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Social Media und Internet – auch abseits des Mainstreams erfolgreich

Was haben die Webseite Mut zur neuen Hüfte, die TEPFIT-Facebook-Gruppe und die Facebook-Seiten Endoprothese und Sport und Mut zur neuen Hüfte gemeinsam? Alles ist entstanden aus der Idee im Jahre 2011, von zwei damals 53 jährigen die sich nicht kannten, ihre positiven Erfahrungen mit zwei künstlichen Hüftgelenken – nach Jahren der Einschränkungen und sportlichen Entbehrungen – in die kleine große Welt zu tragen.
Heidi Rauch mit ihrem Titanhüften-Blog und ich mit diesem Blog. Zunächst rein virtuell wurden wir aufeinander aufmerksam, um dann Anfang 2012 das erste ‚Blind-Date‘ am Tegernseer Bahnhof zu haben, mit dem Ziel, auszuloten, ob wir nicht unsere Erfahrungen in einem gemeinsamen Buch niederschreiben könnten. Einige Stunden später, inzwischen natürlich nicht mehr am Bahnhof, war klar: Es passt!

TEPFIT-Admins

Admins der TEPFIT-Facebook-Gruppe: Therese Schreiber, Peter Herrchen und Ulrike Steyer

Seitdem ist einiges geschehen. Mit der Veröffentlichung des ersten Buches ‚Mut zur neuen Hüfte!‘ Ende 2012 wurden auch korrespondierende Web- und Facebook-Seiten erstellt. 2014 folgte dann – nach dem Wunsch einiger Ärzte, dass es so ein informatives Buch auch für „das Knie“ geben müsste – das ‚Buch Mut zum neuen Knie!‘; was für Heidi und mich als reine Doppel-Hüft-TEP-Träger eine kleine Herausforderung war.
Im Frühjahr 2015 war es dann auch eher dem Zufall geschuldet, dass die geschlossene FB-Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie) entstanden ist. Waren meine Mitbegründerin der Gruppe, Ulrike Steyer, und ich zunächst nur Mitglied in einer bereits bestehenden Facebook-Gruppe. Nach recht kurzer Zeit und einige Posts und Kommentare später, waren wie beide uns aber sicher, das geht qualitativ definitiv besser.
Gesagt getan, haben wir Stand heute über 2100 Mitglieder, von denen fast 80 % aktiv sind (lesen, liken, kommentieren und posten). Als eine Bestätigung, dass wir drei Admins (Therese Schreiber kam nach ca. 6 Monaten zur Unterstützung dazu) zusammen mit den Mitgliedern dafür sorgen, dem eigenen Qualitätsanspruch an unsere zu Gruppe gerecht zu werden, bewerten wir die Mitgliedschaft einer inzwischen zweistelligen Anzahl von Fachärzten, sowie weiteren Fachleuten wie Physiotherapeuten, Ernährungswissenschaftlern, Sportwissenschaftlern.
Das größte Kompliment hat uns dabei der Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz, Dr. Christian Fulghum persönlich gemacht mit folgenden Worten, hier auszugsweise aus seinem Vortrag wiedergegeben: „Ich bin völlig hin und weg von dieser Gruppe. ..das zeigt, dass Bedarf nach Informationen und Aufklärung da ist“ und weiter „Die Administratoren machen eine tollen Job! .. sehr gut, die Gruppe korrigiert sich auch immer wieder selbst..“

Heidi Rauch und Peter Herrchen im ‚Mut zur neuen Hüfte!‘-Outfit

Wie lebendig unsere Facebook-Gruppe ist zeigt, dass nach einem erfolgreichen ersten realen Treffen in November 2016 in Erding (ein kurzes Video gibt es gleich rechts neben dem Artikel), vom 23.2. – 25.2.2018 das zweite TEPFIT-Treffen in Hagen stattfindet, zu dem Gruppenmitglieder erneut aus ganz Deutschland anreisen werden in Erwartung eines sehr umfangreiches Programms rund um das Thema TEP, Revision, Bewegung und Gesundheit mit namhaften Referenten und Trainern. Detail-Infos dazu gibt es hier.

Was hat das eigentlich alles mit meinem Blog Endoprothese und Sport zu tun?
Sehr viel, zeigt es doch, dass ein Nischenthema auch für eine nicht gerade typische Facebook-Zielgruppe, gepaart mit der Hartnäckigkeit der Betreiber und Organisatoren, durchaus im Internet und den Social-Media Kanälen erfolgreich sein kann. Weit über eine Million Seitenaufrufe der oben genannten Webseiten und die große Resonanz in Facebook beweisen dies recht eindrucksvoll. Qualität und Social Media schließen sich eben nicht zwangsläufig aus.

Das hat dann übrigens auch meine Mitautorin Heidi Rauch von Facebook überzeugt. Sie dort dort nun seit fast zwei Jahren sehr engagiert dabei. Im Laufe des Jahres 2018 planen Heidi und ich zudem, unseren bereits vorhandenen YouTube-Kanal noch viel intensiver zu bestücken und zu pflegen, um regelmäßige Tipps für Betroffene und Informationen aus unserem Büchern zu liefern, natürlich dann auch in dazu passendem Outfit (siehe Foto) im Gegensatz zum nachfolgenden Clip, der Anfang 2017 entstanden ist.

Fazit
Sieben Jahre Social-Media- und Internet-Präsenz zu den Themen Endoprothesen, Bewegung, Sport, OP-Ängste, Ärzte, Kliniken, Ernährung, Arthrose-Vorbeugung, und, und, und .., lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Viel Arbeit, sehr erfolgreich, es macht Spaß und die positive Resonanz treibt uns alle weiter an.

Was sonst noch wichtig ist!
In wenigen Tagen erscheint die zweite und komplett überarbeitete Auflage ‚Mut zur neuen Hüfte!!‚. Auf 320 Seiten (70 Seiten stärker als die Erstauflage) gebündelte Informationen, neue Erfahrungsberichte und neue Ärzte-Interviews. Vorbestellungen sind bereits über unseren Online-Shop möglich, natürlich gibt es dort auch ein Preview ins neue Buch!

Das verflixte 7. Jahr – Jahresrück- und Vorschau

Oktober 2017 am Tegernsee mit zielgerichtetem Blick ins Jahr 2018!

Seit Anfang 2011 gibt es diesen Blog, im dem ich in loser Folge zu allen Themen rund um Sport mit Endoprothesen (TEPs) auf Grund eigener Erfahrungen berichte. Diese Informationen werden stets angereichert mit medizinisch, wissenschaftlichen Artikeln, auf die dann entsprechend verwiesen wird. 215 Beiträge sind in dieser Zeit entstanden, also etwas mehr als zwei pro Monat. Damit werden meine Leser zwar nicht gerade mit Artikeln überflutet, aber wenn ich meine Aktivitäten auf der korrespondierten Facebook-Seite, in unserer TEPFIT-Facebook-Gruppe und auf unserer Buch-Webseite mit einbeziehe, bedeuten diese einen nicht unerheblichen Zeitaufwand nebenbei. Ganz zu schweigen vom dem Ende letzten Jahres ins Leben gerufenen YouTube-Kanal, der ab 2018 mindestens monatlich mit neuen Video-Tipps bestückt werden wird. Am besten jetzt schon mal abonnieren, damit Sie nichts verpassen!

Warum das alles? Dafür gibt es mehrere Gründe:
Mein erster Antrieb im Jahre 2011 war, einfach nur Menschen mit ähnlichen Problemen an meinen sehr positiven Erfahrungen mit Doppel-TEP und der neuen gewonnen Beweglichkeit und sportlicher Lebensfreude teilhaben zu lassen. Dass aus dieser Idee mal ein großes Netzwerk von Patienten, Ärzten, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern,

5 km-Cross-Run beim Neroman 2009 – exakt 1 Jahr nach meiner rechten Hüft-TEP-OP in der endogap

sowie zusammen mit meiner Titanhüften-Blog-Freundin Heidi Rauch zwei (drei) Mut-Machbücher – eine komplett überarbeitete Neuauflage des Buches ‚Mut zur neuen Hüfte!!‘ erscheint Anfang nächsten Jahres – entstehen würde, war damals natürlich nicht abzusehen.

Trotz des erheblichen zeitlichen Aufwandes sind Sie es, meine lieben Leser und Follower, die mir mit ihren ausnahmslos positiven Rückmeldungen, Zuschriften, Kommentaren und dem Teilen von Beiträgen und Posts signalisieren, dass dieser sehr gut eingesetzt war und ist.

Warum also ‚Das verflixte 7. Jahr‘?
Dies ist rein sportlich zu sehen. Habe ich seit 2009, bzw. seit Start dieses Blogs 2011 viele jährliche Lauf- und Radkilometer in mehreren Einheiten pro Woche problemlos absolvieren können, musste ich nun 2017 – also im verflixten 7. Blog-Jahr – sportlich wesentlich kürzer treten. Nach zuletzt ca. 700-1000 Laufkilomentern pro Jahr, waren es 2017 nur noch lächerliche 200 km – und diese auch mehr schlecht als recht. Dabei mal meine 1,4 Mio Schritte mit einer zurückgelegten Distanz von 1.600 km außer Acht lassend. Dazu kamen dann noch ebenfalls sehr wenige 350 MTB-Radkilometer und 80 Bergwander-Kilometer. Der Grund ist ebenso einleuchtend wie er vorhersehbar war. Meine inzwischen fast 21 Jahre alte linke Hüft-TEP ruft nach einem Austausch! Der OP-Termin wurde letzte Woche vereinbart: Am 25.4.2018 gibt es – fast auf den Tag 21 Jahre nach der Erstimplantation – einen

Das endogap – Ärzteteam
Chefarzt Dr. Christian Fulghum mit seinen leitenden Ärzten Dr. Florian Wolpert, Dr. Rolf Schipp und Wolfgang Reng (v.l.n.r.)

‚Reifenwechsel‘ in der Klinik meines Vertrauens – der endogap – Garmisch-Partenkirchen. Bis dahin heißt es, sich gut auf die OP vorzubereiten und so beweglich und sportlich wie irgend möglich zu bleiben. Ab Januar werde ich dann zusätzlich noch ein paar Einheiten Krafttraining einbauen – die ich zuletzt etwas vernachlässigt habe -, um dann spätestens ab 26.4.2018 meine sportlichen Ziele neu zu definieren.
Mein bereits heute fest ins Auge gefasster Plan lautet: Ende April 2019, genau ein Jahr nach der Revision-OP, den Neroman in Wiesbaden (Sprint-Cross-Triathlon) zu bestreiten. War dies doch auch der erste Wettkampf nach meiner letzten Hüft-TEP rechts in Garmisch im April 2008 (Siehe Artikel der endolife auf Seite 6).
Ob es mir gelingt, die Neroman 2019 Ziellinie zu überqueren, erfahrt Ihr natürlich hier, sowie auf allen oben genannten anderen Media-Kanälen.

Wer mich vor meiner Revisions-OP nochmal ganz persönlich sehen und treffen möchte, hat dazu am Wochenende vom 23.-25.2.2018 in Hagen Gelegenheit. Nach dem sehr erfolgreichen 1. TEPFIT-Treffen in Erding im November 2016, findet an diesem Wochenende in Hagen der 2. TEPFIT-Gesundheitswork-Shop statt. Anmeldungen sind noch unter TEPFIT-Gesundheitsworkshop-2018 möglich! Das komplette Programm kann dort ebenfalls eingesehen werden. Es ist für jedem etwas dabei, von sportlich bis informativ, alles von Spezialisten präsentiert. Außerdem werden ich zusammen mit meiner lieben Mitautoren Heidi Rauch exklusiv die komplett überarbeitete Neuauflage unseres Mutmach-Buches vorstellen. Wer aus der näherem Umgebung von Hagen kommt, kann auch nur am Samstag, den 24.2.2017, am Hauptprogramm-Tag teilnehmen!

Ihnen allen eine schöne, bewegte und friedliche Weihnachtszeit. Ich hoffe, Sie bleiben mir auch 2018 treu und sparen nicht mit Kritik und Anregungen. Gerne können Sie mir auch persönliche ‚Erfolgs‘-Geschichten rund um Ihre TEP, die Sie schon immer mal veröffentlichen wollten, zusenden (eMail im Impressum)! Wir werden dann gemeinsam entscheiden, wie und ob daraus ein Blog-Artikel entstehen kann.

Gonarthrose, künstliche Gelenke, Sport und Eigeninitiative

Sehr häufig bekommen wir, besonders auch in unserer über 2000 Mitglieder starken Facebook-Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie), folgende Fragen gestellt:

1. Kann, soll man mit Arthrose Sport machen?
2. Kann, darf, soll man mit einem künstlichen Gelenk Sport machen?

Beide Fragen uneingeschränkt mit ‚JA‘ zu beantworten ist zwar richtig, aber bedarf doch einer Erläuterung.

Ich verweise dazu gerne auf einen aktuellen Artikel der Sportärztezeitung. In dem Beitrag Gonarthrose und Sport geht es um Entlastung und Stabilisierung der Kniegelenke vor und auch nach einer Operation mit individuell angefertigten Knieorthesen. Dieser Artikel – erschienen in der sportärztezeitung 04/17 – ist hier als PDF aufrufbar. An Fallbeispielen mit Skifahrern und Tennisspielern wird dort aufgezeigt, wie heute moderne Orthesen helfen können, eine hohe Belastungsfähigkeit bei gleichzeitiger Schmerzreduktion zu erreichen und zu erhalten.

Karsten Rudloff mit MBT im Himalaya auf 5416 Meter Höhe

In unserer oben erwähnten Facebook-Gruppe hat uns folgender Sport-Mutmach-Post von Karsten Rudloff, der vor einem Jahr ein künstliches Hüftgelenk erhalten hat, erreicht:

Möchte mich hier auch nochmal kurz zu Wort melden, um deutlich zu machen, dass mit künstlicher Hüfte alles genauso möglich ist, wie mit unseren natürlichen Gelenken. Ich habe im Oktober 2016 eine Hüft-TEP rechts erhalten, im Oktober 2017 habe ich nun eine Mountainbike-Tour im Himalaya gemacht. Dabei musste das Rad u.a. stundenlang bis auf 5400m Höhe auf dem Rücken getragen werden, da der Weg zu steil und die Luft zu dünn war. Alles hat völlig problemlos geklappt
Ich war übrigens nicht der einzige Hüft-TEPler in unserer Gruppe: ein 60jähriger Österreicher hatte vor 1,5 Jahren ein neues Gelenk erhalten!
Also keine Angst vor der OP, danach ist wieder ALLES möglich!

 

Ein weiteres, nicht von jedem nachzuahmendes Beispiel ist der Profi-Boxer Manuel Charr: Er wird heute Abend gegen Alexander Ustinov mit zwei künstlichen Hüftgelenken, die erst ein halbes Jahr alt sind, um den Weltmeister-Titel im Boxen kämpfen.

Auch wenn die beiden letzten Beispiele sicherlich etwas extrem sind, so zeigen sie doch eindrucksvoll, dass mit künstlichen Gelenken und/oder Arthrose das sportliche Leben nicht zu Ende ist. Selbstverständlich ist das auch sehr stark von der allgemeinen körperlichen Verfassung und den sportlichen Aktivität der Patienten vor ihren Arthrose-Problemen abhängig. Last but not least kommt dem Können der Operateure, im Falle einer endoprothetischen Versorgung, eine ganz entscheidende Bedeutung zu.

Ich wiederhole daher gerne meinen Ratschlag:
Sollte eine OP unausweichlich sein, ergreifen Sie die Eigeninitiative: Suchen Sie sich ganz in Ruhe einen Spezialisten in einem Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung (EPZMax) aus und nehmen Sie dabei auch ggf. weite Wege in Kauf. Lassen Sie sich keinesfalls schnell zu einer OP bei Ihrem ersten Arzt-Termin drängen. Wir sind in Deutschland (noch) in der glücklichen Lage, auch als Kassenpatient die freie Krankenhaus-Wahl zu genießen und mehr als eine Meinung einholen zu können. Nutzen Sie das!
Informieren Sie sich vor eventuellen Eingriffen ausführlich. Die Möglichkeiten sind heute im Zeitalter des Internets und der Social Media-Kanäle so vielfältig wie nie.
Ohne Eigeninitiative und dem Willen, wieder vollständig zu genesen, was ein beständiges und hartnäckiges Training voraussetzt, wären auch die oben genannten sportlichen Leistungen nicht möglich gewesen.

Liebscher & Bracht – Wer heilt hat (immer) Recht?

Sa, 18. November 2017 3 Kommentare

Roland Liebscher & Dr. Petra Bracht (kurz L&B) sind in den Social-Media-Kanälen beim Thema Schmerztherapie und Arthrose fast allgegenwärtig. Gibt man z.B. in der YouTube-Suche ‚Arthrose‘ ein, prangt einem Roland Liebscher mit unzähligen Videos entgegen.
Auch in unserer TEPFIT-Facebook-Gruppe und in anderen Gruppen, die sich mit Arthrose beschäftigen, wird oft und sehr engagiert über L&B diskutiert.

Da ich den Versprechungen von Liebscher & Bracht wie z.B.

90 Prozent der Gelenkschmerzen werden meistens bereits in der ersten Behandlungsstunde dauerhaft behoben 

und deren Vorwürfen an die Schulmedizin, lt. Liebscher die ‚herkömmliche Medizin‘ – hier wörtlich aus dem Buch „Die Arthroselüge, Goldmann-Verlag, erschienen am 16.10.2017 – auf Seite 19“

Die heutige Realität bezüglich Arthose und Schmerzen ist ein Jahrhundertirrtum der Medizin

zumindest skeptisch gegenüber stehe, habe ich mich in den letzten Wochen recht intensiv mit Liebscher & Bracht beschäftigt. Dazu habe ich Fachleute (Mediziner und Physiotherapeuten) befragt, intensiv die L&B-Web-Auftritte analysiert, mir einige der Vorträge von Roland Liebscher – auch den zur Arthroselüge – auf YouTube angesehen, die L&B Facebook-Gruppen verfolgt und mich durch das aktuelle Buch „Die Arthrose-Lüge“ gekämpft. Ich muss zugeben, letzteres ist mir zeitweise schwer gefallen ist. (Siehe meine Rezension auf Amazon)

Bewegung der Gelenke im goldenen Herbst

Man sollte auch noch wissen, dass Roland Liebscher keinerlei medizinische Ausbildung hat und seine Frau Dr. Petra Bracht Fachärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde ist, wie die beiden selbst auf ihren Webseiten darlegen.

Es sieht nach Sichtung der vielen Informationen und Informations-Quellen so aus als gäbe es nur Personen, die L&B entweder in den Himmel heben oder wegen deren aggressiven Werbung und umstrittenen Aussagen in die Hölle wünschen.
Es scheint eine Art Parallelwelt zu geben:
Auf der einen Seite die Mediziner und ausgebildeten Experten (Chirurgen, Orthopäden, Physiotherapeuten, Sportmediziner), die von L&B wenig halten oder sogar teilweise nicht kennen (mag daran liegen, dass sich medizinische Fachwelt nur zögerlich den neuen Medien öffnet) und auf der anderen Seite die eingeschworene L&B-Fraktion: Bestehend aus denjenigen, die sich eigenfinanziert zu L&B Schmerztherapeuten haben ausbilden lassen und dann die gelernten L&B Methoden auch wirtschaftlich nutzen möchten und deren Patienten, die nach einigen erfolglosen Operationen mit schlechten Ergebnissen endlich auf Hilfe, auch aus dem Internet, hoffen.
Die Krankenkassen scheinen auch nicht überzeugt von der L&B- Therapie zu sein, da keine der angebotenen Leistungen von der Kasse bezahlt werden. Jetzt kann man entweder ein Komplott der „Medizin-Mafia“ als Grund vermuten – so wie es die L&B-Anhänger tun – oder es gibt eben einfach fachliche und sachliche Gründe, keine Kassenleistungen für diese Behandlungsmethode zu gewähren.
Die Erkärung ist vermutlich ebenso simpel wie einleuchtend: Die vom Roland Liebscher nach seinen Aussagen durch jahrelange Forschung perfektionierte „Osteopressur“ – ein in der Medizin nicht existierender Begriff – mit der 72 bekannte Schmerzpunkte behandelt werden, ist einfach nur ein Kombination aus bereits altbekannten und bewährten Elementen der konservativen Therapien, wie Akupressur (Shiatsu), manuelle Therapie, Physiotherapie, Osteopathie und neuerdings das Faszientraining.
Insofern möchte ich eine positive Wirkung der Behandlungsmethoden zusammen mit der ebenfalls propagieren ausreichenden Bewegung der Gelenke nicht in Abrede stellen – nur ist es eben keine ‚Weltneuheit‘, wie gerne behauptet wird.
Die Ausbildung (Fortbildung) zur einem L&B Schmerztherapeuten, die zwischen 2000,00 EUR und 3000,00 EUR kostet, dauert insgesamt nur vier Tage. Alleine da werde ich persönlich schon skeptisch. Damit sich ein Fachmediziner in Deutschland offiziell auch Schmerztherapeut nennen darf, muss dieser eine 12-monatige Zusatzausbildung absolvieren. Vermutlich deshalb ist ja auch auf der L&B-Webseite immer von ‚Die Schmerzspezialisten‘ die Rede. Diese Bezeichnung ist nicht geschützt!

Vom allseits bekannten, stets im Frühstücksfernsehen und auch sonst medial sehr präsenten Sportwissenschaftler, Prof. Dr. Ingo Froböse, der auf der L&B-Webseite mit seinem Namen wirbt, wollte ich wissen, ob es sportwissenschaftliche Untersuchungen zu L&B-Methoden gibt. Leider blieb meine nachfolgende Anfrage von Anfang Oktober unbeantwortet.

Sehr geehrter Dr. Froböse, ich schätze Sie als Sportwissenschaftler und Fitnessexperte sehr. Umso mehr erstaunt es mich, dass Sie, sofern man der Webseite von Liebscher&Bracht glauben kann, deren Aussagen und Therapien in den höchsten Tönen loben. Besonders deren Aussagen zur Arthrose, von Liebscher Arthroselüge genannt, sind sehr befremdlich und zumindest nach meinen Recherchen durch nichts bewiesen. Haben Sie eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Methoden und Aussagen von Liebscher&Bracht, die Sie mir zukommen lassen könnten? Ich betreibe in FB selbst eine geschlossene Gruppe und habe auch zwei Bücher zum Thema künstliches Hüft- und Kniegelenk geschrieben. Da werden wir natürlich oft mit Liebscher&Bracht konfrontiert. Danke für eine Rückmeldung, gerne auch per eMail.

Ein Physiotherapeut, der auch Mitglied unsere Gruppe ist, hat mir auszugsweise auf meine Frage nach L&B wie folgt geantwortet:

Ich kann nach 25 Jahren Therapie sagen, dass keiner den Gral gefunden hat bzw. finden wird. Nahezu jeder neue Trend ist nichts als ein wiedergekäutes therapeutisches Verfahren im aufpolierten Gewand. Ich diskutiere diesbezüglich fast täglich mit meinen Physio-Kollegen, die jedem dieser Trends hinterher hecheln. Ich persönlich bin seit ein paar Jahren wieder zu den Wurzeln der „rehabilitativen Simplizität“ zurückgekehrt und fahre gut damit (auch wenn ich mich damit der Kritik von Kollegen und teilweise auch Patienten aussetze).

Dr. Georg Kaupe, Orthopäde und Sportmediziner aus Bonn, hatte sich ja bereits in unserer Facebook-Gruppe so geäußert:

Eine elementare Diagnose in der Medizin und indirekt die damit verbundenen Fakultäten sowie die dort arbeitenden Spezialisten der Lüge zu bezichtigen, ist schon ein sehr ambitioniertes Marketing. Wo sind die wissenschaftlichen Studien und zahlreichen Erfolge mit Statistik bitte zu finden? Beste Grüße aus Bonn Dr. Georg Kaupe, Facharzt für Orthopädie / Sportmedizin

Auch unseren sehr geschätzten Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap – Garmisch-Partenkirchen habe ich zu Liebscher & Bracht befragt, hier auszugsweise seine Antwort.

Seriös kann das nicht sein, dazu sind die Aussagen zu absolut (z.B.: 90% der Schmerzen in einer Behandlungsstunde eliminieren).
Eine Stellungnahme fällt mir derzeit entsprechend schwer, weil ich keine direkte Erfahrung damit habe. Geht wohl auch anderen so. Werde mich aber weiter erkundigen und sehen, was ich tun kann

Roland Liebscher habe ich ebenfalls persönlich über seine Web-Seite angeschrieben. Leider auch, wie bei Dr. Froböse, ohne eine Antwort! Nachfolgend mein Schreiben / meine Fragen:

Sehr geehrter Herr Liebscher,

ich muss zugeben, dass ich Ihren Aussagen wie ’90 % Schmerzfreiheit nach einer Behandlung‘ oder Ihren Aussagen zur Arthroselüge sehr kritisch gegenüberstehe. Zudem behaupten Sie wörtlich, ’sehr viele Patienten hätten mit einem künstlichen Gelenk, die gleichen Gelenkschmerzen wie vorher‘.

Damit stellen Sie elementare Diagnosen in der Medizin in Frage und bezichtigen indirekt die damit verbundenen Fakultäten sowie die dort arbeitenden Spezialisten der Lüge.

Ich selbst habe zwei künstliche Hüftgelenke, die auf Grund einer angeborenen Hüft-Dysplasie bereits im Alter von 39 und 51 notwendig wurden. Ich bin seitdem absolut schmerzfrei und sehr, sehr sportlich unterwegs. (Siehe hier: http://endoprothese-und-sport.de).

Daher hätte ich zwei Fragen, bzw. Bitten an Sie:

  1. Gibt es wissenschaftliche Studien, die Ihre Theorien und Aussagen beweisen und wenn ja, wäre es nett, wenn Sie mir die Quellen nennen würden. Ich würde diese dann auch mit Ihrer Genehmigung auf meinen Webseiten und/oder korrespondierenden FB-Seiten/FB-Gruppe veröffentlichen.
  2. Warum werden Ihre Therapien, die nach Ihren Aussagen vielen Patienten direkt helfen und zudem – nach Ihren Aussagen – die meisten unsinnigen OPs verhindern, nicht von der Kasse bezahlt, bzw. warum haben Sie keine Kassenzulassung?

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!

 

Ich wäre übrigens wirklich auf der Antwort von Roland Liebscher sehr gespannt gewesen. Ich persönlich finde die Aussagen in dem Buch „Die Arthroselüge“ mehr als fragwürdig und vor allen Dingen falsche Hoffnungen bei Betroffenen weckend. Die viel zitierte Studie, mit der bewiesen werden soll, dass Arthrose heilbar ist, beruht auf einem komplexen medizinischen Eingriff mit gerade mal zwanzig freiwilligen Probanden.
Dabei gab es zwar teils unerwartete Ergebnisse, allerdings bei einer äußerst risikobehafteten operativen Extensions-Methode mit Knochenbohrungen für eine Fixatur (siehe Zeichnung aus der Studie unter nachfolgendem Link). Zwei der Probanden bekamen eine Lungenembolie und insgesamt siebzehn!! (von zwanzig) eine einfache oder mehrfache Pin-Trakt-Infektion (Infektionen an den Bohrungen der Fixatur). Da man außerdem versäumt hat, die Einnahme von Medikamenten vor und während des Versuchs (der Behandlung) zu dokumentieren, kann man einen Einfluss auf das Ergebnis nicht ausschließen. Das wird ausdrücklich als Fehler im Studien-Aufbau benannt.
Alles im Original nachzulesen in dem ausführlichen medizinischen Versuchsbericht in englischer Sprache.
Warum allerdings bei einigen öffentlichen Auftritten von Roland Liebscher, wie zuletzt in der Sendung ‚Konkret‘ des ORF, die oben genannten Details dieser Studie nicht hinterfragt werden, wenn sich Herr Liebscher zur Begründung für seine Aussagen zur Arthroselüge darauf beruft, erschließt sich mir nicht wirklich. Es ist allerdings auch Methode und Teil seines Erfolges, dass er seine Theorien wie in einer Dauerschleife immer und immer wieder, teils etwas anders formuliert, gebetsmühlenartig wiederholt, bis der ermüdete Zuhörer oder Leser es dann einfach glaubt.
Eine andere Taktik ist es, so entwaffnend unwissenschaftliche Aussagen zu treffen, dass man denkt, er muss einfach Recht haben. Als Beispiel dafür mag nachfolgende Einleitung zu seinem Buch „Die Arthroselüge“ auf Seite 18 gut geeignet zu sein:

Arthrose und Schmerzen sorgen für viel Leid nicht nur in unserem Land, sondern auf der ganzen Welt. Wir haben nun eine äußerst erfreuliche Nachricht für Sie: Das Problem der Arthrose und Schmerzen ist gelöst. Fragen Sie uns nicht, warum gerade wir das geschafft haben. Es hat sich einfach so entwickelt und hat immerhin 30 Jahre gedauert

Immerhin eine Aussage in seinem aktuellen Buch auf Seite 107 hat mich nachdenklich gemacht. Dort steht zum Thema künstliche Gelenke folgendes zu lesen:

Wir fragen uns aber, wie man auf die Idee kommen kann, eine nachgiebige Originalgelenkfläche durch eine superharte aus Metall, Plastik oder Keramik zu ersetzen. Für uns stimmt das schon im Ansatz nicht, denn auf diese Weise übertragen sich Erschütterungen in bestimmten Gelenkwinkeln ungebremst auf die Knochen. Und da wundern sich die Konstrukteure, dass die Ersatzgelenke sich lockern?’

Hier sollten tatsächlich Fachmediziner und Hersteller mehr Anstrengungen unternehmen, um das künstliche Gelenk dem Originalen möglichst ebenbürtig zu machen. Erste Versuche mit nachwachsenden Gelenken aus Stammzellen bei Tieren gibt es bereits!

Mein Fazit:
‚Wer heilt hat Recht, aber nicht immer!‘
Deshalb sollte jeder, der meint, die L&B-Methoden könnte helfen, das ruhig mal ausprobieren und danach selbst beurteilen, ob das Geld gut angelegt war. Die Art und Weise, wie Liebscher & Bracht ihr Theorien verbreiten, mag man kritisieren – sie sind damit aber durchaus erfolgreich.

Die endogap immer auf der Höhe der Zeit – nicht nur in der Endoprothetik

Dass die renommierte endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen – immer auf dem absolut aktuellen Stand im Bereich Endoprothetik ist, versteht sich von selbst. Aber auch medial und im Bereich der Kommunikation geht die Klinik unter der Leitung des Chefarztes Dr. Christian Fulghum immer mit der Zeit und auch ganz neue Wege. So startete bereits im Sommer 2006 das hauseigene Magazin endolife mit der allerersten Ausgabe. Es erscheint zweimal im Jahr und widmet sich neben Themen rund um die Endoprothetik auch um Rehabilitation, Sport und Bewegung. Dazu sind in jeder Ausgabe ein oder zwei Erfahrungsberichte von Patienten zu lesen. In der aktuellen Ausgabe ist ein Schwerpunkt die Wechsel-OP.
In der Ausgabe 7 / 2009 hatte ich übrigens die Ehre, einen kleinen Beitrag zum Magazin leisten zu dürfen. Alle Ausgaben von 2006 bis heute lassen sich auf der sehr informativen Klinik-Web-Seite, die auch vor einigen Jahren neu und modern gestaltet wurde, als digitale Ausgabe downloaden oder auch als Printausgabe bestellen.
Ganz neu ist die eigens entwickelte endogap-App (für IOS und Android). Dieses sehr nützliche Tool hält alle Informationen bereit, die für eine OP und die Zeit danach, egal ob Hüfte oder Knie, wichtig sind: Von den Vorbereitungen bis zu notwendigen Untersuchungen, vom Kontakt zum Sozialdienst bis zur Rehabilitation und der Nachsorge. Zusätzlich werden alle Begriffe übersichtlich in einer eigenen Rubrik erläutert. Im separaten FAQ-Bereich findet man oft gestellten Fragen und Antworten, sowohl für den stationären Aufenthalt, wie auch zu allgemeinen Themen – darunter z.B. so wichtige wie ‚Sex oder Zahnbehandlung nach Gelenkersatz‘.
Sehr praktisch ist die Termin-Funktion. Wenn man bereits einen OP-Termin hat und diesen in der App hinterlegt, wird man benachrichtigt, zu welchem Zeitpunkt auf was zu achten ist. Alles in allem ein hervorragender sachlicher und informativer Helfer, der auch dann sinnvoll ist, wenn man sich in einer anderen Klinik operieren lässt.
Zu dieser offenen Kommunikation mit den Patienten passt natürlich auch, dass Dr. Christian Fulghum in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‘ aktives Mitglied und jederzeit bereit ist, in diesem Blog und auch der ‚Mut zur neuen Hüfte – Mut zum neuen Knie – Webseite‚ Rede und Antwort zu stehen.
Dabei übrigens stets erwähnend, wie wichtig Aktivität, Bewegung und Sport mit einem künstlichen Gelenk aber natürlich auch ganz allgemein ist.

Dies bestätigen auch die Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) und der Deutschen Gesellschaft der Endoprothtik (AE). Unter der Überschrift ‚Couch Potatoes riskieren Arthrose: AE rät zu mehr Bewegung im Alltag‚ wird speziell darauf eingegangen, wie mangelnde Aktivität und Bewegung in der immer älter werdenden Gesellschaft zur Arthrose führen kann.

„Vielen ist nicht klar, dass der Gelenkknorpel regelmäßige Bewegung braucht, um Nährstoffe zu erhalten“, so Prof. Dr. med. Karl-Dieter Heller, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE) . Der Grund: „Anders als der Knochen, wird der Knorpel nicht durch Blutgefäße versorgt, sondern passiv durch Gelenkflüssigkeit, die Synovia“. Damit das gut funktioniert, ist regelmäßige Be- und Entlastung notwendig.

Zum kompletten Artikel geht es hier…..

Mindestens ebenso wichtig ist gezieltes Muskeltraining bis ins hohe Alter. Hierzu bemerkt Dr. Heller:

„Die Sarkopenie (Muskelabbau im fortschreitenden Alter) muss noch mehr Beachtung erfahren als bisher. Dieser Umstand ist ebenso relevant wie der kontinuierlich fortschreitende Knochenschwund – gerade auch im Hinblick auf die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft.“ 

Das Fazit:
Gezielter Muskelaufbau und ausreichende Bewegung – und zwar in jedem Lebensalter – sind ganz wichtige Bausteine, um bis ins hohe Alter möglichst fit zu bleiben und dadurch auch selbstbestimmt leben zu können. Und sollte eines Tages ein Gelenkersatz notwendig werden, so ist die körperliche Fitness ebenfalls ganz maßgeblich dafür entscheidend, wie schnell die Genesung und vollständige Rehabilitation gelingt.

2. TEPFIT-Gesundheitsworkshop 23.-25.2.2018

ANMELDUNG AB SOFORT MÖGLICH

Nach der sehr erfolgreichen ersten TEPFIT-Veranstaltung November 2016 in Erding bei München, sind die finalen Planungen für den zweiten TEPFIT-Gesundheitsworkshop abgeschlossen. Die Veranstaltung findet in Hagen statt. Es wird einen Fachvortrag des anerkannten Professors für Orthopädie und Unfallchirurgie (Knie- und Hüft-Endoprothetik), Prof. Dr. Bernd-Dietrich Katthagen, geben – und damit alle möglichst schwungvoll mit ihren künstlichen Gelenken wieder durchstarten können – sind natürlich auch ‚Action‘-Programmpunkte unter fachlicher Anleitung enthalten wie z.B. Smovey-Training und das Bellicon-Minitrampolin.
Als Veranstaltungsort ist das Tagungshotel Arcadeon bereits fest gebucht. Für ein attraktives Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt.

Der TEPFIT-Gesundheitsworkschop ist selbstverständlich eine ‚Non Profit-Veranstaltung‘! Mit möglichen Überschüssen wird die Deutsche Kinderrheuma-Stiftung unterstützt. Schirmherrin ist Rosi Mittermaier, ehemalige Skirennläuferin mit insgesamt fünf Olympia-Gold-Medaillen. Zahlreiche Sportveranstaltungen wie Marathonläufe oder Golfturniere finden alljährlich zum Spendensammeln für die Stiftung statt.

Das komplette Programm mit allen Details, Preisen und Zimmeroptionen steht ab sofort zur Verfügung!

Hier geht es zur verbindlichen Anmeldung (inkl. Programm und allen weiteren Infos und Links).

Man sieht sich spätestens im Februar 2018!

Die positive Aura der endogap oder eine Verschwörung des IoT?

MTB reaktiviert

Seit ca. zwei Jahren mehren sich die Anzeichen, dass eine Revision meiner inzwischen über 20 Jahre alten linken ‚Zement‘-Hüfte notwendig wird! Auf den Röntgenbildern sind vermehrt Osteolysen (Verlust von Knochensubstanz auf Grund des Abriebs) zu erkennen und ich selbst habe in unregelmäßigen Abständen Beschwerden, die sich mit Schmerzen und Kraftverlust im Oberschenkel bemerkbar machen, aber zum Glück nach ein bis maximal drei Tagen wieder verschwunden sind. Das hat natürlich auch dazu geführt, dass meine Läufe weniger und kürzer wurden und ich dafür wieder mehr mein MTB zum Einsatz bringe. Doch seit ich Anfang Juli dieses Jahren bei Dr. Christian Fulghum in der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen zu Kontrolle war und per Handschlag meine Revisions-OP für April 2018 dingfest gemacht habe, sind die subjektiven Beschwerden weg und ich gehe aktuell zumindest zweimal pro Woche regelmäßig Laufen, getreu dem Rat von Dr. Fulghum: ‚Machen Sie alles wie bisher, aber lassen Sie vielleicht den Halbmarathon weg!‘

endogap – Eingangshalle

Woran liegt das? Ist es die positive Aura der endogap (siehe Foto Eingangshalle), die unbändige Vorfreude auf die Revisions-OP oder gar eine Verschwörung des IoT (Internet of things)? Haben vielleicht professionelle Hacker – von Kliniken und Implantatherstellern engagiert – die vernetzten Röntgen- und MRT-Systeme infiltriert und die Befunde so manipuliert, dass möglichst viele OPs notwendig werden? Möglich wäre dieses Szenario, wo jedes technisch anspruchsvolle Gerät einen Internetzugang hat oder zumindest herstellen könnte, ohne Probleme. Man mag es sich nicht wirklich ausmalen, was das bedeutet würde. Aber schließlich wären auch bisher aufgedeckte Medizinskandale, wie z.B.: die Verwendung von minderwertigen Zahnimplantaten aus China im großen Stil, die dann bei uns zu hohen Kosten mit den Krankenkassen abgerechnet wurden, ohne gut funktionierende IT nicht möglich gewesen.

Bevor ich jetzt aufgebrachte und besorgte Zuschriften bekomme, so wie es Postillon ständig geht: Vorstehendes Szenario war zumindest in meinem Fall nicht wirklich ernst gemeint und ist – zumindest Stand heute – noch unter Satire zu verbuchen.

Bewegung und Sport ist immer gut, sowohl vor einer notwendigen Erst-OP als auch vor einer Revision. Je besser die Muskulatur ist und je mehr der Knochen noch ‚Futter‘ bekommt, desto besser sind die Voraussetzungen für den Erfolg des Eingriffs. Ich werde jedenfalls alles daran setzen, mich bis April 2018 so fit wie möglich zu halten und dabei hoffen, dass sich die Lockerungsschmerzen weiterhin sehr in Grenzen halten, um mich dann optimistisch in die Hände der Revisions-Spezialisten der endogap zu begeben. Ich werte es übrigens als gutes Zeichen und vertrauensbildende Maßnahme, dass Chefarzt Dr. Fulghum mich nicht selbst operieren möchte, sondern er mir seine beiden Oberärzte empfohlen hat, die für diese Art der Revisions-OP lt. seiner eigenen Aussage mehr Erfahrung haben.