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Endoprothese – Wie finde ich die passende Reha-Einrichtung?

Sa, 5. Februar 2011 6 Kommentare

Endoprothese – Wie finde ich die passende Reha-Einrichtung?

Wir schon bei der Auswahl der Klinik für Ihre Operation, sollten Sie alle Möglichkeiten nutzen, um sich umfassend bereits vor der Operation über in Frage kommenden Reha-Kliniken zu informieren. Wenn Sie dies versäumen, werden Sie in der Regel durch den Sozialdienst des Krankenhauses, in dem Sie operiert werden, einfach an die Reha-Klinik verwiesen, die mit dem Krankenhaus in irgendeiner Art und Weise zusammenarbeitet oder mit diesem verbunden ist. Dies muss nicht zwangsläufig eine schlechte Wahl sein, sollte aber in jedem Fall von Ihnen soweit möglich geprüft werden.

Als Informationsquellen kommen in Frage:

  • Ihr Orthopäde oder Operateur
  • Ihr Hausarzt
  • Ihre Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft
  • Die Deutsche Rentenversicherung
  • Betroffene Patienten
  • Internet-Foren oder Blogs
  • Spezielle Such- und Infoseiten im Internet (z.B.: Rehakliniken.de)

Nach welchen Kriterien Sie dabei vorgehen, müssen Sie für sich selbst beantworten.

In Frage kommende Entscheidungshilfen sind z.B.:

  • Örtliche Nähe zu Ihrem Wohnort
  • Renommee der Klinik
  • Größe des Hauses (Bettenanzahl)
  • Allgemeine medizinische Leistungen / Indikationen
  • Diagnostik (z.B.: Röntgen, Leistungsdiagnostik, Knochendichtemessung)
  • Therapien (z.B.: Sport-/Schmerztherapie, physikalische Therapie, Krankengymnastik)
  • Sondereinrichtungen (z.B.: Hallen-/Bewegungsbad, Sauna, Solarium, Garten/Park, Bewegungscenter)
  • Landschaftliche Lage (Stichwort: Urlaubsgefühl)
  • Namhafte Referenz-Patienten (z.B.: Schauspieler, Sportler, Politiker)
  • Zusammenarbeit mit Sportverbänden/Vereinen (Sport-Reha)
  • Ausstattung der Zimmer (Einzelzimmer, Duche/WC, TV/Radio/Internet)
  • Verpflegung (z.B.: Café, À la carte Restaurant, Bar)
  • Einkaufsmöglichkeiten (z.B: Shop, Boutique, Friseur, Kosmetik)

Tipp: Denken Sie daran, dass der ‚Wohlfühlfaktor’ für eine erfolgreiche Rehabilitation eine entscheidende Rolle spielt. Wählen Sie die Reha-Klinik daher nach Ihren persönlichen Vorlieben aus und schauen Sie sich wenn irgend möglich die Einrichtung persönlich an.

Wenn Sie dann eine Wahl getroffen haben, sprechen Sie direkt mir Ihrem Kostenträger, ob er diese akzeptiert. Falls nein, lassen Sie sich als Kassenpatient nicht gleich abweisen. Oft hilft ein entsprechendes Schreiben oder ein Telefonat mit einem Entscheidungsträger, in dem Sie Ihren Wunsch begründen und Nachdruck verleihen, Wunder (Anm.: Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Dies gilt im Übrigen auch für Anträge auf eine Verlängerung des Reha-Aufenthaltes). Falls nein, können Sie immer noch überlegen, ob Sie ggf. ein Teil privat zahlen, sofern dies technisch möglich ist und sich mit Ihren finanziellen Mitteln vereinbaren lässt.