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ENDOFIT, TEPFIT, ganz fit – Bewegung ist Leben!

V.l.n.r: Dirk Masuhr, Angela und Christian Fulghum, Solveig Klotz, Wiebke Schüller, Ulrike und Fritz Naeumann, Chris Schüller

Als einer der ganz wenigen Endoprothetikzentren in Deutschland biete die endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen schon seit Jahren spezielle Sportkurse zum Bergsport, Ski-Alpin, Ski-Langlauf, Mountainbike und Golf für bewegungsfreudige Menschen mit Gelenkersatz unter dem Motto „Bewegung ist Leben!“ an. An den Wochenendterminen (meist Freitag bis Sonntag) wird das natürlich fachlich und ärztlich begleitet. Die endogap dazu auf ihrer Hompage:

Spezielle von der endogap Klinik für Gelenkersatz entwickelte Kurse bieten dem Patienten nach dem Einsatz eines künstlichen Gelenkes unter kontrollierten Bedingungen die Möglichkeit wieder in den Sport zurückzufinden. Am Anfang jedes Kurses steht eine umfassende orthopädisch-sportmedizinische Untersuchung mit Kraft- und Koordinationstests, sowie einer Ganganalyse. Dies ermöglicht uns, individuelle Empfehlungen für ein gezieltes Aufbautraining zu entwickeln.

Zwei Mitglieder unserer Facebook-Selbsthilfegruppe TEPFIT (Ulrike Naeumann und Wiebke Schüller) hatten sich Anfang Juli für den Bergsport-Kurs „Bergwandern auf die Zuspitze“ angemeldet. Wiebke Schüller war so nett, uns hier Ihren „Wanderbericht“ nebst Fotos zukommen zu lassen. Viel Spaß beim Lesen und Staunen, was mit künstlichen Gelenken alles problemlos möglich ist.


Erstmals auf die Zugspitze, Wiebke Schüller, 5.7.2022

Schon vor mehreren Monaten habe ich mir aus dem Sportprogramm „endofit“ eine Bergwanderung ausgewählt. Die Tour zur Zugspitze sollte es sein.

Vielleicht vorab: die Endogap in Garmisch-Partenkirchen zählt zu den besten TEP-Kliniken Deutschlands. Ich selbst habe meine TEPs in der Endoklinik Hamburg erhalten. Soweit ich informiert bin, bieten nur wenige Endokliniken im Anschluss an OP und Reha derartige Sportprogramme. Dafür schonmal alle Daumen hoch für die Endogap! 

Denn: mit einer Eingangsuntersuchung plus fachlicher Begleitung in den Kursen kann ich mich entspannt der Challenge widmen. Allein hätte ich diese Tour nicht gemacht. Und das gilt gleichermaßen für die Kurse anderer Sportarten, die dort im Angebot sind. Oder anders formuliert: hier wird ein Anreiz geschaffen, dass man sich als TEPler traut, etwas Bewegung zu probieren!

Ich wandere gern und seit Jahren, allerdings überwiegend in den heimatlichen Mittelgebirgen und somit eigentlich immer unter 1000m NN. Ich konnte nicht so recht einschätzen, was Bergwandern in diesem Fall heißt und konkret, was auf dem Weg auf die Zugspitze auf uns zukommen würde. Also: wie steil wird es? Wie felsig? Wie trittsicher muss ich sein? Schafft man das mit „normaler“ Kondition aus Spinning- und Pilateskursen im Fitnesstudio? Wie kommen meine verbliebenen Beweglichkeitseinschränkungen mit steilen Bergen klar? 

Selbst bei der Ausrüstung war ich unsicher. Das Wetter in den Bergen schlägt (bekanntlich?) schnell um, und auch im Sommer ist von nass bis trocken und kalt bis heiß im Grunde alles möglich. Das heißt: zuviel eingepackt bedeutet auch gleich zuviele Kilo auf dem Rücken. Nicht, dass ich nicht ohnehin schon zuviele Kilo mit mir herumschleppe. Aber insbesondere die Schuhe machten mich unsicher. Denn im Bereich Trekking- und Wanderschuhe gibt es wirklich unzählige Modelle, Sohlen, Marken und Specials. 

So eine 2-tägige Tour mit Übernachtung in einer DAV-Hütte ist für mich schon wirklich spektakulär, und der Aufstieg auf Deutschlands höchsten Gipfel dann wirklich ein Jahresziel. Ich denke, selbst ohne TEPs ist das für einen normal trainierten schon nicht Peanuts. 

Was uns dann nach der sportlichen Eingangsuntersuchung erwartete, überstieg nochmal alle meine kühnsten Vorstellungen. Die Gegend um Garmisch, den Eibsee und die Zugspitze ist ausnehmend schön. Durch das himmlische Wetter haben wir Postkartenkulissen gehabt, wie man sie schöner nicht malen konnte. Zur Einstimmung ein Spaziergang um den Barnsee und abends ein Kennenlernen beim Italiener – in der Organisation wurde an alles gedacht. Und unsere Begleiter strömten nicht nur fachliche Kompetenz und Offenheit aus, sondern auch unheimlich viel Sportsgeist und menschliche Sympathie. 

Mein ganz persönlicher Sherpa war – obwohl ich das ursprünglich nicht geplant hatte – auch dabei. 

Letztendlich startete unsere Tour an der Partnach-Klamm und Tag eins endete an der Reintalangerhütte. Bestes Wetter und abwechslungsreiche Wege im Tal. An der Hütte die Füße ins eiskalte Wasser der Partnach gehängt und natürlich lecker gegessen. Der zweite Tag begann um 6 Uhr morgens etwas bewölkt mit dem Aufstieg zur Knorrhütte. Der hat’s schon ganz schön in sich. Vor allem habe ich festgestellt, dass ich bei Steigen mit meiner leider nicht ganz 90Grad-Beugung im einen TEP-Bein nicht immer ganz sicher hintreten kann. Es ging trotzdem, wenngleich die zweite Hürde ist, erstmal seine Moves bzw. Trittlänge auf die Gegebenheiten einzustellen und im Fels die richtigen Stellen zu finden. An der Knorrhütte gabs ein leckeres Frühstück und wie auf Bestellung die nächste Wetterlage: einmal richtig schön Wind und Regen. Nicht, dass wir überflüssiges Zeug mitgeschleppt hätten und außerdem ist die Lichtsituation an den Gipfeln mit Wolken und Regen gleich eine ganz andere. Faszinierende Natur. Ebenso faszinierend die Pflanzen am Wegrand. 

Insgesamt 1200 weitere Höhenmeter waren es am zweiten Tag und ganz ehrlich habe ich die Tour ganz ordentlich in den Knochen gespürt. Ab etwa 2000m Höhe war mir auch etwas schwindelig oder sagen wir, offensichtlich war die Höhenluft ungewohnt.
Aber schlussendlich waren alle glücklich und zufrieden am Ziel und ich das erste Mal in meinem Leben auf Deutschlands höchstem Gipfel. Zu Fuß!

Wiebkes Fazit:

Was bei der Waschmaschine Calgon ist, sind bei einer Hüft-TEP die endofit-Sportkurse! Trau Dich!


EndoFit Wochenende in Bonn – Bewegung und Sport mit Gelenkersatz – 3.-5. Mai 2019

Fr, 1. Februar 2019 1 Kommentar

Dr. Holger Haas

Aktualisierung vom 22.02.2019
Das detaillierte und sehr umfangreiche 3-Tages Programm steht inzwischen fest und kann hier ‚downgeloadet‚ werden.

Artikel vom 01.02.2019
Die Sehnsucht, sich nach einer Gelenkersatz-Operation endlich wieder sportlich und vor allen Dingen schmerzfrei zu betätigen, ist bei vielen Betroffenen sehr groß. Oft wieder dieser Wunsch allerdings von der Angst begleitet, etwas falsch zu machen und damit dem künstlichen Gelenk zu schaden. Das EndoFit-Programm, ursprünglich von der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen vor einigen Jahren ins Leben gerufen, findet nun zum erstem Mal (fast) in der Mitte Deutschlands, nämlich in Bonn, statt.
Dies ist eine sehr gute Gelegenheit für alle, die in der näheren oder oder weiteren Umgebung von Bonn zu Hause sind, etwas für die eigene Fitness zu tun und das Rüstzeug für den selbstbestimmten Weg zurück in ein aktives und bewegtes Leben zu erhalten.
Dr. Holger Haas – Chefarzt Allgemeine Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin des Gemeinschafts-Krankenhauses Bonn, St. Petrus – fasst nachfolgend in einem persönlichen Anschreiben das Programm und das Ziel dieses Wochenendes zusammen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

denken, kommunizieren und mobil zu sein, macht das Leben aus. Dies gilt auch und gerade für Menschen, die durch die Implantation einer Endoprothese ihre Mobilität zurückgewonnen haben. Aber es gehört Zutrauen und manchmal Mut dazu, wieder körperlich aktiv zu werden. Dabei wollen wir Sie unterstützen: Unser Team von Physiotherapeuten, Ärzten und Betreuern wird Sie mit einem abwechslungsreichen Wochenendprogramm auf dem Weg zurück in ein sportlich aktives Leben begleiten. Dabei kommen die Information und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz. In Fachvorträgen werden Sie über aktuelle Aspekte der Endoprothetik informiert, gepaart mit zahlreichen sportlichen Aktivitäten und Medizinchecks. Es erwartet Sie ein speziell zugeschnittenes Trainingskonzept für Gelenkersatz-Träger.

Wir würden uns sehr freuen, Sie hier in Bonn zu unserem ersten endofit-Wochenende begrüßen zu können!

Chefarzt Dr. med. Holger Haas mit dem gesamten Team

Den Flyer mit allen Details zur Anmeldung, Kosten, Veranstaltungsort, Ansprechpartner und den begleitenden Fachleuten gibt es hier.

Natürlich unterstütze ich gerne diese Veranstaltung. Nicht ohne Grund heißt meine Webseite „Endoprothese und Sport“!

Glückwunsch zu 10 Jahren ENDOLIFE

Vor zwei Tagen lag die neue Ausgabe des endolife-Magazins der endogap – Klinik für Gelenkersatz in meinem Briefkasten. Diese besondere Ausgabe zum 10-jährigen Jubiläum zeigt sehr eindrucksvoll die Geschichte und Entwicklung der endogap seit 2005. In den sechziger Jahren von einem der Pioniere der Endoprothetik Prof. Fritz Lechner als Abteilung eines Kreiskrankenhauses gegründet, hat sein Nachfolger Dr. Holm Schlemmer die endogap als eigene Marke kreiert und diese dann 2010 dem heutigen Chefarzt Dr. Christian Fulghum übergeben. Dieser hat mit seinem Team die Spezialklinik konsequent ausgebaut und dafür gesorgt, dass die endogap als eine der ersten Kliniken in Deutschland 2012 EndoCert zertifiziert wurde. Außerdem hat Dr. Christian Fulghum mit endofit einen jährlichen Fachkongress aus der Taufe gehoben, der durch die mehrmals jährlich stattfindenden indofit-sportkurse für Patienten abgerundet wird.
In den endolife-Magazinen, die zweimal jährlich erscheinen, geht es immer um Wissenswertes rund um das Thema der Endoprothetik, um aktuelle Entwicklungen und Neuerungen. In einer weiteren Rubrik werden Patienten vorgestellt, die von ihrem neuen Lebensgefühl nach einer erfolgreichen OP berichten. Ich selbst hatte das Vergnügen in der Ausgabe Sommer 2009 auf Seite 6 meine Geschichte beisteuern zu dürfen. Natürlich hat es mich besonders gefreut, dass diese Geschichte nun auch in der Jubiläumsausgabe (ebenfalls auf Seite 6) mit einem kleinen Foto erwähnt wurde. Alle 20 Magazine stehen auf der Klinikwebseite zur Verfügung. Es ist dort auch möglich, die Zeitschrift als ‚analoge‘ Ausgabe zu bestellen.
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die endogap in Garmisch-Partenkirchen auch in den kommenden Jahren ihre Qualität und guten Ruf konsequent weiter ausbaut, um damit auch zukünftig eine der ersten Adressen für künstliche Hüfte- und Kniegelenke in Deutschland zu bleiben.