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Posts Tagged ‘Knie’

Kein Verschleiß von Gelenken durch strapaziöse Sportarten

Studie über zehn Jahre – Joggen und Aerobic lässt Kniegelenke nicht verschleißen
Ärztezeitung, 11.05.2020, von Dr. Elke Oberhofer

Quelle: Klicker / pixelio.de

Es wird oft kontrovers diskutiert, ob gelenkbelastende Sportarten wie Laufen (Joggen), Tennis oder auch Aerobic Gelenke früher verschleißen lassen. Diese Diskussion kommt auch regelmäßig bei künstlichen Gelenken auf, die aber nicht Gegenstand dieser Studie waren.

Die US-Forscher kommen darin vielleicht etwas überraschend zu dem Schluss (Zitat):

„Es sei ermutigend zu sehen, dass sich auch ältere Menschen mit hohem Arthroserisiko belasten könnten, ohne dass es langfristig zu nachweisbaren Gelenkabnutzungen komme.“

Den kompletten Artikel und den Aufbau der Studie mit fast 1200 Teilnehmern gibt es hier…

Vom Blog über zwei Bücher zum 3. TEPFIT-Treffen in Berlin

Was 2011 mit diesem Blog begann, hat sich in den letzten sieben Jahren prächtig weiterentwickelt. In den Jahren 2012 und 2014 sind die Bücher ‚Mut zur neuen Hüfte!‘ und ‚Mut zum neuen Knie!‘ erschienen – das erste inzwischen in der zweiten Auflage. 2015 wurde die geschlossene Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‘ gegründet, die in Kürze das 3000. Mitglied feiern wird.

Teilnehmer des 2. TEPFIT Workshops 2018 in Hagen

Damit reifte dann auch der Entschluss, die Mitglieder der virtuellen Facebook-Gruppe in einem realen Treffen zusammenzubringen. Das erste Treffen im November 2016 in der Nähe von München war damit aus der Taufe gehoben.
Im April 2019 findet nun bereits das dritte TEPFIT-Treffen (Workshop) mit einem erneut sehr interessanten Programm in Berlin statt. Drei hochkarätige Impulsvorträge renommierter Fachärzte der Charité am Vormittag, sowie Yoga und Zumba für TEP-Träger am Nachmittag, bilden die Programm-Säulen. Für ein ausgewogenes Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abend ist natürlich ebenfalls gesorgt.
Wer Interesse hat, kann sich unter nachfolgendem Link ausführlich informieren und natürlich auch gleich verbindlich anmelden!
Ein paar ‚Live‘-Eindrücke vom letzen Treffen gibt es rechts mit dem TEPFIT-Trailer 2018 und natürlich in unserem YouTube-Kanal!

Deutsches Endoprothesenregister (EPRD) veröffentlicht den Jahresbericht 2017

Deutsches Endoprothesenregister (EPRD) veröffentlicht seinen Jahresbericht 2017

Titan-Schaft mit Keramik-Kopf (Baujahr 1997) nach dem Ausbau im April 2018.

Nachdem, längst überfällig, 2012 endlich der Startschuss für das deutsche Endoprothesenregister gefallen war, hat es sich nach holprigem Start trotz der Freiwilligkeit zur Datenübermittlung recht gut entwickelt. Immerhin gab es lt. Bericht im Jahre 2017 eine Abdeckungsquote von 63% und Ende 2018 wird das Register ca. eine Million erfasste Fälle dokumentiert haben.

Anm.: Bei geschätzten 400.000 Hüft- und Knie-Endoprothesen pro Jahr müssten eigentlich seit 2012 knapp drei Millionen Fälle dokumentiert sein. Andere Länder sind da wesentlich weiter.

Viele der im Bericht veröffentlichten Zahlen und Fakten sind auf jeden Fall für Betroffene interessant.

Weitere Details dazu, sowie aktuelle TEPFIT-Themen und interessante Ideen zur Physiotherapie gibt es hier!

Revolutionäre OP-Methode – TROPS und H-HIMIS stehen in den Startlöchern

So, 1. April 2018 2 Kommentare

H-HIMIS – Home interior miminimal invasive Surgery 01.04.2018 by Peter Herrchen

Wie das SMSJ (Scientific Medical Surgery Journal) in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist in der USA ein ganz neues Verfahren zur Implantation von Hüft-TEPs entwickelt worden, welches sowohl dem starken Kostendruck der Gesundheitssysteme als auch dem Wohle des Patienten in besonderem Maße Rechnung trägt.

Bilder wie hier in der endogap – Garmisch-Partenkirchen gehören Dank TROPS wohl bald der Vergangenheit an

Unter den Namen H-HIMIS – home interior minimal invasive surgery, (übersetzt: mininmal invasive Operation in heimischer Umgebung, ‚H‘ steht dabei für hip, englisch für Hüfte) können zukünftig in Erweiterung der inzwischen stark verbreiteten fachärztlichen Online-Diagnose und -Beratung im Internet, künstliche Gelenke per Live-Zuschaltung der entsprechend gebuchten Operateure ganz einfach im heimischen Wohn- oder Schlafzimmer erfolgen. Ein spezielles transportables Roboter-OPSystem – kurz TROPS genannt, dass nur zu Hause mit dem Internet verbunden werden muss, genügt. Nach vorheriger Termin-Vereinbarung mit dem Operateur, liefern die Krankenkassen TROPS mit dem passenden Implantat termingerecht frei Haus. Während Privatpatienten mit einer Prime-Lieferung innerhalb von 24 Stunden rechnen können, müssen gesetzlich Versicherte derzeit noch bis zu einem Jahr warten. „Sollte sich TROPS allerdings flächendeckend durchsetzen, könnten sich auch für diese Versichertengruppe die Wartezeiten deutlich reduzieren“, so der Gesundheitsminister Jens Spahn auf Nachfrage der Endoprothese und Sport Redaktion.
Das simple TROPS-Setup ermöglicht auch den technisch weniger begabten Patienten, Familienangehörigen oder Freunden, das System einfach mit dem Internet zu verbinden und eine direkte Kommunikation mit dem Operateur aufzubauen. Eine Integration von Alexa und Siri ist bereits in Vorbereitung, Cortana soll dann später folgen.
Steht die Online-Verbindung und der Patient hat es sich auf dem heimischen Sofa oder Bett bequem gemacht, kann es auch schon los gehen. Erste OP-Versuche waren bereits sehr vielversprechend.

Null Infektionsrisiko durch Krankenhauskeimen
Die Vorteile liegen auf der Hand:
Null Infektionsrisiko durch die gefährlichen Krankenhauskeime, signifikante Reduzierung der Anzahl der OP-Räume und des zugehörigen OP- und Pflege-Personals, keine OP Teams mehr notwendig und massive Betten-Einsparungen in den Kliniken, um nur einige der Vorteile zu nennen.
Dazu kommt natürlich das Wohlfühlambiente des Patienten als einer der größten Pluspunkte. Statt in Zwei- oder Dreibettzimmern in fremden Betten zu liegen, kann der Patient direkt nach der OP entspannt in seiner gewohnten Umgebung verbleiben und damit auch die teilweise schlechte Krankenhausverpflegung umgehen. Durch die in TROPS ebenfalls integrierte Online-Hilfe erlernen die Angehörigen schnell und effizient die ersten Handgriffe nach den OP. In Notfällen kann durch Drücken eines Emergency Buttons auch mit einem Facharzt sehr zügig Kontakt aufgenommen werden. Dieser Button ist allerdings nur bei privat versicherten Patienten standardmäßig aktiviert. Kassenpatienten können diese Leistung aber im Vorfeld, ähnlich wie heute bereits die IGeL-Leistungen, dazu buchen.

Wann genau TROPS in Deutschland verfügbar sein wird, konnte und der Erfinder Prof. Dr. Dr. med. Maximilian Templateman auf Nachfrage noch nicht mitteilen. Es gäbe lt. seiner Aussage auch noch einige Herausforderungen zu meistern. Bei den ersten Test-OPs hat das Zusatzmodul AA (anesthesia automation) nicht immer zuverlässig funktioniert. Erste Bug-Fixes werden hierzu bereits im Mai 2018 erwartet.

Eine Milliarde Einsparung jährlich
Nach ersten Berechnungen des Gesundheitsministeriums, könnte bei einer Kostenreduzierung von ca. 5000,00 EUR pro OP und derzeit ca. 200.000 Hüft-OPs jährlich, eine Milliarde pro Jahr eingespart werden.
Und das ist erst der Anfang:
Für 2019 und 2020 sind bereits die Module K-HIMIS und S-HMIS angekündigt. ‚K‘ und ‚S‘ stehen dabei für das englische knee and shoulder, nicht zu verwechseln mit head and shoulders!

OP-Säle werden überflüssig
„In 10 – 15 Jahren wird jeder OP-Saal weltweit überflüssig sein“, so der sehr optimistische Prof. Dr. Dr. med. Templateman. Er geht davon aus, dass TROPS bis dahin für jegliche Art von Operationen problemlos eingesetzt werden kann.

Tod eines Fachmagazins und bald 1000 TEPFITte

Es ist wirklich schade. Das, wie ich finde, herausragende Fachmagazin MedicalSportsNetwork, dass man u.a. aus sportärztlichen Praxen, vom Physiotherapeuten und aus Reha-Kliniken kennt, wurde offensichtlich eingestellt. Besonders traurig ist es aus meiner Sicht, dass neben dem Printmagazin auch der gesamte Online-Content nicht mehr zur Verfügung steht und die Web-Seite gelöscht wurde. Hat sich das Magazin doch durch hochkarätige Beiträge von anerkannten Medizinern, Wissenschaftlern, Physiotherapeuten und auch Betroffenen zu Erkrankungen und Verletzungen, die sportliche Betätigung zunächst unmöglich machen, hervorgetan. Die Schwerpunkte lagen dabei neben der schnellen Regeneration auf vielen neuen, wissenschaftlich untermauerten, Methoden, die vor allen Dingen Spitzensportler in atemberaubender Zeit auch nach schweren Verletzungen wieder sportfähig machen können. Davon profitiert natürlich auch der Breitensportler. Das Thema Sport mit künstlichen Gelenken wurde ebenfalls in mehreren Ausgaben ausführlich behandelt. Auf zwei dieser Beiträge möchte ich hier gerne nochmals verweisen, da uns diese auf Grund unserer eigenen Beteiligung als PDF-Datei vorliegen.
Zum einen: Sport mit künstlichen Hüftgelenk von Simon Hendrich, Dr. med. Johannes Pauser, MHBA und PD Dr. med. M. Brem, MHBA, Ausgabe 4/2013.
und zum anderen : Mut zur neuen Hüfte von Peter Herrchen, Ausgabe 1/2013.
Weitere sehr interessante und thematisch passende Artikel (insgesamt sieben), auf die ich in meinem Blog teilweise verlinkt hatte, sind nun nicht mehr verfügbar.
Eine Anfrage bei den für die Zeitschrift zuständigen Maketing & Salesmanagern der succidia AG, die dort zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung noch als Verantwortliche für die MedicalSportsNetwork genannt sind, blieb leider unbeantwortet. Was also den Ausschlag für den Magazintod gegeben hat, ist mir somit nich bekannt.

Weitaus erfreulicher hingegen ist, dass unsere geschlossene Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‚ ganz kurz vor der 1000-Mitglieder-Schallmauer steht. Es werden in dieser Gruppe täglich dutzende von Artikel, Fragen und Anregungen gepostet und diskutiert. Man hilft sich gegenseitig, spricht sich Mut zu, gibt sich Tipps, verlinkt Fachartikel und TV-Beiträge oder weint sich, wenn einem danach ist, auch einfach mal aus. Und damit das nicht alles nur in einem virtuellen Raum geschieht, findet ziemlich genau 20 Monate nach Gründung dieser Gruppe, ein reales TEPFIT-Meeting vom 18.11.2016 – 20.11.2016 in Erding bei München statt. Für Kurzentschlossene gibt es noch einige Restplätze, eine Anmeldung ist noch bis zum 21.10.2016, je nach Verfügbarkeit, möglich. Die Anmeldeunterlagen gibt es hier!
Das Programm besteht neben dem ‚Kennenlernabend‘ am Freitag aus vier hochkarätigen Work-Shops und Vorträgen am Folgetag, bei dem auch die Bewegung nicht zu kurz kommt.

Tegernsee, Blackroll, TEPFIT

tegernseeWie seit nunmehr 10 Jahren lade ich auch dieses Jahr wieder am herrlichen Tegernsee meinen Akku etwas auf. Durch die aktuellen Wetterkapriolen (4 Tage 30 Grad und Sonne, 3 Tage 13 Grad und Regen) bleibt genug Zeit, neben sportlich aktiven Tagen (Laufen, MTB, Schwimmen, Wandern), auch entspannt auszuruhen. Dumm nur, dass meine Blackroll, die ich erst kürzlich erworben habe, nicht dabei ist. Diese ist ideal zur Regeneration der Myofaszien (Bindegewebe der Muskeln und Muskelgruppen) – auch bei INDOOR-Regentagen. Verspannungen lassen sich damit prima lösen! Längst hat die ‚Rolle‘ auch im Spitzensport zur Regeneration Einzug gehalten und wird z.B. im Profifußball beim DFB (Die Mannschaft) genutzt.

Faszien-Training ist ein perfektes Stichwort für unseren TEPFIT-Workshop im November in Erding bei München! Neben einem kleinen Rahmenprogramm stehen folgende Highlights auf der Agenda:

Alles optimal für Personen geeignet, die entweder vor einer Gelenkersatz-OP stehen oder diese bereits hinter sich haben. Hier gibt es das komplette Programm und die Anmeldeunterlagen. Diese einfach vollständig ausfüllen, unterzeichnen und an die auf den Unterlagen (letzte Seite) angebende Adresse senden (Post, eMail oder Fax).

Treffen der TEPFITen im November 2016

Wie Ihnen liebe Leser ja sicher schon aus einigen Artikel hier in diesem Blog bekannt ist, betreibe ich zusammen mit zwei reizenden TEP-Damen die geschlossene Facebook-Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie).
Diese Gruppe besteht seit etwas mehr als einem Jahr und hat inzwischen über 730 Mitglieder. Im November 2016 (18.11.- 20.11.2016) gibt es nun ein TEPFIT-Meeting in Erding bei München. Dafür haben wir uns ein sehr abwechslungsreiches Programm ausgedacht, bei dem sicher jeder auf seine Kosten kommt. Namhafte Referenten konnten gewonnen werden, wie z.B.: der Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz, Dr. Christian Fulghum, aus Garmisch-Partenkichen oder der Cross-Shaper-Erfinder und Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, Dr. Georg Kaupe, der die neue Sportart theoretisch erklärt und danach einen Schnupperkurs anbietet. Das vollständige Programm können Sie hier ‚downloaden‘.

Sollten Sie das Programm und die Veranstaltung interessant finden, so haben Sie auch als Leser dieses Blogs die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Die vollständigen Anmeldeunterlagen gibt es hier. Einfach vollständig ausfüllen, unterzeichnen und an die auf den Unterlagen (letzte Seite) angebende Adresse senden (Post, eMail oder Fax).

Knie: Sind individuelle Prothesen besser?

Prothesen aus dem 3-D-Drucker sind im Kommen – für jeden Patienten individuell angefertigt. Doch schneiden sie im Vergleich zu Standard-Implantaten wirklich besser ab?
von Silke Droll, aktualisiert am 19.04.2016 – Apotheken-Umschau

Interessanter Beitrag aus der Apotheken-Umschau, der genau die Themen anreißt, die ich bereits in vielen Beiträgen und Posts aufgegriffen habe, wie

    • EPZ-/EPZMax-Zertifizierung mit Schönheitsfehlern im Bezug auf die Mindest-OP-Anzahl
    • Endoprothesen-Register enorm wichtig
    • Herausragende Erfahrung des Operateurs unabdingbar
    • Fehlende Langzeitergebnisse bei neuen Prothesen und Modellen

Die meisten Punkte gelten dabei gleichermaßen auch für Hüft-TEPs.
Hier geht es zum Original-Artikel

 

Glückwunsch zu 10 Jahren ENDOLIFE

Vor zwei Tagen lag die neue Ausgabe des endolife-Magazins der endogap – Klinik für Gelenkersatz in meinem Briefkasten. Diese besondere Ausgabe zum 10-jährigen Jubiläum zeigt sehr eindrucksvoll die Geschichte und Entwicklung der endogap seit 2005. In den sechziger Jahren von einem der Pioniere der Endoprothetik Prof. Fritz Lechner als Abteilung eines Kreiskrankenhauses gegründet, hat sein Nachfolger Dr. Holm Schlemmer die endogap als eigene Marke kreiert und diese dann 2010 dem heutigen Chefarzt Dr. Christian Fulghum übergeben. Dieser hat mit seinem Team die Spezialklinik konsequent ausgebaut und dafür gesorgt, dass die endogap als eine der ersten Kliniken in Deutschland 2012 EndoCert zertifiziert wurde. Außerdem hat Dr. Christian Fulghum mit endofit einen jährlichen Fachkongress aus der Taufe gehoben, der durch die mehrmals jährlich stattfindenden indofit-sportkurse für Patienten abgerundet wird.
In den endolife-Magazinen, die zweimal jährlich erscheinen, geht es immer um Wissenswertes rund um das Thema der Endoprothetik, um aktuelle Entwicklungen und Neuerungen. In einer weiteren Rubrik werden Patienten vorgestellt, die von ihrem neuen Lebensgefühl nach einer erfolgreichen OP berichten. Ich selbst hatte das Vergnügen in der Ausgabe Sommer 2009 auf Seite 6 meine Geschichte beisteuern zu dürfen. Natürlich hat es mich besonders gefreut, dass diese Geschichte nun auch in der Jubiläumsausgabe (ebenfalls auf Seite 6) mit einem kleinen Foto erwähnt wurde. Alle 20 Magazine stehen auf der Klinikwebseite zur Verfügung. Es ist dort auch möglich, die Zeitschrift als ‚analoge‘ Ausgabe zu bestellen.
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die endogap in Garmisch-Partenkirchen auch in den kommenden Jahren ihre Qualität und guten Ruf konsequent weiter ausbaut, um damit auch zukünftig eine der ersten Adressen für künstliche Hüfte- und Kniegelenke in Deutschland zu bleiben.

TEPFIT-Jubiläum, die Wandlung einer Facebook-Verweigerin und Behandlungsfehler 2015

TEPFIT feiert Geburtstag 
Genau heute vor einem Jahr wurde unsere TEPFIT-Gruppe von Ulrike Steyer und mir gegründet, Therese Schreiber aus der Schweiz, die auf Grund ihrer über 10 Hüft-OPs wirklich einen sehr reichen Erfahrungsschatz besitzt, hat glücklicherweise aus unserem Duo ein sehr gut funktionierendes Triumvirat gemacht. Seit Gründung wächst unsere Gruppe konstant um 50 Mitglieder pro Monat. Dies ist bei aller Freude zugleich auch eine große Verantwortung für die Administratoren, durch maßvolle Moderation, weiterhin faire, sachliche, interessante und spannende Beiträge zu erhalten. Noch im März wird vermutlich die 600 Mitglieder-Marke erreicht. Dieses Netzwerk aus Betroffenen, Ärzten, Physiotherapeuten und weiteren Fachleuten aus den Bereichen Ernährung und Sport macht es möglich, auf kurzem Weg Hilfen zu geben, Fragen zu beantworten und Informationen rund um das Themengebiet Hüft- und Kniegelenk zu erhalten.

Von einer Facebook-Verweigerin zum Facebook-Junkie
Nein ganz so schlimm ist es hoffentlich (noch) nicht. Aber meine liebe Autorin Heidi Rauch, die mit mir zusammen unsere beiden Bücher ‚Mut zur neuen Hüfte!‘ und ‚Mut zum neuen Knie!‘ verfasst hat, hat sich über Jahre standhaft geweigert, an der ‚ach so bösen‘ Facebook-Gemeinde teilzuhaben. An einem Montag im März, es war der 7.3.2016, hat sie sich dazu entschieden, dies zu ändern. Was ihre Wandlung herbeigeführt hat, bleibt ihr Geheimnis. Aber wenn sie etwas anfängt, dann mit Vollgas. Bereits nach zwei Tagen hatte sie 135 Facebook-Freunde, aktuell sind es schon 202. Ich freue mich persönlich sehr darüber, denn so kann Sie jetzt auch in unserem TEPFIT-Netzwerk und auf den beiden Facebook-Seiten (Mut zur neuen Hüfte und Endoprothese und Sport) allen mit ihrem reichen Erfahrungsschatz mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Behandlungsfehler 2015
Nun zu einem etwas ernsterem und nicht ganz so erfreulichem Thema: Auch wenn laut dem nachfolgenden Bericht der Ärztezeitung die Zahl der aktenkundlich gewordenen über 2000 Behandlungsfehler ganz leicht gegenüber den Vorjahren gesunken ist, so macht der große Anteil der Fehler gerade im orthopädischen und chirurgischen Bereich etwas nachdenklich. Immerhin 100 Patienten kamen dadurch zu Tode und etwa ein viertel haben bleibende Schäden davongetragen. Der Orthopäde Dr. Georg Kaupe hat dazu in unserer TEPFIT-Gruppe folgendes geschrieben: „Die Qualität der ärztlichen Leistung in Deutschland und der Schweiz ist weltweit führend! In jedem Bereich werden Fehler gemacht – allerdings ist die Zahl der unberechtigten Klagen sehr hoch! Bis ein Arzt in Deutschland operieren darf, sind wie kaum irgendwo erhebliche Kriterien zu erfüllen“ und weiter „Ich habe heute als Patient weit im Vorfeld alle Möglichkeiten der Information und werde über alle möglichen Folgen aufgeklärt. Unabhängige Gutachterkommissionen können sehr schnell begründete Behandlungsfehler aufdecken. Schlimm und teuer kann es aber auch für den Patienten werden, wenn Juristen ihn durch eine Prozess-und Kostenlawiene treiben.“ und abschließend „Deswegen ist es gut, dass es inzwischen Qualitätssicherung und Register gibt. Somit gehört auch die Arthroskopie nur in professionelle Zentren.“
Ich stimme seiner Aussage zu, da man sich im Vorfeld tatsächlich bestens informieren kann, wenngleich dies zeitaufwendig ist, eine gewisse Hartnäckigkeit erfordert und die Aneignung medizinischer Begriffe notwendig macht. Dies garantiert zwar keine komplikationslose ärztliche Versorgung, kann aber das Risiko sinnloser Behandlungen minimieren. Auch Dr. Kaupes Hinweis zum Thema Arthroskopie kann ich nur unterstreichen. In unserer TEPFIT Gruppe gibt es eine recht große Anzahl von Betroffenen, denen unsinnige Arthroskopien ‚aufgeschwätzt‘ wurden, oft mit erheblich größeren Problemen nach dem Eingriff als vorher. Insgesamt ist Deutschland auf einem guten Wege, durch Qualitätssicherungen und unabhängige Stellen, schwarze Schafe zu identifizieren. Gleichzeitig nimmt die Zahl der sich auf wenige Behandlungsfelder spezialisierten medizinischen Zentren zu. Beides ist gut für den Patienten.

Kniegelenkersatz: Weniger Schmerzen, höheres Risiko

Nachfolgend eine interessante Studie aus Dänemark, die auch unsere über die Jahre gesammelte Erfahrung aus den Kontakten zu vielen Knie-Patienten bestätigt: Das Einsetzen einer Knie-TEP ist komplizierter und risikoreicher als eine Hüft-TEP-OP und die Genesung langwieriger, aber im Arthrose-Endstadium leider auch ohne Alternative, wenngleich eine gute konservative Therapie die OP eine gewisse Zeit hinauszögern kann. Diese Chance sollte man auch nutzen.

Artikel aus der Ärztezeitung vom 26.12.2015 – von Elke Oberhofer

Die Knie-Endoprothese, gefolgt von einer konservativen Therapie, führt zu besseren Ergebnissen als nicht-chirurgische Maßnahmen allein.  mehr »

Mythos oder Wahrheit: Ist Joggen schlecht fürs Knie?

Mythos oder Wahrheit: Ist Joggen schlecht fürs Knie? – Ärztezeitung – 13.08.2015
– Auch die Fachwelt ist sich uneins –

Ob Joggen den Knien schadet, ist seit jeher umstritten. Sportmediziner haben die aktuelle Studienlage jetzt intensiv unter die Lupe genommen.  mehr »

Kategorien:Arthrose, Bewegung, Joggen, Knie Schlagwörter: , , ,

150.000 Zugriffe, 150 TEPFITte, viel Klärungsbedarf, Halbmarathon-Finisher und endogroup

150.000 Seitenzugriffe

Zunächst freue ich mich, dass dieser Blog seit einigen Tagen 150.000 Seiten-Zugriffe überschritten hat. Dies zeigt, dass die Informationen die hier zusammengetragen werden und wurden innerhalb der Gruppe der Betroffenen eine hohe Relevanz haben. Um eine noch größere Anzahl von Arthrosegeplagten zu erreichen, wurde vor gut sieben Wochen zusätzlich die Facebook-Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie) ins Leben gerufen. Auch wenn hier im Blog Kommentare hinterlassen kann, was auch rege genutzt wird, so ist eine Interkommunikation im Social Media einfach besser abzubilden.

Knapp 150 Mitglieder

Was lag da also näher, als Facebook mit seinen 1,5 Milliarden Nutzern weltweit und 30 Millionen in Deutschland dafür zu nutzen.
Durchaus überrascht hat uns, dass unsere Gruppe in der kurzen Zeit fast 150 Mitglieder zählt. Dies entspricht ca. 20 Neuanmeldungen pro Woche. Ebenfalls überrascht sind wir von dem großen Anteil an sehr jungen Mitgliedern, die bereits künstliche Gelenke haben oder kurz davor stehen.

Viel Klärungsbedarf

Regelrecht entsetzt sind wir darüber, wie groß immer noch die Informationsdefizite und Verunsicherungen bei dem Thema künstliche Gelenke sind. Trotz einer Fülle von Informationen, die über unterschiedliche Quellen verfügbar sind, stehen sehr viele unbeantwortete Fragen im Raum. Eine große Verunsicherung entsteht dadurch, dass unsere Gruppenmitglieder bei Ihren Ärzten, im Krankenhaus oder bei Reha-Aufenthalten sehr vielstimmige Handlungsempfehlungen erhalten. Diese reichen von ‚Nie wieder auf der operierten Seite schlafen‘ über ‚Bis zu 12 Monaten nach der OP kein Fahrrad fahren‘ bis hin zu ‚Nach 3-4 Monaten können Sie ruhig mit dem Joggen anfangen‘. Da bleibt es schwierig für den Einzelnen, sich zu orientieren. Genau hier setzt unsere Gruppe an. Alle diese Fragen und Unsicherheiten können gepostet werden und werden meist in wenigen Minuten von den anderen Mitgliedern beantwortet. Da auch einige Orthopäden und Physiotherapeuten mit von der Partie sind, sind die Antworten sehr oft entsprechend fachlich untermauert.

Dirk Reidenbach

Dirk Reidenbach (li) mit Peter Herrchen

Gutenberg-Halbmarathon 9 Monate nach Hüft-TEP

Gratulieren möchten wir an dieser Stelle dem TEPFIT-Mitglied Dirk Reidenbach, der exakt 9 Monate nach dem Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes am 10. Mai 2015 in Mainz den Halbmarathon in einer hervorragenden Zeit von 2:11:06 gefinished hat. Fünf Monate zuvor hatte er erst wieder mit dem Laufen begonnen (vier Monate nach der OP).

Dirk ist ein Beispiel dafür, was alles mit einem künstlichen Gelenk möglich ist und das, obwohl die Voraussetzungen alles andere als günstig waren: Hatte er doch auf Grund eines sechs Monate zuvor erlittenen Unfalls und eines damit verbundenem unentdeckten Risses im Hüftkopf ein künstliches Gelenk erhalten müssen. Gut, dass er einen Operateur hatte, der sportliche Aktivitäten trotzdem für gut befand.

Peter Herrchen, Betreiber dieses Blogs und der TEPFIT-Gruppe, ließ es sich nicht nehmen, Dirk persönlich anzufeuern und zu gratulieren.

endgroup

Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen und auch Mitglied der TEPFIT-Gruppe, hat zusammen mit vier anderen Endoprothetik-Zentren in Deutschland die endogroup ins Leben gerufen.
‚Fünf auf dem Gebiet der Endoprothetik führenden Kliniken bilden endogroup. Durch die Kooperation soll ein Zugewinn in der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung, der Mitarbeiterzufriedenheit und der Organisation unserer Abteilungen erreicht werden‘, erläutern die Betreiber auf ihrer Seite.
Umfassend und anschaulich wird über die Hüft- und Knie-Endoprothetik informiert, sowohl was die OP selbst als auch die möglichen Implantat-Varianten (Gleitpaarungen) betrifft. In der Rubrik ‚Knowledge-Center‘ werde alle Begriffe rund um die OP alphabetisch erläutert und die häufigsten Fragestellungen beantwortet.
Selbstverständlich gelangt man über endogroup-Seite auch zu den jeweiligen Klinik-Webseiten und deren Chefärzte!

TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken

So, 22. März 2015 1 Kommentar

TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken – exklusives Austauschforum
Letzte Aktualisierung: Oktober 2019

Dieser Blog besteht nun seit über acht Jahren und hat über 300.000 Seitenabrufe. Es sind daraus inzwischen zusammen mit Heidi Rauch zwei Bücher (‚Mut zur neuen Hüfte!‘ und ‚Mut zum neuen Knie!‘) entstanden, ersteres bereits in der zweiten Auflage. Ich habe zu ganz vielen Betroffenen Kontakt über meinen Blog erhalten und es sind hunderte von eMails außerhalb dieses Blogs mit Betroffenen ausgetauscht worden. Das Wesen dieses Blogs ist es, Informationen bereit zu stellen, die zwar kommentiert werden können, aber nicht für einen schnellen und zügigen Erfahrungsaustausch der Blog-Leser untereinander geeignet sind. Aus diesem Grund haben Ulrike Steyer, die ich auch über diesen Blog und unsere Bücher kennengelernt habe, und meine Wenigkeit nach Wegen gesucht, einen permanenten Austausch von Betroffenen untereinander zu etablieren.

Dr. Christian Fulghum

Dr. Christian Fulghum

Nach kurzer Überlegung haben wir uns für eine geschlossene Facebook-Gruppe entschieden, wohl wissend, dass wir damit nicht alle erreichen können – und zwar aus folgenden Gründen: Diese kann schnell von überall von uns moderiert und begleitet werden, worauf wir großen Wert legen. Facebook ist auf jedem Smartphone, Tablet/Pad und PC gleichermaßen verfügbar und die Gruppenmitglieder können damit zeitnah interagieren.

Eventuelle Nachteile, wie den Ausschluss von ‚Facebook-Verweigerern‘, zu denen eine Zeit lang auch meine liebe Mitautorin Heidi Rauch gehörte, keine Möglichkeit nach Themen zu strukturieren oder auch das Risiko, dass unsachliche oder beleidigende Beiträge zunächst online gehen, nehmen wir dabei in Kauf. Letzteres versuchen wir drei Moderatoren (Ulrike, Therese und ich) allerdings zu verhindern, indem wir die Gruppe so zeitnah wie möglich begleiten und moderieren und dabei ggf. Beiträge wieder entfernen oder im Extremfall auch Gruppenmitglieder ausschließen.

Dr. Georg Kaupe

Dr. Georg Kaupe

Im Gegenteil: Unser Anspruch, das Niveau dieser Gruppe möglichst hoch zu halten, nur sachliche und kompetente Beiträge, Fragen und Antworten zu ‚posten‘ und vor allen Dingen neben den Betroffenen auch wirkliche Experten ins Boot zu holen, ist bis jetzt voll aufgegangen. Stand Oktober 2019 hat die Gruppe bereits knapp 3300 Mitglieder mit einem kontinuierlichen Wachstum von 50-70 Neuzugängen pro Monat. Darunter u.a. mit Dr. Georg Kaupe, Dr. Christian Fulghum und  Dr. Holger Haas drei renommierte Orthopäden, deren Spezialgebiet im Falle von Dr. Christian Fulghum und Dr. Holger Haas die Endoprothetik in Verbindung mit entsprechender sportlicher Betätigung ist und im Falle von Dr. Georg Kaupe die Sportmedizin. Letzterer hat dazu ein spezielles Trainingsgerät, den Cross-Shaper, der inzwischen in Nordic Cross Trainer umbenannt wurde, entwickelt und Dr. Christian Fulghum hat das ENDOFIT-Programm in seiner Klinik aufgelegt.

Dr. Holger Haas

Dr. Holger Haas ist maßgeblich an endoCert, dem Zertifizierungssystem für Endoprothetik beteiligt.
Die Liste der Experten (Fachärzte, Physiotherapeuten, medizinische Fachjournalisten, Trainer, Sportwissenschaftler) ist inzwischen beachtlich gewachsen und bewegt sich im mittlerem zweistelligen Bereich.
Eine vollständige Liste der Experten ist in der FB-Gruppe selbst unter Dateien zu finden.
Natürlich sind wir ständig bestrebt noch weitere Fachleute für uns zu gewinnen.
Haben wir auch Ihr Interesse geweckt, dann beantragen Sie doch einfach den Beitritt zur Gruppe.

 

Skilanglauf – gesund, anstrengend und gelenkschonend

So, 15. Februar 2015 2 Kommentare

Sonneloipe Scharling - KreuthIch hatte schon fast vergessen, wie schön Skilanglauf bei traumhaftem Winterwetter sein kann. Bin ich doch die letzten Jahre überwiegend gejoggt und bei meinen Winteraufenthalten am Tegernsee – hauptsächlich Weihnachten und Silvester – war meist zu wenig Schnee. Ganz anders jetzt im Februar. Herrliche Schneeverhältnisse, sehr gut gespurte Loipen und traumhafter Sonnenschein.
Zudem ist das Skilangläufen nicht nur anstrengend und anspruchsvoll, sondern auch gesund für Körper und Kreislauf und sehr gelenkschonend, zumindest im klassischen Stil. Damit ist Skilanglauf bestens für Endoprothesenträger geeignet. Etwas Vorsicht sollte man auf schwierigeren Strecken walten lassen wenn man kein perfekter Techniker ist, um nicht unglücklich zu stürzen. Vom heute sehr verbreitet und besonders elegant aussehenden Skating ist für Hüft-TEP-Träger ehSonnenloipe Starter abzuraten. Hier kann es ungewollt durch den Schlittschuhschritt zu stärkeren Spreizungen der Beine kommen, als dem künstlichen Gelenk lieb ist. Wobei ich gestehe, dass ich auch schon mit dem Gedanken gespielt habe, mir Skating-Ski zuzulegen. Das klassische Skilanglaufen ist dem kürzlich von mir getesteten Cross-Shaping übrigens sehr ähnlich, es fehlen nur die Gewichte für den Oberarm und der Oberkörper ist nicht ganz so aufrecht. Wer die Gelegenheit hat diesen schönen Wintersport auszuüben, sollte es tun. Wie viele Muskeln dabei angesprochen werden, habe ich jetzt aktuell nach meiner längeren Skilanglaufpause auch prompt mit einem ausgeprägten Muskelkater an den unmöglichsten Stellen gespürt. Noch ein kleiner Hinweis für alle, die nach einer Gelenks-Operation vielleicht vom alpinen Skifahren auf Langlauf umsteigen möchten. Auch wenn es einfach aussieht, ist die Sportart doch technisch anspruchsvoll, zumindest dann, wenn man Steigungen gut, sicher und elegant hinauf und auch wieder hinunter kommen und beim gewollten oder ungewollten Spurwechsel nicht für Gelächter sorgen möchte. Neueinsteiger sollten in jedem Fall einige Stunden in einen Grundkurs oder Langlauftrainer investieren.