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Hüft-Fitness mit Carina – Bauchmuskel aktivieren

Das zweite Video der losen und aufeinander aufbauenden Trainings-Reihe mit Carina ist in unserem TEPFIT-Youtube-Kanal jetzt live. Dieses Mal geht es nach der „Gluteale Amnesie“ um die Aktivierung der „Bauchmuskulatur“.

Carina Weidler
Carina Weidler

Um was geht es genau?
Carina erklärt das wie folgt:

„Die meisten Menschen haben vor allem Übungen in Rückenlage im Kopf, wenn sie an Bauchmuskeltraining  denken. Übungen, bei denen man den Oberkörper einrollt, die Hüfte anhebt oder die Beine absenkt. Vor allem der letzte Punkt ist kritisch: Fast niemandem ist bewusst, dass die meisten dieser Übungen gar kein Bauchmuskeltraining sind, sondern Training der hüftbeugenden Muskulatur. Wenn das jemand gezielt machen möchte, weil es in seiner speziellen Situation Sinn ergibt – prima. Die meisten denken allerdings, dass sie ihre Bauchmuskulatur trainieren – vielleicht, weil sie Rückenschmerzen im Lendenwirbelsäulen-Bereich haben und die Bauchmuskulatur ihrem Rücken zu Liebe kräftigen möchten. In den allermeisten Fällen tun diese Menschen sich nichts Gutes, wenn sie – versehentlich – den Hüftbeuger kräftigen, denn der ist ja sowieso schon bei den meisten verkürzt (wer mag, kann das gerne im Beitrag zur Glutealen Amnesie nochmal nachlesen). 

Und selbst dann, wenn richtige Bauchmuskelübungen sauber ausgeführt werden, würde ich mir wünschen, dass Bauchmuskeltraining mindestens überwiegend anders gemacht wird. Und zwar aus folgendem Grund: 

Die Bauchmuskulatur geht vom Brustbein bis zum Schambein. Klar, wenn man diese Muskulatur kontrahiert, also anspannt und zusammenzieht, bring man Brustbein und Schambein näher zusammen und rollt den Oberkörper ein. 

Aber jetzt mal ehrlich – im Alltag ist das nicht das, was wir von unseren Bauchmuskeln erwarten, oder? Und auch beim Sport ist nur in ausgewählte Situationen das aktive Einrollen gewünscht. Meist soll die Bauchmuskulatur (gemeinsam mit der Rückenmuskulatur) die Aufgabe erfüllen, die Wirbelsäule in ihrer physiologischen Position zu stabilisieren. Konkret bedeutet das, die Bauchmuskulatur ermöglicht uns eine stabile, aufrechte Körperhaltung in den unterschiedlichsten Situationen: Zum Beispiel beim Gehen, Stehen, Sitzen, Laufen, Springen, Toben, Heben etc. Gleichzeitig übernimmt die Bauchmuskulatur eine sehr wichtige Rolle für die Position des Beckens. 

Eine stabile, aufrechte Körperhaltung und eine gesunde Beckenposition sind für alle essentiell wichtig. Insbesondere für alle mit Hüftschmerzen oder künstlichen Gelenken wünsche ich mir, dass sie ihre Bauchmuskulatur sehr gut ansteuern können. Deshalb zeige ich dir im zweiten Trainingsvideo einen (vielleicht für dich noch neuen) Ansatz, mit dem dir das gelingt. Viel Spaß dabei! Für Muskelkater übernehme ich keine Haftung“

WICHTIGER HINWEIS 

Für alle Videos der Reihe gilt:
Es ist ein konservatives Training für die OP-Vorbereitung und ab der 6. Woche Post-OP. Die gezeigten Übungen nur durchführen, wenn es die körperliche Fitness und der Gesundheitszustand zulassen und vorher mit dem Operateur / Physiotherapeuten abgestimmt ist, dass dies in Eurem speziellen individuellen Fall bereits so möglich ist. Die Übung-Videos bauen aufeinander auf. Daher nachfolgende Übung erst dann durchführen, wenn die Vorhergehende absolviert wurde.

Hier geht’s direkt zum Übungs-Video.

Hüft-Fitness Video-Reihe mit Carina

So, 22. August 2021 3 Kommentare

Carina Weidler habt Ihr ja im letzten Artikel über das Tretroller fahren schon kennnengelernt. Da sie sich als Sporttherapeutin – selbst bereits mit einer Hüft-TEP mit ihren jungen 33 Jahren ausgestattet – perfekt mit den idealen Übungen für die Hüft-Fitness vor und auch nach der OP auskennt, hat Sie mir und Euch angeboten, eine Video-Reihe mit Trainings-/Übungs-Videos zum live Mitmachen zu erstellen. Dieses Angebot habe ich natürlich sehr gerne angenommen. Ab heute startet eine lose Video-Trainings-Reihe in unserem TEPFIT-Youtube-Kanal im geplanten 14-Tage Rhythmus, die alle aufeinander aufbauen. Den Anfang macht die „Gluteale Amnesie“.

Carina Weidler

Um was geht es dabei?
Carina erklärt das wie folgt:

„Die Hüfte ist ein wahnsinnig komplexes und spannendes Gebilde. Unser kompletter Körper ist um das Hüftgelenk aufgebaut, welches unseren Oberkörper mit dem Unterkörper verbindet.
Die enormen Kräfte, die dieses Gelenk aushalten kann, faszinieren mich schon sehr lange – genauso wie die enorme Kraft, die die hüftumgebende Muskulatur aufbringen kann. 
Leider ist unser „moderner“ Lebensstil ganz und gar nicht hüftfreundlich. Wusstest Du, dass der große Pomuskel, der „Glutaeus Maximus“, einer der stärksten Muskeln des Körpers ist? Na ja, zumindestens „wäre“ er einer der stärksten Muskel des Körpers, wenn wir uns „artgerecht“ bewegen und verhalten würden. Du kannst dir vielleicht schon denken, worauf ich hinaus möchte – artgerecht bedeutet für uns Menschen nicht, den Großeil des Tages sitzend zu verbringen. Nicht nur, dass wir dabei den Glutaeus Maximus sträflich vernachlässigen – nein, wir sitzen ihn regelrecht platt. Mach dir das mal klar: Der Muskel, der eigentlich als einer der stärksten Muskeln im Körper konzipiert ist, ist der hüftstreckende Pomuskel. Wenn wir sitzen, ist der Pomuskel inaktiv, stattdessen ist der Hüftbeuger auf Spannung. Dadurch wird der Pomuskel nicht nur sehr schwach mit der Zeit, oft verlernen wir sogar, ihn richtig anzusteuern. Vereinfacht gesagt reagiert der Muskel beleidigt darauf, dass die ganze Zeit auf ihm rumgesessen wird und er nicht seiner artgerechten Funktion nachkommen darf. Irgendwann „verliert er die Lust“ und arbeitet immer weniger. Das denke ich mir nicht aus, dafür gibt es mittlerweile sogar einen Fachbegriff: „Glutaeale Amnesie“. Und die ist wirklich fatal,  denn wenn der Glutaeus Maximus nicht richtig arbeitet und gleichzeitig der Hüftbeuger immer kürzer wird, kommt die gesamte Hüft-Statik aus dem Gleichgewicht. Deshalb möchte ich im ersten Trainingsvideo damit beginnen Dir zu zeigen, wie du den Hüftbeuger öffnen kannst und wieder lernst, die Po-Muskulatur anzusteuern.“

WICHTIGER HINWEIS 

Für alle Videos der Reihe gilt:
Es ist ein Konservatives Training für die OP-Vorbereitung und ab der 6. Woche Post-OP. Die gezeigten Übungen nur durchführen, wenn es die körperliche Fitness und der Gesundheitszustand zulassen und vorher mit dem Operateur / Physiotherapeuten abgestimmt ist, dass dies in Eurem speziellen individuellen Fall bereits so möglich ist.
Da die Übung-Videos aufeinander aufbauen, bitte als erstes nachfolgende Übung absolvieren.

Hier geht’s direkt zum Übungs-Video.