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Die Komplett-Revision der Hüfte in 12 Kapiteln

Nachdem ich knapp 10 Jahre lang mit meinen beiden künstlichen Hüftgelenken sportlich richtig Gas geben konnte, stand im April 2018 die notwendige Komplett-Revision der 21 Jahre alten TEP auf dem OP-Plan. Komplett hieß in meinem Fall, alle zementierten Komponenten entfernen (Pfanne und Schaft) und versuchen, eine natürlich größere, aber dafür nicht einzementierte Revisionsprothese einzusetzen. Wie schon bei der letzten OP (rechte Seite in 2008) vertraute ich hier auf das bewährte und hervorragende Team der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen. Die nachfolgenden Kapitel zeigen den langen und teils auch beschwerlichen Weg zurück zur Normalität und auch zum Sport.

Revision Dank endogap nach einem Jahr körperlich und mental abgeschlossen

Mi, 24. April 2019 2 Kommentare

Kapitel 12 – Mit diesem letzten Kapitel schließe ich nun mein Revisionstagebuch ab. Exakt ein Jahr ist die Revisions-OP nun her und ich denke weder an die neue Revisions-TEP noch spüre ich diese im Alltag! Das Leben und auch der Sport hat mich wieder.

Freude pur beim ersten Lauf ohne Stöcke nach der Revision

Nach den wundervollen Urlaubstagen Anfang Januar 2019 in Südafrika zog naturgemäß wieder der Arbeitsalltag in mein Leben ein. An einem Wochenende Anfang Februar habe ich es dann zum ersten Mal gewagt, einige wenige Kilometer, drei um genau zu sein, ohne Stöcke zu Laufen (Joggen) – und zwar sehr, sehr langsam und mit kleinen Schrittlängen. Trotzdem ist das Glücksgefühl nach so langer Zeit kaum zu beschreiben. In den vier Folgewochen bin ich dann insgesamt knapp 20 km langsam und vorsichtig gelaufen, davon einige sogar in kurzen Hosen, da Mitte/Ende Februar schon mal kurz der Frühling ausgebrochen war. Meine längste Einheit war 5 km in „sagenhaften“ 50 Minuten.
Ansonsten einige Tischtennis-Liga Spiele und meine täglichen Übungen wie gehabt.

Es folgte eine Woche Sportpause wegen einer Erkältung und dann ein kurzes Wochenende am geliebten Tegernsee. Ich war voller Hoffnung, dass ich es noch kurz vor Ende der Saison schaffen würde, meine Langlaufbretter nach langer Zeit wieder zu testen. Auch wenn tagsüber die Temperaturen bei sonnigen 15-18 Grad (plus) lagen, war es in den Tälern bei Kreuth doch nachts noch recht frostig und die Loipen, nach über zwei Meter Schnee in diesem Winter, wirklich überraschend gut in Schuss.
Am 23.3.2019 war es dann soweit. Ich konnte bei herrlichen Bedingungen vormittags lockere vier Testkilometer im klassischen Langlaufstil absolvieren. Immer noch mit dem nötigen Respekt vor dem großen Metallgestänge in meinem linken Oberschenkel. Aber bis auf einen Mini-Muskelkater am nächsten Tag (Oberschenkel-Innenseite), war alles perfekt. Keine Schmerzen während oder danach.

Morgens Winterlanglauf und Mittags Sommer-MTB

Mittags anschließend bei sommerlichen Temperaturen eine 12 km MTB-Genuss-Runde eingestreut und tags darauf dann nochmals lockere 14 km auf dem Mountain-Bike absolviert. Außer kleinen Problemen an den Stellen, an denen sich mein Körper mit dem schmalen Sportsattel verbindet (war schließlich das erste Biken seit 6 Monaten), alles tipptopp! Jetzt fehlt nur noch ein Monat zum „Revision-OP-Jahrestag“. Auf Grund meiner guten Verfassung und absoluten Schmerzfreiheit muss ich zugeben, dass ich sehr stark am überlegen war, ob ich mich für den Sprint-Cross-Triathlon (500 m Schwimmen, 20 km MTB und 5 km laufen) rund um den Wiesbadener Neroberg Ende April 2019 anmelden sollte. Dieser Wettkampf wäre dann ziemlich genau ein Jahr nach der OP, so wie schon 2009 nach der letzten OP (rechte Seite) gewesen. Doch ich habe mich dann selbst wie folgt überredet: „Der Wettkampf ist nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass ich weiß, ich würde das schaffen. Denn 500 Meter Schwimmen sind natürlich kein Problem, 20 km MTB habe ich schon einige Male nach der OP absolviert und 5 km am Stück gelaufen bin ich auch bereits zweimal.“ Die Vernunft hat dieses Mal (noch) gesiegt. Nach dieser Entscheidung Ende März bin ich dann das erste Mal wieder meine Pfingstborn-Hausrunde (5 km, 125 Hm) langsam gelaufen bei sommerlichen 20 Grad.
Im April folgten dann erneut vier Tage Tegernsee-Aufenthalt mit Zeit und Muße für die eigene Fitness und den Outdoor-Sport. Wie gehabt etwas Laufen und Mountain-Biken. Einen Schlechtwettertag nutzte ich, um in meiner „alten“ Reha-Wirkungsstätte Medical Park St. Hubertus das mir bekannte Medizinisch Technische Training (kurz MTT) zu absolvieren. Von einem Physiotherapeuten, der bei meiner ersten Reha im Medical Park 2008 auch schon dort war, ließ ich meinen Laufstil auf dem Laufband analysieren. Er hat dabei exakt das erkannt, was ich ganz bewußt versuche: Mit kleinen flachen Schrittlängen möglichst wenig Belastung auf die Gelenke einwirken zu lassen. Er meinte, dies sei ideal, um die das Kunstgelenk umgebenden Knochen nach und nach an etwas größere Belastungen zu gewöhnen. Schön, wenn ein Fachmann das eigene Trainings-/Laufkonzept bestätigt. Ich praktiziere hier im Prinzip das Slow-Jogging, vielleicht ganz leicht abgewandelt, da ich geringfügig schneller unterwegs bin. Wichtig ist hierbei, auf dem Mittelfuß, bzw. dem ganzen Fuß aufzukommen.
Unverhofft und positiv überrascht hat mich eine ganz andere Nachricht: Der Diplom-Sportlehrer, anerkannte Faszienexperte und Certified RolferTM Markus Roßmann hat seine Zelte in Erding abgesprochen und eine eigene Gesundheits-Lounge am Tegernsee eröffnet. Hätte er das doch bloß schon ein Jahr früher getan! Ich wäre nach meiner OP sicherlich Stammgast dort gewesen. Aber wenigstens habe ich jetzt eine ideale Anlaufstelle, um eventuelle Dysbalancen oder Beschwerden meines Bewegungsapparates behandeln zu lassen, sofern diese denn mal auftreten oder ich auch nur das Gefühl haben sollte.

MTB, Laufen und Wandern mit Tochter bei Traumwetter am Tegernsee an Ostern

Kurz vor Ostern hatte ich mit meiner Mannschaft noch unser letztes Liga-Tischtennisspiel bestritten, mit dem wir unsere sehr erfolgreiche Meisterschafts-Saison abgeschlossen haben. Alle von mir absolvierten Spiele waren in Bezug auf die Hüfte absolut problemlos und völlig beschwerdefrei. Tags darauf dann noch eine weitere kleine Slow-Jogging Einheit (4 km) bei kühlem, aber sonnigem Aprilwetter.
Eine Woche vor meinem Revision-OP-Jahrestag (25.04.2019) durfte ich mich erneut auf weitere fünf supersonnige Ostertage mit meiner Familie am geliebten Tegernsee freuen. Viereinhalb Aktiv-Tage bei Traumwetter standen auf dem Programm. Insgesamt 42 MTB-, 7 Lauf- und 7,5 Wanderkilometer liegen nun hinter mir. Es war alles perfekt und absolut schmerzfrei.
Die Urlaubstage habe ich auch genutzt, um selbst mehr über Faszien zur erfahren und mit dem oben bereits erwähnten Markus Roßmann ein Interview zum Thema „TEPFIT trifft Faszie“ zu führen – mit vielen Tipps und Infos zum Faszientraining mit künstlichen Gelenken. Das knapp zehn Minuten lange Video gibt es hier.
Nachdem ich das Revisionstagebuch nun exakt ein Jahr geführt habe, ist für mich das Kapitel Revisions-OP abgeschlossen. Danke an alle meine Leser, die sich durch die insgesamt 12 Kapitel durchgekämpft haben.
Wenn ich dem einen oder anderen aufzeigen konnte, dass eine Komplett-Revision nicht das Ende der Tage ist, dann hat mein Tagebuch sein Ziel erreicht.
Der allergrößte Dank gebührt natürlich dem hervorragenden Operations-Team der endogap in Garmisch-Partenkirchen unter der Federführung meines Hauptoperateurs Dr. Rolf Schipp und deren Chefarzt Dr. Christian Fulghum, sowie meiner lieben Frau Doro, die mich in den ersten Wochen nach der OP als Pflegefall grandios umsorgt hat. Ohne die vorstehend genannten Personen hätte auch mein eigener eiserner Wille, die vollständige Genesung und Sportfähigkeit zu erreichen, nur sehr wenig genützt. Last, but not least gehört natürlich auch ein Quäntchen Glück dazu, nicht zu den deutschlandweit 2-3% Prozent zu gehören, bei denen bei der Hüft-OP leider nicht alles glatt läuft!

Hüftgelenkersatz und die Rückkehr zum Sport

Gerne stelle ich einen Artikel aus der-niedergelassene-arzt.de zur Verfügung. Darin geht es ausführlich um die Rückkehr zum Sport nach Gelenkersatz. Der Artikel wurde von Prof. Dr. med. Christian H. Siebert, Klinik für Orthopädie und Sporttraumatologie Paracelsus Klinik Hannover Langenhagen veröffentlicht

Es wird die sich mit den Jahren geänderten Haltung der Fachärzte zu erlaubten Sportarten dargelegt und verschiedene Aspekte des körperlichen Wohlbefindens durch Sport mit Gelenkersatz beleuchtet.
Gleichwohl wird festgestellt, dass es noch keine wirklich evidenten Studien gibt, wie sich verschiedene Sportarten auf die Haltbarkeit des Gelenkes wirklich auswirken….mehr

Geiz ist geil – Gesundheit, Fitness und ein langes Leben zum Nulltarif?

Es scheint sich mehr und mehr in unserer Gesellschaft zu verfestigen, dass für die eigene Gesundheit gefälligst andere zu sorgen haben – und zwar umfassend und kostenlos. Wer sind die anderen? Der Staat, die Krankenkassen, die Sportvereine, ehrenamtliche Selbsthilfegruppen und nicht zuletzt eine geschlossene Facebook-Gruppe, wie „TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)“ mit bald 3000 Mitgliedern. Zudem wird wie selbstverständlich erwartet, dass hunderte oder tausende von perfekt produzierten Fitness- oder medizinischen Hilfe-Videos in Youtube kostenlos konsumiert werden können. Hier sei auch exemplarisch unser TEPFIT-Youtube-Kanal erwähnt oder der inzwischen mit einer großen Reichweite agierende Kanal Video-Visite von Dr. Tobias Weigl. Woher kommt es, dass die Meisten viel Geld in PS-starke teure Autos oder in Smartphones jenseits der 1000,00 EUR-Marke investieren, aber nicht bereit sind, für Gesundheit und gesunde Ernährung nur ein Bruchteil davon auszugeben?

Yoga – Foto: AndiP auf Pixabay

Wieso werden eher teure Gebühren für Bezahl-TV, Video- und Musik-Streamingdienste monatlich entrichtet, als Mitgliedschaften in einem Sportverein oder Fitness-Studio zu bezahlen?

Alle wollen möglichst lange leben und dabei gesund bleiben, aber nichts oder nur wenig dafür investieren.

Was sind die Gründe? Liegt es an der 24-Stunden Verfügbarkeit des Internets immer und überall und des damit einhergehenden viel zu hohen Medien-Konsums, der a) keine Zeit mehr für Bewegung und Sport in der Gemeinschaft lässt und b) natürlich auch mit Mobilfunkkosten weit höher als eine Vereinsmitgliedschaft zu Buche schlägt? Ist die Politik schuld, die das Gesundheitsbewusstsein nicht fördert und medial unterstützt, dafür aber inflationär irgendwelche unsinnigen Lebensmittel-Siegel erfindet? Wieso besteht die Werbezeit auch im öffentlich-rechtlichen TV zu 80% aus Medikamenten- und Arzeneimittel-Spots, die unverkäuflich wären, wenn Sport, Bewegung und gesunde, vitaminreiche Ernährung gelebt würde?
Ein Monatsbetrag in einem Sportverein mit vielfältigen Angeboten kostet, wenn er teuer ist, maximal 15 EUR, also 50 Cent pro Tag. Trotzdem haben besonders in Städten die Vereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Selbst Fitness-Studios, in denen man fast rund um die Uhr trainieren kann, gibt es für ein Euro pro Tag. Das ist vielen scheinbar zu teuer. Aber für einen Becher Coffee to go in umweltschädlichem Plastik werden gerne 3,00 EUR bis 4,00 EUR ausgegeben.

Für hochkarätige Gesundheitsveranstaltungen mit einem von Fachleuten begleitetem und ausgearbeiteten Programm, die zum Selbstkostenpreis angeboten werden, melden sich trotz einer exakt definierten und potenziellen Zielgruppe von 3000 Mitgliedern, die sich täglich viral intensiv austauschen, kaum ein Dutzend (0,3 Prozent) Personen an. Selbst Chefärzte von renommierten Kliniken, die speziell für Patienten mit künstlichen Gelenken, Seminare für den Wiedereinstieg in den Sport zusammen mit Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern zu wirklich moderaten Kosten anbieten, haben damit zu kämpfen, genug Anmeldungen zu erhalten, damit sich der Aufwand überhaupt lohnt – und das bei jährlich etwa 400.000 neuen potenziellen ‚Kunden‘.

Ab und zu träume ich den Gedanken, von den Mitgliedern unserer geschlossenen TEPFIT-Gruppe einen Monatsbeitrag von 0,50 oder 1,00 EUR zu erheben. Das wären ca. 1,5 bzw. 3 Cent pro Tag. Es wäre wirklich interessant zu wissen, wieviele am Ende noch in dieser Gruppe übrig blieben.
Ich bin übrigens ganz fest davon überzeugt, dass der Mehrwert, den diese Gruppe bietet, viel mehr als 1,00 EUR pro Monat wert ist. Aber das liegt auch vielleicht daran, dass ich weiß, wieviel Aufwand unser Admin-Triumvirat mit der Gruppe hat und wie stark sich im Hintergrund auch die medizinischen Fachleute in der Gruppe engagieren.

Fest steht, dass die ‚Geiz ist geil‘-Mentalität rasant um sich greift und in allen Bereichen immer präsenter wird: Vermeintliche Billig-Schnäppchen im Internet, die dem qualifizierten Fachhandel schaden; Last-Minute-Urlaube ‚all inclusive‘ weit weg, statt die traumhaften Landschaften und Reiseziele vor der Haustüre zu besuchen; sich über nicht artgerechte Tierhaltung echauffieren aber im Supermarkt abgepacktes Billigfleisch kaufen, statt zum Metzger des Vertrauens zu gehen.

Aber was hat das eigentlich alles mit ‚Endoprothese und Sport‘ zu tun? Viel, sehr viel!
Schließlich kostet eine Gelenkersatz-OP die Solidargemeinschaft ca. 10.000,00 EUR pro Fall. Macht bei 400.000 OPs pro Jahr schlappe 4 Milliarden Euro, jährlich – ohne die Rehabilitationskosten und den mehrwöchigen Ausfall als Arbeitskraft. Da ist es selbstverständlich die Pflicht jedes einzelnen alles dafür zu tun, dass das Ergebnis auch super wird, zumal Deutschland beim Thema AHB (Anschlussheilbehandlung), finanziert durch die Rentenversicherung oder Krankenkasse, durchaus Vorreiter in Europa ist. Dafür sollten die Betroffenen spätestens im Anschluss eigenes Geld in die Hand nehmen, um nach dem ‚Anschub-Sponsoring‘ durch die Solidargemeinschaft, selbst für sich Verantwortung zu übernehmen. Dazu zählen wie schon oben erwähnt auch Gesundheits-Workshops, Sport- und Fitness-Angebote, gesunde Ernährung und täglich ausreichend Bewegung. Das letztgenannte ist zwar tatsächlich zum Nulltarif zu haben – mal von gutem Schuhwerk abgesehen -, am Ende des Tages ist aber ein gewisser Aufwand an Geld und Zeit unabdingbar. Hier ist ganz dringend ein Umdenken in der breiten Masse notwendig. Nur so kann auch dem seit Jahren steigendem BMI der Gesamtbevölkerung entgegengewirkt werden. Besonders kritisch ist hierbei die Verdreifachung der adipösen Jugendlichen seit den 90er Jahren.

EndoFit Wochenende in Bonn – Bewegung und Sport mit Gelenkersatz – 3.-5. Mai 2019

Fr, 1. Februar 2019 1 Kommentar

Dr. Holger Haas

Aktualisierung vom 22.02.2019
Das detaillierte und sehr umfangreiche 3-Tages Programm steht inzwischen fest und kann hier ‚downgeloadet‚ werden.

Artikel vom 01.02.2019
Die Sehnsucht, sich nach einer Gelenkersatz-Operation endlich wieder sportlich und vor allen Dingen schmerzfrei zu betätigen, ist bei vielen Betroffenen sehr groß. Oft wieder dieser Wunsch allerdings von der Angst begleitet, etwas falsch zu machen und damit dem künstlichen Gelenk zu schaden. Das EndoFit-Programm, ursprünglich von der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen vor einigen Jahren ins Leben gerufen, findet nun zum erstem Mal (fast) in der Mitte Deutschlands, nämlich in Bonn, statt.
Dies ist eine sehr gute Gelegenheit für alle, die in der näheren oder oder weiteren Umgebung von Bonn zu Hause sind, etwas für die eigene Fitness zu tun und das Rüstzeug für den selbstbestimmten Weg zurück in ein aktives und bewegtes Leben zu erhalten.
Dr. Holger Haas – Chefarzt Allgemeine Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin des Gemeinschafts-Krankenhauses Bonn, St. Petrus – fasst nachfolgend in einem persönlichen Anschreiben das Programm und das Ziel dieses Wochenendes zusammen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

denken, kommunizieren und mobil zu sein, macht das Leben aus. Dies gilt auch und gerade für Menschen, die durch die Implantation einer Endoprothese ihre Mobilität zurückgewonnen haben. Aber es gehört Zutrauen und manchmal Mut dazu, wieder körperlich aktiv zu werden. Dabei wollen wir Sie unterstützen: Unser Team von Physiotherapeuten, Ärzten und Betreuern wird Sie mit einem abwechslungsreichen Wochenendprogramm auf dem Weg zurück in ein sportlich aktives Leben begleiten. Dabei kommen die Information und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz. In Fachvorträgen werden Sie über aktuelle Aspekte der Endoprothetik informiert, gepaart mit zahlreichen sportlichen Aktivitäten und Medizinchecks. Es erwartet Sie ein speziell zugeschnittenes Trainingskonzept für Gelenkersatz-Träger.

Wir würden uns sehr freuen, Sie hier in Bonn zu unserem ersten endofit-Wochenende begrüßen zu können!

Chefarzt Dr. med. Holger Haas mit dem gesamten Team

Den Flyer mit allen Details zur Anmeldung, Kosten, Veranstaltungsort, Ansprechpartner und den begleitenden Fachleuten gibt es hier.

Natürlich unterstütze ich gerne diese Veranstaltung. Nicht ohne Grund heißt meine Webseite „Endoprothese und Sport“!

Vom Blog über zwei Bücher zum 3. TEPFIT-Treffen in Berlin

Was 2011 mit diesem Blog begann, hat sich in den letzten sieben Jahren prächtig weiterentwickelt. In den Jahren 2012 und 2014 sind die Bücher ‚Mut zur neuen Hüfte!‘ und ‚Mut zum neuen Knie!‘ erschienen – das erste inzwischen in der zweiten Auflage. 2015 wurde die geschlossene Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‘ gegründet, die in Kürze das 3000. Mitglied feiern wird.

Teilnehmer des 2. TEPFIT Workshops 2018 in Hagen

Damit reifte dann auch der Entschluss, die Mitglieder der virtuellen Facebook-Gruppe in einem realen Treffen zusammenzubringen. Das erste Treffen im November 2016 in der Nähe von München war damit aus der Taufe gehoben.
Im April 2019 findet nun bereits das dritte TEPFIT-Treffen (Workshop) mit einem erneut sehr interessanten Programm in Berlin statt. Drei hochkarätige Impulsvorträge renommierter Fachärzte der Charité am Vormittag, sowie Yoga und Zumba für TEP-Träger am Nachmittag, bilden die Programm-Säulen. Für ein ausgewogenes Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abend ist natürlich ebenfalls gesorgt.
Wer Interesse hat, kann sich unter nachfolgendem Link ausführlich informieren und natürlich auch gleich verbindlich anmelden!
Ein paar ‚Live‘-Eindrücke vom letzen Treffen gibt es rechts mit dem TEPFIT-Trailer 2018 und natürlich in unserem YouTube-Kanal!

Sportlich unterwegs mit neuer Hüftprothese

Moderne Implantatmaterialien erlauben mehr Aktivität – Freiburg, November 2018

Der Anteil an Patienten, die auch mit einem künstlichen Hüftgelenk sportlich aktiv sein wollen, nimmt immer weiter zu. Tatsächlich erlauben moderne Materialpaarungen für den Ersatz von Hüftpfanne und Hüftkopf mittlerweile einen aktiveren Lebenswandel. Der Grund: sie erzeugen bei Belastung deutlich weniger Abriebpartikel – bisher eine der Hauptursachen für eine Lockerung des Implantats. Die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V. empfiehlt daher heute allen Patienten mit Hüftprothese, regelmäßig moderaten Sport, etwa Schwimmen oder Radfahren, zu betreiben…. hier der komplette Artikel mit Sportarten-Empfehlungen als PDF-Download