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Posts Tagged ‘Arthrose’

Arthrose, Endoprothese, Schonung, Sport oder was jetzt?

So unterschiedlich wie Endoprothesen-Modelle, Arten der Arthrose und Ärztemeinungen, sind auch die Aussagen zu Sport und Bewegung mit Endoprothesen oder ohne, aber bereits in einem der vier Arthrosestadien. War man vor 15 Jahren noch einhellig der Meinung, ein künstliches Gelenk zu schonen, um es damit möglichst lange zu erhalten, so setzt sich inzwischen, sicherlich Neroman11_560auch dank besserer Materialien, ebenso einhellig die Meinung durch, dass ein künstliches Gelenk unbedingt bewegt und nicht geschont werden will. Der Grund ist ebenso einfach wie einleuchtend: Nur ein aktiver und gesunder Knochen kann die eingewachsene Prothese dauerhaft halten und Lockerungen vorbeugen. Siehe nachfolgenden Artikel zu diesem Thema bereits aus dem Jahre 2011. Und einige Kliniken, wie z.B.: die endogap in Garmisch-Partenkirchen bieten sogar selbst entsprechende Sportkurse für Endopthrothesen-Träger an. Nachdem also nun diese Thematik aufgearbeitet ist, fängt eine neue Diskussion darüber an, wie man sich bei Arthrose und vor der Entscheidung zu einer Gelenk-OP verhalten soll. Unstrittig ist, dass eine begonnene Arthrose nicht geheilt werden kann. Wohl aber kann das Fortschreiten verlangsamt – wenn auch nicht vollständig gestoppt – und die Beschwerden über einen längeren Zeitraum gelindert werden. Das Zauberwort lautet hier: Bewegung, Gewichtsreduktion (sofern nötig) und moderater Sport. Zwei dazu passende Artikel sind aktuell gerade in der ‚Rentner-Bravo‘ (der Apotheken-Umschau) erschienen. Einmal zum Thema Bewegung und Sport bei Arthrose und einmal speziell zum Thema Knie-Arthrose. Auf einen ähnlichen Artikel aus ihrazrt.de wurde bereits hier im Blog hingewiesen. Also auf zu sportlicher Betätigung, besonders jetzt in der beginnenden grauen und dunklen Jahreszeit. Und wen es partout nicht nach Draußen zieht, der ist auch im Studio oder auf dem Hometrainer gut und besser aufgehoben, als auf der Couch.

Infektionen nach Gelenk-OPs steigen

Nachfolgend ein Artikel aus der SZ vom 25.09.2015, der nachdenklich macht und zugleich meine These bestätigt, sich nur in den TOP-Kliniken für Endoprothetik mit öffentlich einsehbaren und erwiesenen niedrigen Komplikation- und Infektionsraten operieren zu lassen. Der Artikel zeigt aber auch das Dilemma des Kostendrucks der Kliniken versus neue Verfahren und deren Anerkennung durch unabhängige und teure Studien.

Hüftschaden
Künstliche Gelenke ermöglichen vielen Menschen ein besseres Leben. Manchmal aber führen sie zu gefährlichen Infektionen. Ein neuer Test könnte helfen. Doch wichtige Studien fehlen.

Von Edda Grabar …mehr

 

Mythos oder Wahrheit: Ist Joggen schlecht fürs Knie?

Mythos oder Wahrheit: Ist Joggen schlecht fürs Knie? – Ärztezeitung – 13.08.2015
– Auch die Fachwelt ist sich uneins –

Ob Joggen den Knien schadet, ist seit jeher umstritten. Sportmediziner haben die aktuelle Studienlage jetzt intensiv unter die Lupe genommen.  mehr »

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Neue Methoden sollen Früherkennung von Arthrose verbessern

Interessante Möglichkeit zur Früherkennung von Arthrose aus dem Ärzteblatt.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat auf Möglichkeiten zur Früherkennung von Knorpelschäden hingewiesen. Häufig werde Arthrose zu spät erkannt, wenn der Verschleiß der Gelenke bereits …mehr

 

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150.000 Zugriffe, 150 TEPFITte, viel Klärungsbedarf, Halbmarathon-Finisher und endogroup

150.000 Seitenzugriffe

Zunächst freue ich mich, dass dieser Blog seit einigen Tagen 150.000 Seiten-Zugriffe überschritten hat. Dies zeigt, dass die Informationen die hier zusammengetragen werden und wurden innerhalb der Gruppe der Betroffenen eine hohe Relevanz haben. Um eine noch größere Anzahl von Arthrosegeplagten zu erreichen, wurde vor gut sieben Wochen zusätzlich die Facebook-Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie) ins Leben gerufen. Auch wenn hier im Blog Kommentare hinterlassen kann, was auch rege genutzt wird, so ist eine Interkommunikation im Social Media einfach besser abzubilden.

Knapp 150 Mitglieder

Was lag da also näher, als Facebook mit seinen 1,5 Milliarden Nutzern weltweit und 30 Millionen in Deutschland dafür zu nutzen.
Durchaus überrascht hat uns, dass unsere Gruppe in der kurzen Zeit fast 150 Mitglieder zählt. Dies entspricht ca. 20 Neuanmeldungen pro Woche. Ebenfalls überrascht sind wir von dem großen Anteil an sehr jungen Mitgliedern, die bereits künstliche Gelenke haben oder kurz davor stehen.

Viel Klärungsbedarf

Regelrecht entsetzt sind wir darüber, wie groß immer noch die Informationsdefizite und Verunsicherungen bei dem Thema künstliche Gelenke sind. Trotz einer Fülle von Informationen, die über unterschiedliche Quellen verfügbar sind, stehen sehr viele unbeantwortete Fragen im Raum. Eine große Verunsicherung entsteht dadurch, dass unsere Gruppenmitglieder bei Ihren Ärzten, im Krankenhaus oder bei Reha-Aufenthalten sehr vielstimmige Handlungsempfehlungen erhalten. Diese reichen von ‚Nie wieder auf der operierten Seite schlafen‘ über ‚Bis zu 12 Monaten nach der OP kein Fahrrad fahren‘ bis hin zu ‚Nach 3-4 Monaten können Sie ruhig mit dem Joggen anfangen‘. Da bleibt es schwierig für den Einzelnen, sich zu orientieren. Genau hier setzt unsere Gruppe an. Alle diese Fragen und Unsicherheiten können gepostet werden und werden meist in wenigen Minuten von den anderen Mitgliedern beantwortet. Da auch einige Orthopäden und Physiotherapeuten mit von der Partie sind, sind die Antworten sehr oft entsprechend fachlich untermauert.

Dirk Reidenbach

Dirk Reidenbach (li) mit Peter Herrchen

Gutenberg-Halbmarathon 9 Monate nach Hüft-TEP

Gratulieren möchten wir an dieser Stelle dem TEPFIT-Mitglied Dirk Reidenbach, der exakt 9 Monate nach dem Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes am 10. Mai 2015 in Mainz den Halbmarathon in einer hervorragenden Zeit von 2:11:06 gefinished hat. Fünf Monate zuvor hatte er erst wieder mit dem Laufen begonnen (vier Monate nach der OP).

Dirk ist ein Beispiel dafür, was alles mit einem künstlichen Gelenk möglich ist und das, obwohl die Voraussetzungen alles andere als günstig waren: Hatte er doch auf Grund eines sechs Monate zuvor erlittenen Unfalls und eines damit verbundenem unentdeckten Risses im Hüftkopf ein künstliches Gelenk erhalten müssen. Gut, dass er einen Operateur hatte, der sportliche Aktivitäten trotzdem für gut befand.

Peter Herrchen, Betreiber dieses Blogs und der TEPFIT-Gruppe, ließ es sich nicht nehmen, Dirk persönlich anzufeuern und zu gratulieren.

endgroup

Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen und auch Mitglied der TEPFIT-Gruppe, hat zusammen mit vier anderen Endoprothetik-Zentren in Deutschland die endogroup ins Leben gerufen.
‚Fünf auf dem Gebiet der Endoprothetik führenden Kliniken bilden endogroup. Durch die Kooperation soll ein Zugewinn in der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung, der Mitarbeiterzufriedenheit und der Organisation unserer Abteilungen erreicht werden‘, erläutern die Betreiber auf ihrer Seite.
Umfassend und anschaulich wird über die Hüft- und Knie-Endoprothetik informiert, sowohl was die OP selbst als auch die möglichen Implantat-Varianten (Gleitpaarungen) betrifft. In der Rubrik ‚Knowledge-Center‘ werde alle Begriffe rund um die OP alphabetisch erläutert und die häufigsten Fragestellungen beantwortet.
Selbstverständlich gelangt man über endogroup-Seite auch zu den jeweiligen Klinik-Webseiten und deren Chefärzte!

TEPFIT, Cross-Shaping und junge TEP-Träger

So, 19. April 2015 4 Kommentare

Mitte März haben wir unsere Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken‘ gegründet mit dem Ziel, ein seriöses Forum für Arthrose-Betroffene, die vor der Entscheidung für ein künstliches Gelenk stehen oder bereits eines erhalten haben, zu bieten. Unsere Erwartungen wurden bisher weit übertroffen: Nach exakt fünf Wochen hat unsere Gruppe schon 84 Mitglieder! Darunter aktuell fünf Ärzte, die uns als Experten mit Rat und Tat zur Seite stehen und die wir ggf. auch außerhalb der Gruppe bei speziellen Fragen kontaktieren können. Dafür herzlichen Dank!

csIch hatte schon einige Male hier in meinem Blog auf die gelenkschonende aber doch noch recht unbekannte Sportart Cross-Shaping hingewiesen. Über unsere TEPFIT-Gruppe haben wir jetzt zusammen mit dem Hersteller eine Möglichkeit gefunden, den CrossShaper vergünstigt zu beziehen. Wer Interesse an einem Kauf hat, sendet mir bitte eine eMail mit vollständigem Namen an nachfolgende Cross-Shaper-Adresse.
Der- oder diejenige erhält von mir einen persönlichen Gutschein-Code, der bis 30.06.2015 gültig ist, sowie eine Liste mit allen derzeitigen Trainern und Ansprechpartnern für den CrossShaper in Deutschland. Dort können Sie den CrossShaper nach Rücksprache auch vor dem Kauf ausprobieren. Der Gutschein-Code kann im Online-Shop eingelöst werden und berechtigt zu einem 20%-igen Rabatt.

Mit Überraschung haben wir festgestellt, dass es scheinbar zunehmend sehr junge Patienten gibt, die ein künstliches Gelenk benötigen oder bereits eines haben. In unserer TEPFIT-Gruppe sind einige unter 30 Jahren dabei. Der Grund ist allerdings meist entweder ein Unfall oder eine nicht optimal verlaufene Umstellungs-Osteotomie in ganz jungen Jahren. Dies zeigt aber auch, dass man in der Sturm- und Drangzeit nicht mehr zur Bewegungsunfähigkeit verdammt sein muss, sondern durch immer bessere Implantate mit längerer Haltbarkeit, sowie durch schonende OP-Techniken, die Operationen heute schon viel früher durchgeführt werden können.

TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken

So, 22. März 2015 1 Kommentar

TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken – exklusives Austauschforum
Letzte Aktualisierung: Oktober 2019

Dieser Blog besteht nun seit über acht Jahren und hat über 300.000 Seitenabrufe. Es sind daraus inzwischen zusammen mit Heidi Rauch zwei Bücher (‚Mut zur neuen Hüfte!‘ und ‚Mut zum neuen Knie!‘) entstanden, ersteres bereits in der zweiten Auflage. Ich habe zu ganz vielen Betroffenen Kontakt über meinen Blog erhalten und es sind hunderte von eMails außerhalb dieses Blogs mit Betroffenen ausgetauscht worden. Das Wesen dieses Blogs ist es, Informationen bereit zu stellen, die zwar kommentiert werden können, aber nicht für einen schnellen und zügigen Erfahrungsaustausch der Blog-Leser untereinander geeignet sind. Aus diesem Grund haben Ulrike Steyer, die ich auch über diesen Blog und unsere Bücher kennengelernt habe, und meine Wenigkeit nach Wegen gesucht, einen permanenten Austausch von Betroffenen untereinander zu etablieren.

Dr. Christian Fulghum

Dr. Christian Fulghum

Nach kurzer Überlegung haben wir uns für eine geschlossene Facebook-Gruppe entschieden, wohl wissend, dass wir damit nicht alle erreichen können – und zwar aus folgenden Gründen: Diese kann schnell von überall von uns moderiert und begleitet werden, worauf wir großen Wert legen. Facebook ist auf jedem Smartphone, Tablet/Pad und PC gleichermaßen verfügbar und die Gruppenmitglieder können damit zeitnah interagieren.

Eventuelle Nachteile, wie den Ausschluss von ‚Facebook-Verweigerern‘, zu denen eine Zeit lang auch meine liebe Mitautorin Heidi Rauch gehörte, keine Möglichkeit nach Themen zu strukturieren oder auch das Risiko, dass unsachliche oder beleidigende Beiträge zunächst online gehen, nehmen wir dabei in Kauf. Letzteres versuchen wir drei Moderatoren (Ulrike, Therese und ich) allerdings zu verhindern, indem wir die Gruppe so zeitnah wie möglich begleiten und moderieren und dabei ggf. Beiträge wieder entfernen oder im Extremfall auch Gruppenmitglieder ausschließen.

Dr. Georg Kaupe

Dr. Georg Kaupe

Im Gegenteil: Unser Anspruch, das Niveau dieser Gruppe möglichst hoch zu halten, nur sachliche und kompetente Beiträge, Fragen und Antworten zu ‚posten‘ und vor allen Dingen neben den Betroffenen auch wirkliche Experten ins Boot zu holen, ist bis jetzt voll aufgegangen. Stand Oktober 2019 hat die Gruppe bereits knapp 3300 Mitglieder mit einem kontinuierlichen Wachstum von 50-70 Neuzugängen pro Monat. Darunter u.a. mit Dr. Georg Kaupe, Dr. Christian Fulghum und  Dr. Holger Haas drei renommierte Orthopäden, deren Spezialgebiet im Falle von Dr. Christian Fulghum und Dr. Holger Haas die Endoprothetik in Verbindung mit entsprechender sportlicher Betätigung ist und im Falle von Dr. Georg Kaupe die Sportmedizin. Letzterer hat dazu ein spezielles Trainingsgerät, den Cross-Shaper, der inzwischen in Nordic Cross Trainer umbenannt wurde, entwickelt und Dr. Christian Fulghum hat das ENDOFIT-Programm in seiner Klinik aufgelegt.

Dr. Holger Haas

Dr. Holger Haas ist maßgeblich an endoCert, dem Zertifizierungssystem für Endoprothetik beteiligt.
Die Liste der Experten (Fachärzte, Physiotherapeuten, medizinische Fachjournalisten, Trainer, Sportwissenschaftler) ist inzwischen beachtlich gewachsen und bewegt sich im mittlerem zweistelligen Bereich.
Eine vollständige Liste der Experten ist in der FB-Gruppe selbst unter Dateien zu finden.
Natürlich sind wir ständig bestrebt noch weitere Fachleute für uns zu gewinnen.
Haben wir auch Ihr Interesse geweckt, dann beantragen Sie doch einfach den Beitritt zur Gruppe.

 

Danke für 35.000 Seitenaufrufe 2014

Do, 25. Dezember 2014 1 Kommentar

Auch dieses Jahr ein ganz herzliches Dankeschön an meine Blog-Leser, Follower, Kommentatoren und Abonnenten für die Treue, verbunden mit einem kleinen persönlichen Jahresrückblick.

Wer sich an meinen Jahresrückblick 2013 noch erinnert (und wer tut das nicht?) hat mein Klagen ob der Zeitverschwendung durch die permanente und dauerhafte Erreichbarkeit in Zusammenhang mit eMails, Posts und Social Media Aufwand im Ohr. Zumindest ist es mir im diesen Jahr gelungen die Anzahl der privaten empfangen und geschriebenen Mails um fast 40 % zu reduzieren. Die Anzahl meiner Blog-Beiträge und die Aufrufe durch Sie, meine geschätzten Leser, sind dagegen erfreulicherweise konstant geblieben.

Winterstimmung am schönen Tegernsee

Winterstimmung am schönen Tegernsee

Sportlich ist es mir gelungen das Pensum aus 2013 aufrecht zu erhalten, auch wenn es bei der letzten jährlichen Untersuchung meiner Hüftgelenke im Bezug auf die etwas in die Jahre (fast 18) gekommene linke Seite röntgentechnisch erste Anzeichen einer Lockerung zu geben scheint. Mein linker Oberschenkel hat dies bisher mit drei, bis zu vier Tagen dauernden Schmerzphasen, im abgelaufenen Jahr scheinbar bestätigt, wenn auch seit nunmehr drei Monaten wieder ‚alles‘ ruhig ist. Sollte tatsächlich 2015, 2016 oder 2017 ein Wechsel notwendig werden, so hat das gute, alte Stück doch sensationell über dann fast 20 Jahre seinen bei mir recht anstrengenden Dienst klaglos versehen.
Ganz im Sinne meines Blogs, Endoprothese und Sport, verkauft sich unser 2014 erschienenes neues Buch ‚Mut zum neuen Knie!‘ erfreulicherweise genauso gut und konstant wie das Ende 2012 erschienene Buch ‚Mut zur neuen Hüfte!‘. Spätestens 2016 wird für letzteres wohl eine zweite Auflage notwendig werden. Ein herzliches Dankeschön auch an meine liebe Mitautorin Heidi Rauch, ohne die der Erfolg der Bücher nicht möglich gewesen wäre.
Ein neues Sportgerät namens ‚Cross-Shaper‚ konnte ich in diesem Jahr ebenfalls testen. Dank des Erfinders Dr. med. Georg Kaupe, der mir über die Herstellerfirma ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat, hatte ich die Gelegenheit, mich von dem für ‚Gelenk- und Arthrosegeschädigte‘ hervorragend geeigneten und sehr effektiven Sportgerät zu überzeugen. Sollte ich vor einer eventuell notwendigen Wechsel-OP tatsächlich zeitweise nicht mehr joggen können, werde ich mich noch intensiver dem Cross-Shaping widmen.
Ein Dankeschön auch an Dr. med. Christian Fulghum und die endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen, die auf ihren neu gestalteten Web-Seiten sowohl auf meinen Blog, wie auch auf unsere beiden Bücher verweisen!
Bleiben Sie mir wenn möglich auch 2015 treu, schreiben Sie mir, kommentieren Sie meine Beiträge und stellen Sie mir Ihre Fragen. Ich werde wie die vergangenen Jahre versuchen, sehr zeitnah darauf zu reagieren!

In diesem Sinne: Allen noch einen geruhsamen 2. Weihnachtstag, einen perfekten Start ins Jahr 2015 und bleiben Sie sportlich!

Herzlichst Ihr
Endo-Blogger Peter Herrchen

Bewegung bei Arthrose – Cross-Shaping hervorragende Alternative

Di, 18. November 2014 4 Kommentare

csImmer wieder ist von vielen Seiten zu hören, dass Bewegung das beste Mittel ist, einer Arthrose zu begegnen statt einer Schonung des betroffenen Gelenkes. Denn durch Bewegung wird die für das Gelenk notwendige Gelenkflüssigkeit produziert. Zusätzlich wird durch Bewegung Kochen und Muskel gestärkt, was wiederum für die Stabilisierung der Gelenke wichtig ist. Experten raten zu sportlichen Aktivitäten, am besten 30 – 40 Minuten täglich, in jedem Fall aber mehrmals die Woche. Dabei werden immer wieder Schwimmen, Aquajogging, Nordic Walking, Radfahren, Wandern und auch Skilanglauf empfohlen. Alles sog. schonende Sportarten. Siehe hier den aktuellen Artikel vom November 2014 aus der FAZ ‚Bewegung gegen den Verschleiß‘.

Eine seit einiger Zeit existierende Alternative, Cross-Shaping, ist noch relativ unbekannt und das obwohl nun in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen wurde, wie effektiv und gelenkschonend diese Sportart ist. Umfangreiche Informationen, sowie den Download-Link zu der erwähnten aktuellen Studie von Prof. Dr. Thomas Jöllenbeck finden Sie auf der offiziellen Cross-Shaping-Webseite unter Downloads.
Erfunden hat dieses Sportgerät der Bonner Orthopäde und Sportmediziner Dr. med. Georg H. Kaupe.

Cross-Shaper

Cross-Shaper

Versteht sich natürlich von selbst, dass ich mich als Doppel-Hüft-TEP-Träger persönlich von diesem Trainingsgerät überzeugen musste. Besonders wollte ich dabei die Effektivität im Vergleich zum Joggen, bei gleichzeitig wesentlich gelenkschonenderen Bewegungen, testen. Anders als beim Joggen wird – ähnlich wie beim ‚richtigen‘ Nordic Walking mit entsprechendem Stockeinsatz – zusätzlich der Rücken, die Oberarme und der gesamte Oberkörper umfassend trainiert. Durch die am Cross-Shaper angebrachten Expander werden bei jedem Schritt zusätzlich die Oberarm-Muskeln sehr intensiv trainiert. Als Anfänger sollte mal tunlichst darauf achten, den Expander auf die schwächste Einstellung zu stellen oder als Mann sogar den Frauen-Expander zu verwenden. Ich konnte jedenfalls nach meiner ersten knappen 5 km Strecke mit den Cross-Shaper einen Tag lang keine Kaffeetasse mehr halten, so haben meine Arme gezittert und dies obwohl ich meine Oberarme bisher eigentlich für leidlich gut trainiert gehalten habe. Dies ist auch kein Wunder wenn man bedenkt, dass man auf einer 5 km Schrecke mehrere tausend Schritte absolviert und dabei jedesmal einen Expanderzug mit dem Oberarm durchführt. (Im Fitness-Studio sind es 3-4 Sätze a 15-20 Züge). Da es zugegeben etwas schwierig ist mit Worten, dass zunächst seltsam aussehende Sportgerät – welches im ersten Moment eher an ‚Krücken auf Rädern‘ erinnert als an ein ernst zu nehmendes Trainingsgerät – zu erklären, muss man es entweder selbst ausprobieren und/oder sich nachfolgende Filme dazu mal in Ruhe anschauen.

Power Cross Shaper – 2:23 Min
Cross-Shaper – MDR einfach genial vom 20.09.2011 – 4:08 Min
Cross-Shaping Informationen und Tipps für Einsteiger – 6:45 Min

Mein Test hat ergeben, dass mein über die Pulsmessung ermittelter Kalorienverbrauch bei gleicher Strecke Joggen und Cross-Shaper eindeutig zu Gunsten des Cross-Shapers ging. Mein Oberkörper war dabei spürbar gegenüber dem Joggen aufgerichtet! Ich persönlich kann jedem, egal ob gut trainiert oder Sport-Anfänger, empfehlen, den Cross-Shaper mal auszuprobieren. Bei Interesse oder Fragen einfach Cross-Shaping und die Keytrainer direkt kontaktieren. Gerne stehen Ihnen auch der Bundestrainer Klaus Oelkers und meine Person für Fragen zur Verfügung!

Kniegelenksarthrose – Die wirksamste Therapie ist Sport!

Die konservative Behandlung der Kniegelenksarthrose – Artikel aus ihrarzt.de vom 14.10.2014

nachfolgend ein interessanter Artikel zu den neuen Leitlinien der Arthrosegesellschaft OARSI (Osteoarthritis Research Society International):

Die in den aktuellen Leitlinien der Arthrosegesellschaft OARSI vorgelegte Neubewertung bewährter und neuer patientenorientierter Therapiestrategien überrascht an einigen Stellen. Lediglich eine Empfehlung bleibt weitgehend unverändert: Die wirksamste Therapie ist …mehr

Gelenkersatz: Patienten zu Muskelaufbau motivieren!

Wie dem nachfolgenden Artikel der Ärztezeitung vom 27.8.2014 zu entnehmen ist, sind Muskelaufbau und sportliche Aktivitäten wichtig für das künstliche Gelenk.

Ärzte sollten Rheuma-Patienten mit Gelenkersatz Sport empfehlen, erinnert die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vorab zu ihrem Jahreskongress in Düsseldorf. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der DGRh in Deutschland rund 209.000 künstliche Hüftgelenke und 147.000 Knieendoprothesen implantiert  mehr »

Fit mit künstlichen Gelenken

Artikel im DAV-Panaroma-Magazin 4/2014 über Hüft- und Knie-Arthrose und die Möglichkeiten nach einer OP von Heidi Rauch

DAV_4_2014„Klettern,Skifahren, Mountainbiken, Bergwandern – alles ist auch mit künstlichen Hüft-und Kniegelenken möglich.“ So beginnt ein dreiseitiger Artikel von Heidi Rauch im DAV-Panorama-Magazin 4/2014, August/September. Es handelt sich dabei um die Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins mit 600.000 Auflage, die 6 mal jährlich erscheint! Entsprechend groß war dann auch die Resonanz auf diese Veröffentlichung mit drei Fotos aus unseren Büchern „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“. Als Testimonials dienen unser Grafiker und Bergwachtler Hubert Hornsteiner mit einer künstlichen Hüfte (abgebildet beim Skifahren) und „Bergauf-bergab“-TV-Redakteur Michael Pause mit zwei künstlichen Knien (abgebildet als Gipfelstürmer mit zwei Stöcken).
Hier gehts zum kompletten Beitrag!

Kniearthrose: Keine Eile mit der Arthroskopie

Kniearthrose: Keine Eile mit der Arthroskopie – Ärzte Zeitung online, 16.05.2014

Die symptomatische Arthrose gehört zu den häufigsten Gründen von Arthroskopien am Kniegelenk. Die neuen Leitlinien der US-Orthopäden sprechen sich klar dagegen aus. Und nicht nur gegen diese Therapie.  mehr »

Neues Buch zum Thema Endoprothese und Sport

Knie-BücherNeues Buch zum Thema Endoprothese und Sport

Nach dem erfolgreichen Buch ‚Mut zur neuen Hüfte!‚, das im September 2012 erschienen ist und sich dem Thema Sport und Beweglichkeit mit künstlichen Hüftgelenken widmet, ist am 12.02.2014 das zweite Buch aus dieser Reihe, Mut zum neuen Knie!‘, erschienen. In diesem ‚Mutmachbuch‘ und Ratgeber (307 Seiten stark, mit 220 Fotos und Abbildungen) kommen insgesamt 18 Betroffene zwischen 44 und 84 Jahren zu Wort, die alle ihre Knie-OPs gut überstanden haben oder wie in einem Fall vermeiden konnten und ihre neue Beweglichkeit genießen – ob im Alltag, beim Bergwandern, Rennradfahren, Golfspielen, Skifahren, Tischtennisspielen oder Schwimmen. Fachwissen steuern fünf erfahrene Operateure bei. Einen breiten Raum nehmen physiotherapeutische Maßnahmen ein, in der auch besondere Therapien wie Alexander Technik und Rolfing vorgestellt werden. Ein Kapitel ist dem Thema Ernährung gewidmet. Nützliche Erläuterungen von Fachbegriffen rund um die Knie-OP von A-Z und eine Liste mit den wichtigsten Kliniken und Reha-Einrichtungen ergänzen diesen reich bebilderten Mutmach-Ratgeber. Weitere Informationen finden Sie auf der ‚Mut zum neuen Knie!‘-Webseite. Dort kann das Buch auch online bestellt werden.

„Zurück auf die Bretter“ in der Alpenregion Tegernsee Schliersee

Gerne machen wir auf nachfolgendes Programm der Alpenregion Tegernsee-Schliersee aufmerksam, dass sich an alle richtet, die nach einer Gelenk-OP oder endoprothetischer Versorgung wieder in den Skisport einsteigen möchten und zwar mit professioneller ärztlicher und physiotherapeutischer Betreuung in einer der schönsten Regionen Oberbayerns!

Der professionell betreute Wiedereinstieg in den Wintersport
Alpenregion Tegernsee Schliersee/München, 18. Dezember 2013

Die Initiatoren

Die Initiatoren v.l.n.r.: Martin Acher (OsteoZentrum Schliersee), Julia Memmert (Valife AG), Harald Gmeiner (Geschäftsführer Alpenregion Tegernsee Schliersee), Dr. Hubert Hörterer, Jonas Trojer (Valife AG) und Georg Overs (Geschäftsführer Tegernseer Tal Tourismus GmbH).

Nicht nur schmerzfrei nach einem Unfall, einer Operation oder bei chronischen Gelenk- oder Wirbelsäulenproblemen leben, sondern auch schmerzfrei Sport treiben können – im Winter 2014 zeigt die Alpenregion Tegernsee Schliersee ihren Gästen den richtigen Weg zurück zum Lieblingssport. Beim einzigartigen siebentägigen Pilotprogramm „Zurück zum Sport – SkiReha“ vom 15. bis 21. März 2014 geht es für die Wiedereinsteiger „zurück auf die Bretter“. Gemeinsam mit dem Expertenteam aus Ärzten, Physiotherapeuten und speziell geschulten Skilehrern finden mit der speziellen Technik-Taktik-Methodik sowohl untrainierte, ältere Sportler, als auch aktive Wiedereinsteiger und Leistungssportler nach Verletzung oder orthopädisch-chirurgischen Eingriffen unter fachkundiger Anleitung zurück zum Sport.

Zusammen mit dem Tourismusverband Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V. und der Tegernseer Tal Tourismus GmbH ermöglichen sechs weitere Partner aus der Region das neuartige Programm. Ideengeber Dr. med. Hubert Hörterer, Leitender Verbandsarzt Ski Alpin Deutscher Skiverband ist von dem Konzept überzeugt: „Natürlich denkt man erst mal an die Risiken beim Skisport. Wir folgen aber ganz klar der Devise: lieber beraten und begleiten, statt den Sport zu verbieten und der Patient geht ohne professionelle Anleitung ein sehr hohes Risiko ein. Und die Alpenregion Tegernsee Schliersee bietet die optimale Gelegenheit vorsichtig wieder mit dem Skifahren anzufangen – durch einfache Pisten, gut ausgebildete Skilehrer und sportbegeisterte Therapeuten und Ärzte“. Der umfangreiche Vorab-Check durch auf skispezifische Verletzungen und postoperative Handicaps spezialisierte Orthopäden und Physiotherapeuten ist für das Programm notwendig, um eine adäquate Führung in den Skikursen zu ermöglichen. Alle Ärzte und Therapeuten sind selbst begeisterte Skifahrer und haben in der medizinischen Betreuung von Skiweltcupfahrern große Erfahrung. Davon profitieren auch die Teilnehmer am Programm. Die Schulung der Grundlagen in der Theorie, „Trockenübungen“ beim vorbereitenden Training und dann das Coaching auf der Piste bauen Angst und Unsicherheiten ab und helfen zudem Gefahren zu erkennen und die Fahrsicherheit zu erhöhen. Vorbereitungs- und Entspannungstraining erhalten die Teilnehmer im Fitnessstudio. Für die Entschleunigung zwischendurch sorgen spezielle Wellness- und Kulinarikangebote.

Heidi Rauch, Peter Herrchen

Heidi Rauch und Peter Herrchen

Das Programm ebenfalls begleiten wird Heidi Rauch, die zusammen mit Peter Herrchen die Bücher „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“ geschrieben und selbst zwei künstliche Hüftgelenke hat. Sie ist begeisterte Skifahrerin und kann als „lebender Beweis“ den Teilnehmern zeigen, dass sich Kunstgelenke und Skifahren nicht ausschließen.
Mit gleicher Konzeption plant die Alpenregion weitere Kurse auch in Sportarten wie Golf und Biken.

„Zurück zum Sport – SkiReha“: Das siebentägige Programm von Samstag, den 15. bis Freitag, den 21. März 2014 beinhaltet unter anderem den Check-up beim Orthopäden und Sportmediziner Dr. med. Hörterer sowie den Therapeuten des OsteoZentrums Schliersee, vorbereitende Fitnesstrainings mit Physiotherapie bei medius medizinische fitness, eine Schulung zur richtigen Vorbereitung und Ausrüstung durch die Valife AG sowie die Skikurse mit den speziell geschulten Lehrern der Skischule Tegernsee und ein Langlauf-Training im DSV nordic aktiv Ausbildungszentrum. Zur Entspannung geht es in die monte mare Saunawelt oder auch zur Naturkäserei TegernseerLand e.G.. Abschließend stehen am letzten Tag das individuelle Skifahren und ein finales Skilehrer-Coaching mit zahlreichen Experten-Tipps für eine aktive Zukunft auf dem Programm.

Das Paket „Zurück zum Sport – SkiReha“ ist ab 799 Euro pro Person zuzüglich Übernachtung und Verpflegung, Kurbeitrag und notwendiger ärztlicher Voruntersuchung buchbar. Anfragen an den Tourismusverband Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V.
Das detaillierte Programm mit Partnerbetrieben steht unter www.tegernsee-schliersee.de/angebote/zurueck-zum-sport-skifahren zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Gesundheitsangeboten gibt es beim Tourismusverband Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V. telefonisch unter +49-(0)-8022-9273890 oder www.tegernsee-schliersee.de.