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Archive for the ‘Skisport’ Category

Fit mit künstlichen Gelenken

Artikel im DAV-Panaroma-Magazin 4/2014 über Hüft- und Knie-Arthrose und die Möglichkeiten nach einer OP von Heidi Rauch

DAV_4_2014„Klettern,Skifahren, Mountainbiken, Bergwandern – alles ist auch mit künstlichen Hüft-und Kniegelenken möglich.“ So beginnt ein dreiseitiger Artikel von Heidi Rauch im DAV-Panorama-Magazin 4/2014, August/September. Es handelt sich dabei um die Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins mit 600.000 Auflage, die 6 mal jährlich erscheint! Entsprechend groß war dann auch die Resonanz auf diese Veröffentlichung mit drei Fotos aus unseren Büchern „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“. Als Testimonials dienen unser Grafiker und Bergwachtler Hubert Hornsteiner mit einer künstlichen Hüfte (abgebildet beim Skifahren) und „Bergauf-bergab“-TV-Redakteur Michael Pause mit zwei künstlichen Knien (abgebildet als Gipfelstürmer mit zwei Stöcken).
Hier gehts zum kompletten Beitrag!

Neues Buch zum Thema Endoprothese und Sport

Knie-BücherNeues Buch zum Thema Endoprothese und Sport

Nach dem erfolgreichen Buch ‚Mut zur neuen Hüfte!‚, das im September 2012 erschienen ist und sich dem Thema Sport und Beweglichkeit mit künstlichen Hüftgelenken widmet, ist am 12.02.2014 das zweite Buch aus dieser Reihe, Mut zum neuen Knie!‘, erschienen. In diesem ‚Mutmachbuch‘ und Ratgeber (307 Seiten stark, mit 220 Fotos und Abbildungen) kommen insgesamt 18 Betroffene zwischen 44 und 84 Jahren zu Wort, die alle ihre Knie-OPs gut überstanden haben oder wie in einem Fall vermeiden konnten und ihre neue Beweglichkeit genießen – ob im Alltag, beim Bergwandern, Rennradfahren, Golfspielen, Skifahren, Tischtennisspielen oder Schwimmen. Fachwissen steuern fünf erfahrene Operateure bei. Einen breiten Raum nehmen physiotherapeutische Maßnahmen ein, in der auch besondere Therapien wie Alexander Technik und Rolfing vorgestellt werden. Ein Kapitel ist dem Thema Ernährung gewidmet. Nützliche Erläuterungen von Fachbegriffen rund um die Knie-OP von A-Z und eine Liste mit den wichtigsten Kliniken und Reha-Einrichtungen ergänzen diesen reich bebilderten Mutmach-Ratgeber. Weitere Informationen finden Sie auf der ‚Mut zum neuen Knie!‘-Webseite. Dort kann das Buch auch online bestellt werden.

„Zurück auf die Bretter“ in der Alpenregion Tegernsee Schliersee

Gerne machen wir auf nachfolgendes Programm der Alpenregion Tegernsee-Schliersee aufmerksam, dass sich an alle richtet, die nach einer Gelenk-OP oder endoprothetischer Versorgung wieder in den Skisport einsteigen möchten und zwar mit professioneller ärztlicher und physiotherapeutischer Betreuung in einer der schönsten Regionen Oberbayerns!

Der professionell betreute Wiedereinstieg in den Wintersport
Alpenregion Tegernsee Schliersee/München, 18. Dezember 2013

Die Initiatoren

Die Initiatoren v.l.n.r.: Martin Acher (OsteoZentrum Schliersee), Julia Memmert (Valife AG), Harald Gmeiner (Geschäftsführer Alpenregion Tegernsee Schliersee), Dr. Hubert Hörterer, Jonas Trojer (Valife AG) und Georg Overs (Geschäftsführer Tegernseer Tal Tourismus GmbH).

Nicht nur schmerzfrei nach einem Unfall, einer Operation oder bei chronischen Gelenk- oder Wirbelsäulenproblemen leben, sondern auch schmerzfrei Sport treiben können – im Winter 2014 zeigt die Alpenregion Tegernsee Schliersee ihren Gästen den richtigen Weg zurück zum Lieblingssport. Beim einzigartigen siebentägigen Pilotprogramm „Zurück zum Sport – SkiReha“ vom 15. bis 21. März 2014 geht es für die Wiedereinsteiger „zurück auf die Bretter“. Gemeinsam mit dem Expertenteam aus Ärzten, Physiotherapeuten und speziell geschulten Skilehrern finden mit der speziellen Technik-Taktik-Methodik sowohl untrainierte, ältere Sportler, als auch aktive Wiedereinsteiger und Leistungssportler nach Verletzung oder orthopädisch-chirurgischen Eingriffen unter fachkundiger Anleitung zurück zum Sport.

Zusammen mit dem Tourismusverband Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V. und der Tegernseer Tal Tourismus GmbH ermöglichen sechs weitere Partner aus der Region das neuartige Programm. Ideengeber Dr. med. Hubert Hörterer, Leitender Verbandsarzt Ski Alpin Deutscher Skiverband ist von dem Konzept überzeugt: „Natürlich denkt man erst mal an die Risiken beim Skisport. Wir folgen aber ganz klar der Devise: lieber beraten und begleiten, statt den Sport zu verbieten und der Patient geht ohne professionelle Anleitung ein sehr hohes Risiko ein. Und die Alpenregion Tegernsee Schliersee bietet die optimale Gelegenheit vorsichtig wieder mit dem Skifahren anzufangen – durch einfache Pisten, gut ausgebildete Skilehrer und sportbegeisterte Therapeuten und Ärzte“. Der umfangreiche Vorab-Check durch auf skispezifische Verletzungen und postoperative Handicaps spezialisierte Orthopäden und Physiotherapeuten ist für das Programm notwendig, um eine adäquate Führung in den Skikursen zu ermöglichen. Alle Ärzte und Therapeuten sind selbst begeisterte Skifahrer und haben in der medizinischen Betreuung von Skiweltcupfahrern große Erfahrung. Davon profitieren auch die Teilnehmer am Programm. Die Schulung der Grundlagen in der Theorie, „Trockenübungen“ beim vorbereitenden Training und dann das Coaching auf der Piste bauen Angst und Unsicherheiten ab und helfen zudem Gefahren zu erkennen und die Fahrsicherheit zu erhöhen. Vorbereitungs- und Entspannungstraining erhalten die Teilnehmer im Fitnessstudio. Für die Entschleunigung zwischendurch sorgen spezielle Wellness- und Kulinarikangebote.

Heidi Rauch, Peter Herrchen

Heidi Rauch und Peter Herrchen

Das Programm ebenfalls begleiten wird Heidi Rauch, die zusammen mit Peter Herrchen die Bücher „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“ geschrieben und selbst zwei künstliche Hüftgelenke hat. Sie ist begeisterte Skifahrerin und kann als „lebender Beweis“ den Teilnehmern zeigen, dass sich Kunstgelenke und Skifahren nicht ausschließen.
Mit gleicher Konzeption plant die Alpenregion weitere Kurse auch in Sportarten wie Golf und Biken.

„Zurück zum Sport – SkiReha“: Das siebentägige Programm von Samstag, den 15. bis Freitag, den 21. März 2014 beinhaltet unter anderem den Check-up beim Orthopäden und Sportmediziner Dr. med. Hörterer sowie den Therapeuten des OsteoZentrums Schliersee, vorbereitende Fitnesstrainings mit Physiotherapie bei medius medizinische fitness, eine Schulung zur richtigen Vorbereitung und Ausrüstung durch die Valife AG sowie die Skikurse mit den speziell geschulten Lehrern der Skischule Tegernsee und ein Langlauf-Training im DSV nordic aktiv Ausbildungszentrum. Zur Entspannung geht es in die monte mare Saunawelt oder auch zur Naturkäserei TegernseerLand e.G.. Abschließend stehen am letzten Tag das individuelle Skifahren und ein finales Skilehrer-Coaching mit zahlreichen Experten-Tipps für eine aktive Zukunft auf dem Programm.

Das Paket „Zurück zum Sport – SkiReha“ ist ab 799 Euro pro Person zuzüglich Übernachtung und Verpflegung, Kurbeitrag und notwendiger ärztlicher Voruntersuchung buchbar. Anfragen an den Tourismusverband Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V.
Das detaillierte Programm mit Partnerbetrieben steht unter www.tegernsee-schliersee.de/angebote/zurueck-zum-sport-skifahren zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Gesundheitsangeboten gibt es beim Tourismusverband Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V. telefonisch unter +49-(0)-8022-9273890 oder www.tegernsee-schliersee.de.

Endoprothese – Welche Sportart darf/sollte ich ausüben?

Di, 25. Januar 2011 5 Kommentare

Endoprothese – Welche Sportart darf/sollte ich ausüben?

Diese Frage ist zunächst vertrauensvoll mit Ihrem Orthopäden oder Operateur zu besprechen. Beide werden vermutlich zu Gelenk schonenden Sportarten raten, wie Radfahren, Schwimmen, Wandern oder auch Nordic Walking. Als ganz besonders gelenkschonende und sehr intensive Ausdauersportart ist auch das noch recht junge Cross-Shaping zu empfehlen. Abraten werden die Ärzte in der Regel vom Kampfsportarten, bzw. Sportarten mit starkem Körperkontakt (Handball, Fußball). Hier liegen die Bedenken allerdings nicht in der Sportart selbst – Fußball ausgenommen – sondern beim erhöhten Verletzungs- und Sturzrisiko. Als nicht empfehlenswert gelten auch Sportarten mit kurzen, schnellen Dreh- und Rotationsbewegungen, wie Tennis, Squash, Tischtennis, Badminton. Vom Reiten wird bei Hüft-Endoprothesen in der Regel auch abgeraten wegen der permanenten Erschütterung. Extremsportarten wie Fallschirmspringen, Free-Climbing oder auch professionelles Bergsteigen (Alpinklettern) lasse ich mal einfach außer Betracht. Soweit zu den bekannten ärztlichen Empfehlungen, sie sich auch in nahezu jeder Klinik-Broschüre zum Thema Endoprothese wieder finden.

So nachvollziehbar und schlüssig die vorstehenden Empfehlungen auch sind, gibt es wie überall auch Abweichungen von diesen unter Berücksichtigung nachfolgender individueller Gegebenheiten:

  • Alter der Betroffenen
  • Allgemeine sportliche Fitness vor der Operation
  • Verlauf der Operation
  • Art der Operation (Hüfte oder Knie)
  • Sportlicher Anspruch
  • Ausgeübte Sportart vor der Operation

Wurde vor der Operation intensiv eine Sportart, die nicht in die Kategorie Gelenk schonend gehört, betrieben und auch entsprechend beherrscht, so kann diese in der Regel auch nach der Operation ausgeübt werden. Die Gefahr falscher Bewegungen reduziert sich durch die Professionalität in dieser Sportart. Wenig Sinn macht es dagegen, nach einer Hüft- oder Knie-Operation z.B. neu mit Ski-Alpin anzufangen.

Übergewichtige sollten, wenn sie mit Sport nach der Operation beginnen, unbedingt Ihr Gewicht reduzieren und so lange auf eine Gelenk schonende Sportart ausweichen (Schwimmen, Radfahren), bis das Idealgewicht erreicht ist. Jedes Gramm weniger schont die Gelenke und erst recht Ihr Implantat.

Aus meiner Erfahrung als sehr aktiver Sportler gilt: Wenn jemand seinen Körper gut kennt und dessen Signale ‚lesen’ kann, wird er seine sportlichen Aktivitäten so dosieren, dass diese auch mit einer Hüft- oder Knie-Endoprothese problemlos vereinbar sind. Besondere Risiken in der jeweiligen Sportart sollten dabei vermieden werden, wie z.B. MTB-Downhills oder extreme Pisten beim Ski-Alpin.

Ich selbst betreibe mit 2 künstlichen Hüftgelenken folgende Sportarten ohne Probleme unter Vermeidung oben genannter Risiken: Tischtennis, Triathlon (Schwimmen, Radfahren, Laufen), Skilanglauf, Bergwandern und Krafttraining. Dabei habe ich einige Sprinttriathlon- und Lauf-Wettkämpfe, darunter auch einen Halbmarathon, bestritten.

In dem Zusammnhang möchte ich auf eine interessante Dissertation zum Thema ‚Sport mit Endoprothese – Was ist gesichert?‘ verweisen.