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Archive for the ‘Tennis’ Category

Weihnachtsgeschichten – Ironman mit Spenderherz oder ohne Bein und Hüftpfanne

So, 25. Dezember 2016 1 Kommentar
Natur und Bewegung genießen

Natur und Bewegung genießen

Natürlich dürfen in der Weihnachtszeit die Weihnachtsgeschichten nicht fehlen. Ich habe mir heute mal exemplarisch drei herausgegriffen die zeigen, dass der Mensch zwar (noch) nicht über das Wasser gehen kann wie Jesus, aber unglaubliche Fähigkeiten entwickeln kann, wenn er nur will.

In den etwas ruhigeren Weihnachtstagen hat mich ein Artikel im Münchner Merkur besonders berührt. Es wird die Geschichte des jungen Mannes Elmar Sprink erzählt, dem 2012 ein neues Herz transplantiert wurde. Es setzte sich nach 189 Tagen im Krankenhaus liegend ganz kleine Ziele: An die frische Luft gehen, Kaffee trinken, sich mit Freunden treffen, einen Spaziergang machen.
Als das funktioniert, wird er etwas verwegener und träumt davon, wieder mal seine Hausrunde in Köln laufen zu können. 2 Jahre nach seiner Herztransplantation finished er seinen ersten Ironman in der Langdistanz. Aber lest hier selbst seine unglaubliche Geschichte.

Nicht minder beeindruckt hat mich der Triathlet Christian Troger. Er wird 1983 ohne linkes Bein und Hüftpfanne geboren. Seine Ärzte prognostizieren, dass er niemals wird Laufen können. Damit fand er sich zunächst ab und wurde Kettenraucher und Partygänger ohne wirkliches Lebensziel, bis das Zuschauen bei einem Triathlon sein Leben veränderte. Er wurde selbst Profi-Triathlet. Seine beeindruckende Geschichte kann man in seinem Buch Geht nicht – läuft! nachlesen. Seine Profi-Karriere hat er inzwischen beendet. Er hält heute unter anderem Vorträge über Ziele und Motivation.

Dagegen nehmen sich die kleinen sportlichen Erfolge der über 1160 Mitglieder der TEPFIT-Gruppe zwar eher bescheiden aus, sind nicht minder beeindruckend. Die meisten in der Gruppe kämpfen sich nach mehreren, teils schwierigen Operationen wieder ins bewegte Leben zurück. Sei es mit Wandern, Radfahren, Tennis spielen, Skifahren, Laufen, Yoga, Nordic Walking, Reiten, Golfen, Cross-Shaping, Bergsteigen oder einfach mit langen ausgedehnten Spaziergängen mit und ohne Hund.

Alle drei Geschichten oder nennen wir es Beispiele haben eines gemein: Ohne den medizinischen Fortschritt, hätte es keine der o.g. Stories gegeben. Elmar Sprink wäre viel zu früh an seinem kranken Herz gestorben, Christian Troger wäre ohne HighTec-Prothese vermutlich Kettenraucher geblieben und die Mitglieder der TEPFIT-Gruppe würden früher oder später ihr Leben im Rollstuhl beenden.

Seien wir froh, dass wir in der westlichen Welt – und besonders in Deutschland – einen so hohen medizinischen Standard, sowie viele gute und verantwortungsvolle Ärzte, Physiotherapeuten und Medizinwissenschaftler haben. Dass es dabei immer noch etwas zu verbessern gibt und auch Fehler passieren, ist leider systemimmanent.

Da gilt der gute alte Spruch: No risc, no fun!

In diesem Sinne: Allen ein friedliches Weihnachtsfest und ein bewegtes Jahr 2017 voller Energie und Motivation!

 

Sport mit Endoprothese? – Die Schön-Kliniken sagen JA!

So, 24. April 2016 2 Kommentare

Nachfolgend ein Artikel auf der Seite der Schön-Kliniken zum Thema Endoprothese und Sport. Auch wenn dieser Beitrag keine sensationellen Neuigkeiten enthält, so gibt er dennoch eine gute Richtschnur für Betroffene vor, wenn auch mit ein paar Ungereimtheiten: Tischtennis und Tennis werden z.B. als bedingt geeignete Sportarten empfohlen, gleichzeitig sollen aber lt. diesem Artikel abrupte Drehbewegungen vermieden werden. Das passt nicht zusammen, zumindest nicht im höherklassigen Wettkampf-/Mannschaftssport!

Die Angst vieler Patienten: Darf ich mit einem künstlichen Gelenk überhaupt noch sportlich aktiv sein? JA, unbedingt sagt der Experte. Hier geht es zum kompletten Artikel

Jubiläum am Tegernsee: Das fünfte Mal zum Achtzigsten

Mi, 15. Oktober 2014 3 Kommentare
Tegernseelauf 2014

Tegernseelauf 2014

Was hat es damit auf sich? Wer auf der Seite „Über mich“ aufgepasst hat weis, dass ich heuer immerhin schon 57 Jahre alt geworden bin. Wer dann noch meine beiden OP-Termine kennt, kann die „Laufzeit“ meiner beiden Hüften korrekt mit 17 und 6 Jahren identifizieren. Somit haben meine beiden Metall-Polyethylen-Titan-Freunde zusammen mit mir dieses Jahr den Achtzigsten gefeiert. Bleibt noch die Zahl 5. Nach meiner zweiten OP im April 2008 war ich, wie den meisten meiner Leser bekannt ist, körperlich und sportlich so fit und komplett wieder hergestellt, dass ich mich entschloss, nach dem Vorbild meiner lieben Frau, eine Sportart zu betreiben, die ich im Alter von ca. 20 Jahren einstellen musste: Nämlich das Laufen/Joggen. So kam es, dass ich im September 2009 zum ersten Mal am Tegernseelauf in unserer Zweitheimat teilgenommen habe, seinerzeit nur die 10 km. Neben zahlreichen Lauf- und Triathlonwettkämpfen ließ ich in der Folge bis auf ein Jahr, nämlich 2011, keinen Tegernseelauf aus. 2010, 2012 und 2013 reichte es jeweils zu einem Halbmarathon. Und nun 2014, schließt sich der Kreis. Dieses Mal wartete in Anbetracht der etwas in die Jahre gekommenen linken künstlichen Hüfte wieder die 10 km Strecke, sowie im Ziel Freunde und Familie auf mich, um meine bisher langsamste 10 km-Zeit entsprechend zu würdigen.
Traurig war und bin ich darüber keine Sekunde. Wie sehr konnte und kann ich mich daran erfreuen, dass ich seit meinen Aufzeichnungen 2009 absolut problemlos und schmerzfrei knapp 5000 Laufkilometer zurücklegen konnte, neben den anderen sportlichen Aktivitäten wie Tischtennis, Schwimmen, Mountainbike, Tennis, Bergwandern und Skilanglauf.
So werde ich mich auch ganz unaufgeregt und in Ruhe langsam mit dem Gedanken vertraut machen, dass möglicherweise 2016 ein TEP-Wechsel notwendig wird. Bis dahin werde ich, mit ärztlichem Rat abgesichert, die sportlichen Aktivitäten keineswegs einschränken. Schließlich wollen Muskeln, Sehnen und Bänder gut trainiert in eine OP gehen.

Auch das geht: Sport mit Endoprothese

Sa, 16. August 2014 1 Kommentar

Nach dem Ersatz von arthrotischen und funktionsuntüchtigen Gelenken durch Endoprothesen können an Bewegung interessierte Menschen in der Regel wieder Sport treiben. – Pressemitteilung des DGSP vom 14.08.2014

Diese Erkenntnis ist natürlich für Leser dieses Blogs nicht neu, untermauert aber, dass mit künstlichen Gelenken fast alles wieder möglich ist. Dabei werden auch Joggen, Tennis, Tischtennis, Ski Alpin und Skilanglauf bedingt empfohlen, alles Sportarten, die ich selbst – außer Ski Alpin – betreibe. Allenfalls interessant ist, dass von Mountainbiking abgeraten wird, hauptsächlich aber wegen der Sturz- und damit Verletzungsgefahr. Die DGSP – Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention – Deutscher Sportärztebund hat eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben, die Sie hier komplett lesen können!

FiveArtHips – Mit Ausgleichssportarten Trainingsanreize schaffen

FiveArtHips – Mit Ausgleichssportarten Trainingsanreize schaffen

Glaubt man allen einschlägigen Trainingsplänen und klugen Zeitschriften, so soll man das Training abwechslungsreich gestalten und immer mal wieder mit Alternativsportarten Trainingsanreize schaffen. Dies habe ich natürlich verinnerlicht. Als ob Laufen, Schwimmen, Mountainbiken und Tischtennis spielen nicht schon genug Alternativsportarten seien, kam ich auf die Idee, nach gut 6 Jahren wieder mal den Tennisschläger in die Hand zu nehmen, um natürlich auf Anhieb genauso gut und sicher zu spielen wie früher. Der ausgesuchte Gegner, ein regelmäßig im Verein spielender Tennisspieler und Freund. Ob die Idee wirklich so gut war oder ich die Trainingspläne doch nur falsch verstanden habe? 2 Stunden und 4 hoch verlorene Sätze später spüre ich Muskel an Stellen an denen ich überhaupt keine vermutet hätte! Hoffentlich läßt der Morgen zu erwartende Muskelkater zu, mein Lauftraining für das FiveArtHips-Projekt fortzusetzen. Aber bis 8.7.2012 ist ja noch genug Zeit für weitere alternative Trainingsanreize. Hoffentlich verpasse ich dabei nicht die Tapering-Phase.

Endoprothese – Welche Sportart darf/sollte ich ausüben?

Di, 25. Januar 2011 5 Kommentare

Endoprothese – Welche Sportart darf/sollte ich ausüben?

Diese Frage ist zunächst vertrauensvoll mit Ihrem Orthopäden oder Operateur zu besprechen. Beide werden vermutlich zu Gelenk schonenden Sportarten raten, wie Radfahren, Schwimmen, Wandern oder auch Nordic Walking. Als ganz besonders gelenkschonende und sehr intensive Ausdauersportart ist auch das noch recht junge Cross-Shaping zu empfehlen. Abraten werden die Ärzte in der Regel vom Kampfsportarten, bzw. Sportarten mit starkem Körperkontakt (Handball, Fußball). Hier liegen die Bedenken allerdings nicht in der Sportart selbst – Fußball ausgenommen – sondern beim erhöhten Verletzungs- und Sturzrisiko. Als nicht empfehlenswert gelten auch Sportarten mit kurzen, schnellen Dreh- und Rotationsbewegungen, wie Tennis, Squash, Tischtennis, Badminton. Vom Reiten wird bei Hüft-Endoprothesen in der Regel auch abgeraten wegen der permanenten Erschütterung. Extremsportarten wie Fallschirmspringen, Free-Climbing oder auch professionelles Bergsteigen (Alpinklettern) lasse ich mal einfach außer Betracht. Soweit zu den bekannten ärztlichen Empfehlungen, sie sich auch in nahezu jeder Klinik-Broschüre zum Thema Endoprothese wieder finden.

So nachvollziehbar und schlüssig die vorstehenden Empfehlungen auch sind, gibt es wie überall auch Abweichungen von diesen unter Berücksichtigung nachfolgender individueller Gegebenheiten:

  • Alter der Betroffenen
  • Allgemeine sportliche Fitness vor der Operation
  • Verlauf der Operation
  • Art der Operation (Hüfte oder Knie)
  • Sportlicher Anspruch
  • Ausgeübte Sportart vor der Operation

Wurde vor der Operation intensiv eine Sportart, die nicht in die Kategorie Gelenk schonend gehört, betrieben und auch entsprechend beherrscht, so kann diese in der Regel auch nach der Operation ausgeübt werden. Die Gefahr falscher Bewegungen reduziert sich durch die Professionalität in dieser Sportart. Wenig Sinn macht es dagegen, nach einer Hüft- oder Knie-Operation z.B. neu mit Ski-Alpin anzufangen.

Übergewichtige sollten, wenn sie mit Sport nach der Operation beginnen, unbedingt Ihr Gewicht reduzieren und so lange auf eine Gelenk schonende Sportart ausweichen (Schwimmen, Radfahren), bis das Idealgewicht erreicht ist. Jedes Gramm weniger schont die Gelenke und erst recht Ihr Implantat.

Aus meiner Erfahrung als sehr aktiver Sportler gilt: Wenn jemand seinen Körper gut kennt und dessen Signale ‚lesen’ kann, wird er seine sportlichen Aktivitäten so dosieren, dass diese auch mit einer Hüft- oder Knie-Endoprothese problemlos vereinbar sind. Besondere Risiken in der jeweiligen Sportart sollten dabei vermieden werden, wie z.B. MTB-Downhills oder extreme Pisten beim Ski-Alpin.

Ich selbst betreibe mit 2 künstlichen Hüftgelenken folgende Sportarten ohne Probleme unter Vermeidung oben genannter Risiken: Tischtennis, Triathlon (Schwimmen, Radfahren, Laufen), Skilanglauf, Bergwandern und Krafttraining. Dabei habe ich einige Sprinttriathlon- und Lauf-Wettkämpfe, darunter auch einen Halbmarathon, bestritten.

In dem Zusammnhang möchte ich auf eine interessante Dissertation zum Thema ‚Sport mit Endoprothese – Was ist gesichert?‘ verweisen.