophs Ehefrau nahm ihren Mann dann im Anschluss hocherfreut mit nach Hause.

Freut Euch auf die Fortsetzung der Story und seid gespannt, ob das Projekt einen erfolgreichen Abschluss hat.

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