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Archive for the ‘Revision’ Category

Start zurück in die Normalität

Do, 17. Mai 2018 1 Kommentar

Kapitel 3 – Ganz langsamer Start zurück in die Normalität (Post-OP Tag 3 bis zum Entlassungstag)

Die nächsten 7 Tage in der endogap bis zur Entlassung am 4.5.2018 laufen meist ähnlich ab:
Die ersten Tage begleiten mich auf Grund von immer noch erheblichen Kreislaufproblemen früh morgens Schwierigkeiten beim Aufstehen – ich bin allerdings im normalen Leben auch kein Morgenmensch! Ich musste daher erst die Physiotherapeuten davon überzeugen, dass es besser ist, wenn diese ab Mittags zu mir kommen. Das klappte dann auch nach dem ersten Tag. Physiotherapie heißt anfangs nur Aufstehen und vorsichtig einige Schritte an Gehhilfen gehen. Zunächst nur im Zimmer, dann auf dem Gang. Dazu gab es eine Art elektrische Lymphdrainage, sowie auch manuelle!

Krankenhaus-Zimmer mit Rundblick im TV-Sessel

Sehr erfreulich blieb, dass ich nach wie vor praktisch keine Schmerzen, keine Schwellungen und kaum Blutergüsse hatte. Darüber waren alle etwas verwundert. Ich hoffte, dass es so bleibt. Lediglich das Anspannen von Muskeln am arg malträtierten linken Bein quittieren diese logischerweise noch mit Schmerzen.
Am 4. Post-OP Tag war ich dann auch schon alleine unterwegs, merkte aber, dass mich ca. 300 Schritte noch ganz schön schlauchen.
Der 5. Post-OP Tag wird mir allerdings in Erinnerung bleiben:
Der Tag begann so, wie ich es liebe. Ich werde von der Dienst habenden Schwester so gegen kurz nach sieben aus dem Tiefschlaf gerissen. Ich solle sofort zum Röntgen. Mein kurzer Einwand, dass ich mich noch etwas frisch machen und Zähneputzen wollte, quittiert sie mit einem energischen „Nein“, da man bereits auf mich warte. Immerhin einen Rollstuhl-Transfer sollte ich nach kurzer Diskussion erhalten, da ich mich noch außer Stande sah, die ca. 300-350 Meter über 6 Stockwerke im Halbschlaf einigermaßen unfallfrei mit meinen Gehhilfen zu absolvieren. Und wer kommt mir auf dem Flur breit grinsend mit einem seiner Mitarbeiter mit den Worten „Schau mal, der Peter im Rollstuhl, dass es das gibt“ entgegen? Mein sehr geschätzter Chefarzt Dr. Chris Fulghum. Das ist genau mein Humor morgens gegen 7:00 Uhr.

Bei der Abschluss-Visite mit Dr. Chris Fulghum

Aber der Tag sollte noch um einiges besser werden.
Mein für diese Woche neuer Physiotherapeut Nico, ist genau meine Wellenlänge und machte mit mir sehr gute Laufübungen und zeigte mir weitere Übungen für das Theraband. Visite-Arzt Dr. Berger zeigte sich nach wie vor sehr zufrieden, auch mit dem neuen Röntgenbild und Chris Fulghum bestätigte dies nochmals.
Das nächste Highlight wird mein Duschpflaster. Ich konnte zum ersten Mal seit 6 Tagen ganz alleine duschen gehen.
Die nächsten Tage ging es stetig ganz langsam aufwärts. Treppenstufen von 10 auf 40 steigern, Mahlzeiten inzwischen alle am Esstisch sitzend, täglich morgens Duschen, reduzieren der Schmerzmittel, täglich zwischen 300 und 500 Schritten und als Highlight, auch erstmals nach der OP den sehr tiefen Komfort-TV-Sessel benutzt.
Wenn ich „es ging ganz langsam aufwärts“ sage, dann meine ich dies auch so.
Nach dem morgendlichen Komplettprogramm: Aus- und Anziehen, Rasieren, Duschen, Zähneputzen, etc. – alles bewußt ohne Hilfe – habe ich mich danach gefühlt wie nach einen 10 km-Lauf. Es hat auch ungefähr genauso lange gedauert. Schließlich muss jede Bewegung, jede Drehung, jeder Schritt, jede Beugung wohl überlegt sein, um ja da operierte Bein nicht über die genehmigten 20 Kg zu belasten und unter der 90 Grad Beugung zu bleiben.
Am letzten Tag vor den Entlassung dann Abschluss-Visite mit Dr. Chris Fulghum, der sich nun auch in einen wohlverdienten Italienurlaub verabschiedet.
Die endogap ist und bleibt für mich eine uneingeschränkt empfehlenswerte Klinik für Endoprothetik. Alles ist perfekt durchorganisiert, sämtliche Mitarbeiter, angefangen vom Chefarzt bis zu den Empfangsmitarbeitern, Schwestern, Service-Kräften, Physiotherapeuten und Reinigungspersonal, sind freundlich, kompetent und zuvorkommend. Und was natürlich das wichtigste ist, die große, jahrzehnte lange Expertise beim Gelenkersatz und/oder Revisionen.

6 plus 1 künstliche Hüftgelenke (immerhin) stehend – Ricki, Stefanie, Peter (v.l.n.r)

Langeweile stellte sich übrigens während des kompletten Krankanhausaufenthaltes keine ein. Neben den zweimal täglichen Besuchen meiner Liebsten, gab es auch mehrere Treffen mit Stefanie und Ricki, beide Mitglieder unserer geschlossenen Facebook-TEPFIT-Gruppe und zeitgleich mit mir an der Hüfte operiert. Ricki hat auf eigenen Wunsch zwei Hüften gleichzeitig und Stefanie ihre zweite erhalten. Über die schnell eingerichtete WhatsApp-Gruppe „6plus1Hips“ konnten wir uns prima abstimmen und gegenseitig aufmuntern.

Am Freitag, den 4.5.2018, chauffiert mich meine Liebste dann von Garmisch nach Rottach-Egern an den schönen Tegernsee, um dort meine Genesungsphase mit ihrer Hilfe fortzusetzen – schließlich bin ich mit permanent zwei Gehhilfen noch nicht wirklich alltagstauglich.
Ab wann wird sich das endlich ändern? Ihr erfahrt es in den nächsten Kapiteln!

Aufwachphase statt Wettkampf

Mi, 9. Mai 2018 5 Kommentare

Kapitel 2 – Die Aufwachphase – noch lange vor dem eigentlichen Wettkampf

Irgendwann, einige Stunden nach der OP, beginne ich grüne Frau- und Männchen um mich herum schemenhaft wahrzunehmen. Ein gutes Zeichen. Ich scheine zu leben – und zwar im Aufwachraum. Viel später registriere ich auch kurz meine Liebste, es ist inzwischen 20:30 Uhr am Abend der OP, wie mir am nächsten Tag mitgeteilt wird. Unbewusst, obwohl ich mir das irgendwie vorher fest vorgenommen hatte, versuche ich den Fuß meines operierten Beines zu bewegen. Es funktioniert tatsächlich und sogar völlig schmerzfrei. Ich bin beruhigt. Das, wenn auch sehr geringe OP Risiko eines Nervenschadens, ist damit ausgeschlossen. Ich falle erneut in den Tiefschlaf.

So richtig öffne ich mal kurz die Augen am nächsten Tag gegen 9:00 Uhr. Während der Nacht bekam ich noch Zufuhr von Sauerstoff durch die Nase und später dann Frühstück ans Bett. Trotz erster fester Nahrung seit über 36 Stunden hatte ich absolut noch keinen Appetit.

Revisionshüfte mit Wagnerzugang – Veröffentlichung des Röntgenbildes mit freundlicher Genehmigung der endogap durch Dr. Christian Fulghum

Dann der entscheidende Moment: Chefarzt Dr. Christian Fulghum kommt sehr erleichtert zu mir ins Zimmer und ist hocherfreut, dass der komplizierte drei Stunden-Eingriff planmäßig verlaufen ist. Wenig später erklärte mir dann mein ebenfalls sehr zufriedener Operatuer Dr. Rolf Schipp die OP nochmals im Detail. Um das komplette Zement zu entfernen, musste die Operation des Schaftes mit dem sog. Wagner-Zugang (auch Transfemoraler Zugang genannt) erfolgen. Das hat leider weniger mit klassischer Musik während der OP zu tun, als mit einer von einem Arzt namens Wagner eingeführten Technik. Der alte Schaft ließ sich lt. Dr. Schipp mit dem kleinen Finger herausziehen, aber das Herausbringen des Zementpropfens am Ende des Schaftes war die eigentliche Herausforderung. Dies mit einem Bohrer von oben vom Oberschenkel her zu versuchen ist viel zu riskant wg. der Gefahr den noch gesunden Oberschenkelknochen dort zu durchbohren, wo später die Revisionshüfte verankert werden soll. (Anm.: Der Zement ist wesentlich härter als der Knochen). Da kommt nun der Wagnerzugang zum Einsatz. Dabei wird der Oberschenkel-Knochen der Länge nach gespalten und dann aufgeklappt (Anm.: Wer das medizinisch exakt formuliert nachlesen möchte, dem sei nachfolgender Link (ab Seite 13) empfohlen). Da nun freier Zugang zum bombenfesten Restzement, besonders am Ende das alten Schaftes, gewährleistet ist, lässt sich dieser dann auch rückstandsfrei entfernen. Danach konnte ein spezieller modularer Revisionsschaft der Firma Peter-Brehm zementfrei eingebracht werden. Eine feste Verankerung findet dabei zunächst nur in den letzten 5 bis 6 cm des unteren noch intakten Oberschenkels statt (siehe Röntgenbild). Der aufgeklappte Oberschenkel-Knochen wurde nun wieder angelegt und in meinem Fall mit vier Cerclagen (ähnlich sehr dünnen Rohrschellen) befestigt.
Die Revsions-Hüftpfanne ist auch um einiges größer als die alte, da auch dort das größere Loch im Becken ausgefüllt werden musste. Es wurde eine spezielle Pfanne aus dem sehr teuren Material Tantal der Firma Zimmer ausgewählt, die dafür am besten geeignet ist. Bei der Gleitpaarung wurde auf die inzwischen gängige Kombination Keramik/Polyethylen gesetzt, wobei ein 36 mm Hüftkopf verwendet wurde. Sämtliche Braunülen, Blasenkatheder, Drainagen und der ZVK (zentrale Venen-Katheder) wurden sehr zeitnah entfernt. Das sind schließlich alles potentielle Infektions-Risiken.
Meine Liebste, die natürlich jeden Tag bei mir war, war nun auch erstmals etwas erleichtert.

Schlafen, lesen, schlafen, essen, schlafen. So verbrachte ich im Wesentlichen den 2. Tag nach der OP. Wenngleich ich Nachmittags die ersten wenigen Schritte an Gehhilfen mit der Physiotherapeutin im Zimmer absolvieren konnte, immer im Hinterkopf, dass ich das operierte Bein nur mit 20 kg belasten darf.

Arg zerrupfte Pfanne nach 21 Dienstjahren

Fabrikneu aussender Schaft mit Keramik-Kopf nach ebenfalls 21 Dienstjahren

Sowohl Chefarzt Dr. Christian Fulghum, wie auch mein Operateur sehen erneut nach
mir. Dr. Schipp verabschiedete sich bei mir in seinen nun wohlverdienten zweiwöchigen Aktiv-MTB-Urlaub (ich bin jetzt schon neidisch) – allerdings nicht ohne, dass ich ihm vorher mein Erstaunen über den fast fabrikneu aussehenden Schaft mit Keramik-Kopf und das absolut zerrupfte Polyethylen der Pfanne ausdrückte, dem man die 21 Jahre meiner sportlichen Aktivitäten wahrlich ansieht (siehe nebenstehende Fotos).
Dr. Schipp sagte dazu nur: „Ja, es war wirklich höchste Zeit“ und versicherte mir, dass während seiner Abwesenheit mein zweiter Operateur Dr. Florian Wolpert ebenso stets greifbar sei, wie sein Chef Chris Fulghum. Ich bin beruhigt und schlafe kurz darauf erneut ein. Mal sehen, wann nun wirklich mein Wettkampf starten kann.

Hüft-TEP-Komplettrevision in 3 Phasen: Aufwärmen – Ausdauerwettkampf – Auslaufen

Di, 24. April 2018 1 Kommentar

Kapitel 1 – Aufwärmphase

Wie im letzten Beitrag schon angekündigt, bricht jetzt für ca. sechs Monate eine zumindest anfangs sehr bewegungsarme und sportlose Zeit an: Ein zäher Kampf, viel Physiotherapie, Gangschule, Hartnäckigkeit, Geduld, temporäre Unzufriedenheit, Anstrengungen im Alltag, nicht vermeidbare Rückschläge und das alles mit einem heute noch nicht bekannten Ausgang hinsichtlich der Sportfähigkeit und der kompletten beschwerdefreien Ausheilung am Ende des Weges.

Letzte MTB-Tour am 21.04.2018 am Tegernsee – vier Tage vor der Revision-OP

Mein linkes künstliches Hüftgelenk wurde 1997 in Hamburg einzementiert. Eine damals gängige Methode. Erste Anfänge mit nicht zementierten Implantaten gab es zwar schon vereinzelt, aber eben noch ohne Langzeiterfahrung. Somit war meine Entscheidung aus damaliger Sicht richtig. Nachdem dann 2008 in der endogap – Garmisch auch mein rechtes defektes Gelenk durch ein neues, künstliches und natürlich zementfreies ersetzt wurde, begann die Wiederaufnahme echter sportlicher Herausforderungen, wie Sie ja alle in diesem Blog verfolgen konnten.

Dabei natürlich stets im Hinterkopf, dass mein 97er rechtes Ersatzgelenk irgendwann aufgeben würde. Erste zarte Anzeichen gab es dann vor ca. vier Jahren (2014), sowohl radiologisch als auch mit minimalen gelegentlichen Beschwerden im Oberschenkel, ungefähr dort wo sich der Titan-Schaft befindet. Natürlich ließ ich meine beiden künstlichen Hüftgelenke immer jährlich kontrollieren, aber eine eindeutige Indikation, dass nun der exakt richtige Zeitpunkt für eine Revision gekommen sei, gab es nicht.
Bei der letzten Kontrolle 2017 in der endogap – Garmisch hatte ich dann mit Chefarzt Dr. Fulghum nach einem langen Gespräch vereinbart, dass wir die Revision-OP im April 2018 in Angriff nehmen werden. Eine doch langsam überfällige Entscheidung, da ansonsten durch die Lockerungen der verbleibende Knochen immer mehr geschädigt würde. Eine Woche zum Jahreswechsel 2017/2018, in der ich kaum noch 50 schmerzfreie Schritte machen konnte, bestätige meine getroffene Entscheidung dann eindrucksvoll.
Somit war klar: Die Aufwärmphase beginnt.
Mit Aufwärmen meine ich analog zum Sport die Zeit der mentalen und körperlichen Vorbereitung für die auf 25.04.2018 terminierte Wechsel-OP und des mit diesem Tag startenden langen Ausdauer-Wettkampfes. Dazu zählen für mich nachfolgende Punkte: Stets offener Umgang mit der OP, eine absolut positive Haltung zur getroffenen Entscheidung, alle notwendigen privaten sowie geschäftlichen Vorbereitungen treffen und das zum Auslaufmodell gewordene künstliche Gelenk in der kompletten Phase noch so gut und viel bewegen wie irgend möglich. Und natürlich gibt es auch bei mir immer mal wieder kurze Momente des Zweifelns, ob die OP denn jetzt wirklich schon nötig ist und zwar besonders dann, wenn ich mal wieder eine längere schmerzfreie Phase habe, die es durchaus gibt. Nach kurzer Für- und Wider-Abwägung sind die Zweifel aber auch schnell wieder ausgeräumt.
Zur Aufwärmphase gehörte dann bei mir auch noch eine Woche Urlaub vor der OP dazu, mit traumhaftem Wetter in herrlicher Berg- und Seekulisse im Kreise meiner Familie. Zeit zum Entspannen und Relaxen vor dem Eingriff – und um auch nicht am Morgen des Klinikaufnahme-Tages in Hektik zu verfallen, sind wir schon einen Tag vorher die wenigen 60 km nach Garmisch-Partenkirchen gefahren. Meine liebe Frau wollte sowieso in der Nähe sein und so haben wir uns in kurzer Entfernung zur Klinik in einem Gästehaus für zehn Tage eingemietet.

24.04.2018 – Aufnahme-Tag in der endogap
Dieser Tag sollte unerwartet sportlich werden. Zwischen 8:30 und 16:00 Uhr gab es volles Programm und da ich unbedingt den Aufzug vermeiden wollte, standen am Ende das Tages 6000 Schritte und 1200 Treppenstufen auf meinem Tageszähler.
Das bestens organisierte Aufnahmeprogramm hier nur in Stichworten:
Begrüßung am Eingang durch Kliniklotse und direkte Gepäckabgabe – Aufnahmedokumente unterzeichnen – in die Anbulanz/Aufnahme (1. Stock) zum ausführlichen 45 Minuten Arzt-Gespräch – Blutabnahme – zur Röntgenabteilung – zurück in die Ambulanz – Bezug des Zimmers im 6. Stock – zurück in die Ambulanz zwecks Narkosegespräch – Wartezeit zu lange, daher wieder in den 6. Stock zum Mittagessen – zurück in die Ambulanz – zufälliges meet and greet mit Dr. Chris Fulghum auf dem Flur – Narkosegespräch – erneut zum Röntgen für weitere spezielle Aufnahmen – zurück ins Zimmer auf einen schnellen Kaffee – ab ins Erdgeschoss zur Physio, zwecks Aufklärung für die Post-OP Tage und Übungen mit Gehhilfen – zurück in den 6. Stock auf meinen Haupt-Operateur Dr. Rolf Schipp warten – sympathisches, gründliches, aufklärendes und Mut machendes OP Gespräch mit Dr. Schipp – Chefarzt Dr. Chris Fulghum kam natürlich auch nochmal zur Beruhigung vorbei – nach 16:00 Uhr dann ins EG mit meiner Liebsten zur Cafeteria – danach in den sehr schönen Pateintengarten zum Abendsonnen – wieder aufs Zimmmer zur vorerst letzten festen Mahlzeit.

Abendsonne am Vor-OP-Abend im Patientengarten der endogap

Ergebnisse des Aufnahme-Tages
Vollnarkose notwendig, da OP -Dauer mindestens 2-3 Stunden, Komplettwechsel Pfanne und Schaft, besondere Herausforderung dabei: Die komplette Zemententfernung am Schaftende. Das neue Revisions-Implantat (Pfanne und Schaft) sollen zementfrei werden. Dies ist ggf. nur mit dem sog. Wagnerzugang möglich. Dazu mehr in den nächsten Kapiteln Wettkampf.
Abhängig vom OP-Verlauf wollte man offen lassen, ob ich Abends noch auf mein Zimmer komme oder auf der Intensivstation übernachte.

Tag 2 – OP-Tag
Da sich meine beiden Operateure und Leitenden Ärzte Dr. Rolf Schipp und Dr. Florian Wolpert nicht unter Zeitdruck setzten lassen wollten, wurde meine OP als letzte des Tages terminiert. Um 11:15 Uhr wurde ich im Zimmer abgeholt und exakt 12:25 Uhr ging bei mir dann im Kopf das Licht aus.
Die Aufwärmphase ist zu Ende, der Wettkampf hat begonnen!

 

 

Sport mit Endoprothese – auch nach einer Revisions-OP?

Sport mit Endoprothese – auch nach einer Revisions-OP?

Antworten zu dieser Frage werden nach meinem Selbstversuch in loser Reihenfolge in den nächsten Wochen und Monaten hier zu lesen sein.
Steht doch in Kürze ein Wechsel der 21 Jahre alten und damals zementierten linken Hüfte-TEP an und natürlich kommen Fragen auf:

  • Werde ich ähnlich sportlich aktiv danach sein können wie in den letzten Jahren?
  • Kann/darf ich nach der Wechsel-OP auch wieder Laufen (Joggen)?
  • Wie haltbar und belastbar wird die Austausch-Hüfte sein?
  • Welche meiner Sportarten (Radfahren/MTB, Schwimmen, Laufen, Ski-Langlauf, Tischtennis, Cross-Shpaing, Bergwandern) werden ganz problemlos wieder möglich sein und ab wann?

Erholung und Entspannung – Tegernsee

Eine Revision-OP ist eben keine Erstimplantation und daher etwas komplizierter.
Wie es letztendlich um die Knochenbeschaffenheit rund um den gelockerten Schaft wirklich steht, kann man leider erst bei der OP selbst feststellen.
Aktuell versuche ich mich entsprechend vorzubereiten und genieße vor der Operation noch eine gute Woche Urlaub am geliebten Tegernsee mit meiner Familie, um schön entspannt und ausgeruht zu sein. Zudem werde ich, neben Spaziergängen in Berg- und See-Kulisse, noch einige lockere Runden mit dem MTB drehen, damit das Gelenk bis zu endgültigen Aufnahme in der endogap in Bewegung bleibt.
Einige sportliche Ziele habe ich mir natürlich für Anfang 2019 bereits gesteckt. Ob diese erreichbar und machbar sein werden? Ihr erfahrt es hier!