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Posts Tagged ‘Sport’

Die positive Aura der endogap oder eine Verschwörung des IoT?

MTB reaktiviert

Seit ca. zwei Jahren mehren sich die Anzeichen, dass eine Revision meiner inzwischen über 20 Jahre alten linken ‚Zement‘-Hüfte notwendig wird! Auf den Röntgenbildern sind vermehrt Osteolysen (Verlust von Knochensubstanz auf Grund des Abriebs) zu erkennen und ich selbst habe in unregelmäßigen Abständen Beschwerden, die sich mit Schmerzen und Kraftverlust im Oberschenkel bemerkbar machen, aber zum Glück nach ein bis maximal drei Tagen wieder verschwunden sind. Das hat natürlich auch dazu geführt, dass meine Läufe weniger und kürzer wurden und ich dafür wieder mehr mein MTB zum Einsatz bringe. Doch seit ich Anfang Juli dieses Jahren bei Dr. Christian Fulghum in der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen zu Kontrolle war und per Handschlag meine Revisions-OP für April 2018 dingfest gemacht habe, sind die subjektiven Beschwerden weg und ich gehe aktuell zumindest zweimal pro Woche regelmäßig Laufen, getreu dem Rat von Dr. Fulghum: ‚Machen Sie alles wie bisher, aber lassen Sie vielleicht den Halbmarathon weg!‘

endogap – Eingangshalle

Woran liegt das? Ist es die positive Aura der endogap (siehe Foto Eingangshalle), die unbändige Vorfreude auf die Revisions-OP oder gar eine Verschwörung des IoT (Internet of things)? Haben vielleicht professionelle Hacker – von Kliniken und Implantatherstellern engagiert – die vernetzten Röntgen- und MRT-Systeme infiltriert und die Befunde so manipuliert, dass möglichst viele OPs notwendig werden? Möglich wäre dieses Szenario, wo jedes technisch anspruchsvolle Gerät einen Internetzugang hat oder zumindest herstellen könnte, ohne Probleme. Man mag es sich nicht wirklich ausmalen, was das bedeutet würde. Aber schließlich wären auch bisher aufgedeckte Medizinskandale, wie z.B.: die Verwendung von minderwertigen Zahnimplantaten aus China im großen Stil, die dann bei uns zu hohen Kosten mit den Krankenkassen abgerechnet wurden, ohne gut funktionierende IT nicht möglich gewesen.

Bevor ich jetzt aufgebrachte und besorgte Zuschriften bekomme, so wie es Postillon ständig geht: Vorstehendes Szenario war zumindest in meinem Fall nicht wirklich ernst gemeint und ist – zumindest Stand heute – noch unter Satire zu verbuchen.

Bewegung und Sport ist immer gut, sowohl vor einer notwendigen Erst-OP als auch vor einer Revision. Je besser die Muskulatur ist und je mehr der Knochen noch ‚Futter‘ bekommt, desto besser sind die Voraussetzungen für den Erfolg des Eingriffs. Ich werde jedenfalls alles daran setzen, mich bis April 2018 so fit wie möglich zu halten und dabei hoffen, dass sich die Lockerungsschmerzen weiterhin sehr in Grenzen halten, um mich dann optimistisch in die Hände der Revisions-Spezialisten der endogap zu begeben. Ich werte es übrigens als gutes Zeichen und vertrauensbildende Maßnahme, dass Chefarzt Dr. Fulghum mich nicht selbst operieren möchte, sondern er mir seine beiden Oberärzte empfohlen hat, die für diese Art der Revisions-OP lt. seiner eigenen Aussage mehr Erfahrung haben.

Urlaub und Kunst des Müßigganges

Wander-Tag

Es ist soweit, der Urlaub steht vor der Türe und die Aktivitäts-Vorsätze reifen. Jeden Tag etwas Sport und Bewegung (Schwimmen, Radfahren, Laufen, Wandern, Spazieren gehen). Das Tegernseer Tal bietet dazu alle Möglichkeiten. Nun immerhin schon eine Woche den Urlaub genießend, muss ich erkennen, dass mein Bewegungsdrang nicht ganz den eigenen Ursprungsplanungen entspricht. Wie schön ist es auch mal nur in der Sonne zu sitzen und die Bergkulisse zu betrachten, in aller Ruhe und Ausgiebigkeit die Tageszeitung zu lesen oder auch einfach mal nur ‚vor sich hin‘ zu dösen.

See-Tag

Zwischendurch schon das eine oder andere Mal vom schlechten Gewissen geplagt, welches ruft: „Los, raffe Dich auf, unternimm etwas!“
Auch wenn ich darauf einige Male gehört habe, sieht die Bewegungs- und Sportbilanz eher mager aus. Zwar sagt mir mein Aktivitätstracker, dass ich knapp 30 km in den letzten 7 Tagen gegangen, bzw. gelaufen bin und gut 50 km auf dem MTB bewältigt habe, sowie nicht erwähnenswerte 300 Meter im See geschwommen bin, aber im Vergleich zu früheren Aktivitäten in vergleichbarer Situation, ist das doch sehr überschaubar. Und wo liegt das Problem? Es gibt keines.

Müßiggang-Tag

Man muss und sollte einfach auch mal wirklich ausspannen und dem Müßiggang frönen, lange und ausgiebig schlafen und das alles ohne schlechtes Gewissen. Schließlich müssen die Batterien wieder aufgeladen werden, um dann erholt und frisch, den Arbeitsalltag zu meistern. Ganz kurz hat mich heute, während ich diese Zeilen schreibe, dann tatsächlich etwas Wehmut ergriffen. Findet doch jetzt gerade der Tegernseer Tal Triathlon statt, an dem ich schon zweimal teilgenommen habe (2010 als Einzelstarter und 2012 in der Staffel im Rahmen des FiveArtHips-Projektes). Allerdings meint es das heutige 12 Grad kühle Dauerregenwetter in diesem Fall gut mit mir und ich kann ganz entspannt bleiben.

MTB-Tag

Der Wettkampf hätte unter diesen Bedingungen nur mäßig Spaß gemacht, vor allen Dingen auch für die Zuschauer, Angehörigen und Freunde. So lasse ich mich nun auch in die zweite Urlaubswoche treiben, ganz ohne Aktivität-Stress, wobei sicher noch der eine oder andere Lauf- und Radkilometer dazu kommt.
In diesem Sinne wünsche ich all meinen treuen Lesern eine schöne Ferienzeit mit viel Zeit für sich selbst und die Liebsten!

Ostervorsätze und ein Spezialisten-Interview zur Knie-Spiegelung

Laufen im Regen

Den Vorsatz, in meinem knapp zehntägigen Osterurlaub jeden Tag im Freien und bei frühlingshaften Temperaturen Sport zu treiben (Wandern, Laufen, Biken), hatte ich ganz fest gefasst! Voll motiviert haben ich direkt am ersten Tag bei schönem Wetter mit meiner lieben Frau eine schnelle 10 km Walking-Runde absolviert.

Laufen im Schnee

Allerdings wollte uns der Wettergott ab Ostersonntag einen Strich durch die Rechnung machen: Beginnend mit Dauerregen, der dann ab Ostermontag in dreitägigen Dauerschnee überging. Kurz überlegend, ob ich Sportprogramm gegen Couch und Ostereier eintauschen sollte, habe ich mich dann doch für ersteres entschieden. Also, Regenklamotten an und raus! Hielt sich der Spaßfaktor da noch in Grenzen, so folgten anschließend dann drei echte Wintertage und das Ende April. Auch wenn der Schnee dabei immer noch von oben kam, macht Laufen im Schnee deutlich mehr Spaß! Noch viel mehr Spaß machen Outdoor-Aktivitäten natürlich bei Traumwetter.
Warum ich Euch das hier alles mitteile?

Laufen bei Traumwetter

Wenn mich sich sportliche, egal ob kleine oder ganz große Ziele setzt, sollte man versuchen daran festzuhalten und nicht vor den Launen des Wetters kapitulieren. Das gilt für jede Art der Bewegung in der Natur. Bis heute stehen somit knapp 25 Laufkilometer auf dem Tacho und zwei Tage bleiben ja noch. Da es sogar schon ganz leicht nach Sonne aussieht, kann ich vielleicht doch noch mein MTB aus der Garage holen. Warten wir es ab!

Nun zu einem ganz anderen Thema
Aktuell wird in unserer Facebook-Gruppe TEPFIT verstärkt über Sinn oder Unsinn von Arthroskopien rege diskutiert. An anderer Stelle in diesem Blog habe ich bereits ausführlich zur Hüftarthroskopie Stellung bezogen. Diese ist weit komplizierter als eine Knie-Spiegelung – das hat mit der Tiefe und Festigkeit des Gelenkes zu tun – und erzielt seltener die gewünschten Ergebnisse. Knie-Spiegelungen werden dagegen oft als kleine Eingriffe verharmlost, obwohl diese ebenfalls komplex sind und nur von absoluten Spezialisten nach entsprechender Indikation vorgenommen werden sollten.

Im aktuellen Interview nimmt Dr. Christian Hoser vom Gelenkpunkt in Innsbruck zu diesem Thema Stellung. Geführt hat das Interview die Österreicherin Barbara Egger, die ebenfalls einen Blog, sowie eine Facebook-Gruppe zum Thema Arthrose betreibt. Da das Interview ursprünglich als Facebook-Livevideo geführt wurde, ist die Bildqualität nicht gerade bestechend. Wichtig ist aber auch eher das gesprochene Wort.

1. TEPFIT-Golfturnier am 14. Mai im GC Werdenfels – mit Dr. Christian Fulghum!

Gerne verweise ich an dieser Stelle passend zum Thema ‚Endoprothese und Sport‘ auf nachfolgende Veranstaltung, die meine liebe Kollegin Heidi Rauch in ihrem Blog veröffentlicht und detailliert beschrieben hat.

Clubhaus GC Werdenfels

Auszug aus dem Artikel von Heidi Rauch:
An alle Golfer unter meinen Lesern und an diejenigen, die es mal ausprobieren wollen: Am Sonntag, 14. Mai 2017, wird es das erste TEPFIT-Golfturnier über 9 Löcher im Land- und Golfclub Werdenfels bei Garmisch-Partenkirchen geben. Dies ist der Golfclub von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen. Er bietet seinen Patienten ja schon seit längerem ein sogenanntes endolife-Sportprogramm zum Wiedereinstieg nach der Hüft- (oder Knie-)OP. Just am 13. Mai ist die endolife-Golfwoche beendet. Was liegt da näher, als zum Abschluss ein kleines Turnier für alle TEP-Träger … mehr

Die Ausschreibungen zu dem sportlichen Golftag finden Sie nachfolgend:
Ausschreibung TEPFIT-Turnier GC Werdenfels am 14.05.2017
Schnupperkurs Healthy Swing 1.TEPFIT-Turnier GC Werdenfels am 14.05.2017

Weihnachtsgeschichten – Ironman mit Spenderherz oder ohne Bein und Hüftpfanne

So, 25. Dezember 2016 1 Kommentar
Natur und Bewegung genießen

Natur und Bewegung genießen

Natürlich dürfen in der Weihnachtszeit die Weihnachtsgeschichten nicht fehlen. Ich habe mir heute mal exemplarisch drei herausgegriffen die zeigen, dass der Mensch zwar (noch) nicht über das Wasser gehen kann wie Jesus, aber unglaubliche Fähigkeiten entwickeln kann, wenn er nur will.

In den etwas ruhigeren Weihnachtstagen hat mich ein Artikel im Münchner Merkur besonders berührt. Es wird die Geschichte des jungen Mannes Elmar Sprink erzählt, dem 2012 ein neues Herz transplantiert wurde. Es setzte sich nach 189 Tagen im Krankenhaus liegend ganz kleine Ziele: An die frische Luft gehen, Kaffee trinken, sich mit Freunden treffen, einen Spaziergang machen.
Als das funktioniert, wird er etwas verwegener und träumt davon, wieder mal seine Hausrunde in Köln laufen zu können. 2 Jahre nach seiner Herztransplantation finished er seinen ersten Ironman in der Langdistanz. Aber lest hier selbst seine unglaubliche Geschichte.

Nicht minder beeindruckt hat mich der Triathlet Christian Troger. Er wird 1983 ohne linkes Bein und Hüftpfanne geboren. Seine Ärzte prognostizieren, dass er niemals wird Laufen können. Damit fand er sich zunächst ab und wurde Kettenraucher und Partygänger ohne wirkliches Lebensziel, bis das Zuschauen bei einem Triathlon sein Leben veränderte. Er wurde selbst Profi-Triathlet. Seine beeindruckende Geschichte kann man in seinem Buch Geht nicht – läuft! nachlesen. Seine Profi-Karriere hat er inzwischen beendet. Er hält heute unter anderem Vorträge über Ziele und Motivation.

Dagegen nehmen sich die kleinen sportlichen Erfolge der über 1160 Mitglieder der TEPFIT-Gruppe zwar eher bescheiden aus, sind nicht minder beeindruckend. Die meisten in der Gruppe kämpfen sich nach mehreren, teils schwierigen Operationen wieder ins bewegte Leben zurück. Sei es mit Wandern, Radfahren, Tennis spielen, Skifahren, Laufen, Yoga, Nordic Walking, Reiten, Golfen, Cross-Shaping, Bergsteigen oder einfach mit langen ausgedehnten Spaziergängen mit und ohne Hund.

Alle drei Geschichten oder nennen wir es Beispiele haben eines gemein: Ohne den medizinischen Fortschritt, hätte es keine der o.g. Stories gegeben. Elmar Sprink wäre viel zu früh an seinem kranken Herz gestorben, Christian Troger wäre ohne HighTec-Prothese vermutlich Kettenraucher geblieben und die Mitglieder der TEPFIT-Gruppe würden früher oder später ihr Leben im Rollstuhl beenden.

Seien wir froh, dass wir in der westlichen Welt – und besonders in Deutschland – einen so hohen medizinischen Standard, sowie viele gute und verantwortungsvolle Ärzte, Physiotherapeuten und Medizinwissenschaftler haben. Dass es dabei immer noch etwas zu verbessern gibt und auch Fehler passieren, ist leider systemimmanent.

Da gilt der gute alte Spruch: No risc, no fun!

In diesem Sinne: Allen ein friedliches Weihnachtsfest und ein bewegtes Jahr 2017 voller Energie und Motivation!

 

Tod eines Fachmagazins und bald 1000 TEPFITte

Es ist wirklich schade. Das, wie ich finde, herausragende Fachmagazin MedicalSportsNetwork, dass man u.a. aus sportärztlichen Praxen, vom Physiotherapeuten und aus Reha-Kliniken kennt, wurde offensichtlich eingestellt. Besonders traurig ist es aus meiner Sicht, dass neben dem Printmagazin auch der gesamte Online-Content nicht mehr zur Verfügung steht und die Web-Seite gelöscht wurde. Hat sich das Magazin doch durch hochkarätige Beiträge von anerkannten Medizinern, Wissenschaftlern, Physiotherapeuten und auch Betroffenen zu Erkrankungen und Verletzungen, die sportliche Betätigung zunächst unmöglich machen, hervorgetan. Die Schwerpunkte lagen dabei neben der schnellen Regeneration auf vielen neuen, wissenschaftlich untermauerten, Methoden, die vor allen Dingen Spitzensportler in atemberaubender Zeit auch nach schweren Verletzungen wieder sportfähig machen können. Davon profitiert natürlich auch der Breitensportler. Das Thema Sport mit künstlichen Gelenken wurde ebenfalls in mehreren Ausgaben ausführlich behandelt. Auf zwei dieser Beiträge möchte ich hier gerne nochmals verweisen, da uns diese auf Grund unserer eigenen Beteiligung als PDF-Datei vorliegen.
Zum einen: Sport mit künstlichen Hüftgelenk von Simon Hendrich, Dr. med. Johannes Pauser, MHBA und PD Dr. med. M. Brem, MHBA, Ausgabe 4/2013.
und zum anderen : Mut zur neuen Hüfte von Peter Herrchen, Ausgabe 1/2013.
Weitere sehr interessante und thematisch passende Artikel (insgesamt sieben), auf die ich in meinem Blog teilweise verlinkt hatte, sind nun nicht mehr verfügbar.
Eine Anfrage bei den für die Zeitschrift zuständigen Maketing & Salesmanagern der succidia AG, die dort zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung noch als Verantwortliche für die MedicalSportsNetwork genannt sind, blieb leider unbeantwortet. Was also den Ausschlag für den Magazintod gegeben hat, ist mir somit nich bekannt.

Weitaus erfreulicher hingegen ist, dass unsere geschlossene Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‚ ganz kurz vor der 1000-Mitglieder-Schallmauer steht. Es werden in dieser Gruppe täglich dutzende von Artikel, Fragen und Anregungen gepostet und diskutiert. Man hilft sich gegenseitig, spricht sich Mut zu, gibt sich Tipps, verlinkt Fachartikel und TV-Beiträge oder weint sich, wenn einem danach ist, auch einfach mal aus. Und damit das nicht alles nur in einem virtuellen Raum geschieht, findet ziemlich genau 20 Monate nach Gründung dieser Gruppe, ein reales TEPFIT-Meeting vom 18.11.2016 – 20.11.2016 in Erding bei München statt. Für Kurzentschlossene gibt es noch einige Restplätze, eine Anmeldung ist noch bis zum 21.10.2016, je nach Verfügbarkeit, möglich. Die Anmeldeunterlagen gibt es hier!
Das Programm besteht neben dem ‚Kennenlernabend‘ am Freitag aus vier hochkarätigen Work-Shops und Vorträgen am Folgetag, bei dem auch die Bewegung nicht zu kurz kommt.

Dem November-Blues 2016 ein Schnippchen schlagen

Die olympischen Spiele gehen gerade zu Ende und mit diesen auch so ganz langsam der deutsche Sommer, der dieses Jahr wieder mal kein richtiger war. Also Zeit, etwas für die eher ungemütliche Jahreszeit zu planen, bevor dann auch wie jedes Jahr ganz plötzlich Weihnachten ist. Um aber den November-Blues gar nicht erst aufkommen zu lassen, findet genau in dieser Zeit, 18.11. – 20.11.2016, das erste TEPFIT-Treffen in Erding bei München im schönen Schloß Aufhausen statt. Ins Leben gerufen wurde es, um die weit über 900 Mitglieder der geschlossenen Facebook-Gruppe ‚TEPFIT Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‚ aus dem ‚virtuellen‘ Raum in einen ‚realen‘ zu transportieren. Aber selbstverständlich ist diese Veranstaltung auch für die treuen Leser meines Blogs zugänglich.

Das Programm richtet sich an alle, die eine Endoprothese bereits ihr Eigen nennen oder irgendwann davor stehen. Der Fokus liegt auf Bewegung und Fitness mit künstlichen Gelenken, mit praktischen Übungen und theoretisch untermauerten Beiträgen von namhaften Referenten. Dabei werden natürlich die individuellen Möglichkeiten der Teilnehmer berücksichtigt, damit auch die (noch) nicht so ganz Fitten voll auf ihre Kosten kommen. Auch Spaß und Geselligkeit sollen keinesfalls zu kurz kommen. So starten wir am Anreisetag abends mit der Besichtigung der Erdinger Weißbierbrauerei mit anschließender zünftiger bayerischen Brotzeit und Zeit zum Kennenlernen und erstem Meinungsaustausch.

Am Samstag, dem Hauptprogramm-Tag, wird dann z.B.: Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der renommierten endogap – Klinik für Gelenkersatz, ebenso von der Partie sein, wie Dr. Georg Kaupe (Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin), der als Erfinder des Cross-Shaping diese neue gelenkschonende Ausdauer-Sportart vorstellen wird.
Dr. Christian Fulghum wird in seinem Vortrag unter anderen die Themen Wechsel-OP, TEP-Material, OP-Zugangswege und Sinn und Unsinn von Arthroskopien behandeln. Im Anschluss wird es eine ausführliche Frage- und Diskussionsrunde geben.
Daneben werden die Teilnehmer das Faszien-Training, dass inzwischen und aller Munde ist, ebenso kennenlernen, wie die etwas unbekanntere aber sehr effiziente Alexandertechnik.
Das komplette Programm finden Sie hier. Eine Anmeldung ist noch bis Mitte September möglich. Einfach das Anmeldeformular herunterladen, komplett ausfüllen und unterzeichnen. Das Ganze dann entweder als eingescanntes Dokument an diese eMail-Adresse senden oder an die im Anmeldeformular angegebene Faxnummer faxen. Eine Übermittlung mit der guten alten Post ist natürlich auch möglich.

Vergesst den November-Blues und kommt nach Erding!

Sport mit Endoprothese? – Die Schön-Kliniken sagen JA!

So, 24. April 2016 2 Kommentare

Nachfolgend ein Artikel auf der Seite der Schön-Kliniken zum Thema Endoprothese und Sport. Auch wenn dieser Beitrag keine sensationellen Neuigkeiten enthält, so gibt er dennoch eine gute Richtschnur für Betroffene vor, wenn auch mit ein paar Ungereimtheiten: Tischtennis und Tennis werden z.B. als bedingt geeignete Sportarten empfohlen, gleichzeitig sollen aber lt. diesem Artikel abrupte Drehbewegungen vermieden werden. Das passt nicht zusammen, zumindest nicht im höherklassigen Wettkampf-/Mannschaftssport!

Die Angst vieler Patienten: Darf ich mit einem künstlichen Gelenk überhaupt noch sportlich aktiv sein? JA, unbedingt sagt der Experte. Hier geht es zum kompletten Artikel

Glückwunsch zu 10 Jahren ENDOLIFE

Vor zwei Tagen lag die neue Ausgabe des endolife-Magazins der endogap – Klinik für Gelenkersatz in meinem Briefkasten. Diese besondere Ausgabe zum 10-jährigen Jubiläum zeigt sehr eindrucksvoll die Geschichte und Entwicklung der endogap seit 2005. In den sechziger Jahren von einem der Pioniere der Endoprothetik Prof. Fritz Lechner als Abteilung eines Kreiskrankenhauses gegründet, hat sein Nachfolger Dr. Holm Schlemmer die endogap als eigene Marke kreiert und diese dann 2010 dem heutigen Chefarzt Dr. Christian Fulghum übergeben. Dieser hat mit seinem Team die Spezialklinik konsequent ausgebaut und dafür gesorgt, dass die endogap als eine der ersten Kliniken in Deutschland 2012 EndoCert zertifiziert wurde. Außerdem hat Dr. Christian Fulghum mit endofit einen jährlichen Fachkongress aus der Taufe gehoben, der durch die mehrmals jährlich stattfindenden indofit-sportkurse für Patienten abgerundet wird.
In den endolife-Magazinen, die zweimal jährlich erscheinen, geht es immer um Wissenswertes rund um das Thema der Endoprothetik, um aktuelle Entwicklungen und Neuerungen. In einer weiteren Rubrik werden Patienten vorgestellt, die von ihrem neuen Lebensgefühl nach einer erfolgreichen OP berichten. Ich selbst hatte das Vergnügen in der Ausgabe Sommer 2009 auf Seite 6 meine Geschichte beisteuern zu dürfen. Natürlich hat es mich besonders gefreut, dass diese Geschichte nun auch in der Jubiläumsausgabe (ebenfalls auf Seite 6) mit einem kleinen Foto erwähnt wurde. Alle 20 Magazine stehen auf der Klinikwebseite zur Verfügung. Es ist dort auch möglich, die Zeitschrift als ‚analoge‘ Ausgabe zu bestellen.
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die endogap in Garmisch-Partenkirchen auch in den kommenden Jahren ihre Qualität und guten Ruf konsequent weiter ausbaut, um damit auch zukünftig eine der ersten Adressen für künstliche Hüfte- und Kniegelenke in Deutschland zu bleiben.

Cross-Shaper Workshop mit dem Bundestrainer Klaus Oelkers

Sa, 16. Januar 2016 2 Kommentare

Der erste geplante Cross-Shaper Workshop findet in Mai in München statt

cross-shaping-logo
Auf vielfachen Wunsch plant nun der Cross-Shaper Bundestrainer Klaus Oelkers an einem Samstag oder Sonntag im Mai, einen Cross-Shaper Workshop anzubieten. Der erste wird in München stattfinden. Der Ablauf wird grob wie folgt sein: Beginn ab ca. 13:00/14:00 Uhr mittags.

Bundestrainer Klaus Oelkers

Bundestrainer Klaus Oelkers

Die Zeit wurde so gewählt, dass jeder je nach Entfernung entspannt anreisen kann.
Bundestrainer Klaus Oelkers und sein 
Stellvertreter Armin Sandach werden dann zunächst einen kurzen theoretischen Vortrag halten und danach geht es mit den Cross-Shapern raus zum praktischen Üben und Trainieren. Die Veranstaltung wird allerdings nur stattfinden, wenn sich mindestens 10-15 Interessierte anmelden. Der Unkostenbeitrag beträgt 25,00 EUR. Darin enthalten sind Kaffee und Gebäck, sowie die theoretische und praktische Unterweisung der beiden Bundestrainer. Die Cross-Shaper werden selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Bei grundsätzlichem Interesse bitte eine Mail direkt an cross-shaper mit vollständigem Namen, Adresse, eMail und Telefonnummer.

Ich werde die Interessenten sammeln und an Klaus Oelkers weiterleiten. Er wird dann den Termin und den exakten Ablauf, Ort, etc. jedem einzelnen bekannt geben und um eine verbindliche Anmeldung bitten. Je nach Termin werde ich versuchen, auch selbst dabei zu sein. Wer im größeren Umkreis von München zu Hause ist, sollte diese Chance wahrnehmen. Wir freuen uns auf neue motivierte Cross-Shaper!

Nur 17 Blogartikel später, und schon wieder Weihnachten!

Die Zeit rennt und ich frage mich, was habe ich 2015 eigentlich alles gemacht? Was hat es gebracht? War es gut für mich? Gut für Andere? Gut für meine Liebsten?
Zunächst fällt auf, dass ich zwar an allen Fronten (Job, Sport, Bloggen, soziale Netzwerke, sonstige private Aktivitäten) sehr aktiv war, aber der Sport einen kleineren Raum eingenommen hat, als die Jahre zuvor. Das hat nichts mit dem einen in die Jahre (fast 19) gekommenen künstlichen linken Hüft-Gelenk zu tun, sondern viel mit den Nebenbei-Aktivitäten im Bereich soziale Netzwerke, der Administration und Pflege unserer Webseiten, sowie der kaufmännischen Abwicklung unserer Buchaktivitäten. Freut es auf der einen Seite, dass z.B. unsere FB-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‘ so gut ankommt und rasant wächst, bedeutet dies doch gleichzeitig einem erhöhten Pflege- und Kommunikationsaufwand. So schön unsere gleichbleibend guten Buchverkäufe sind, bedeuten diese auch einen gleichbleibenden hohen administrativen, bzw. kaufmännischen Aufwand.

Vor dem TafelbergSportlich habe ich in 2015 zwar erstmals seit 2009 keinen Lauf- oder Triathlon-Wettkampf bestritten, dennoch haben meine Laufschuhe knapp 500 km auf den Sohlen und einige Höhenmeter Mountainbike kommen noch dazu. Als persönliches Highlight hatten meine Liebste und ich im November/Dezember einen wunderschönen Südafrika-Urlaub, bei dem wir außer neuen Weingütern dieses Mal auch eine Woche lang sehr einsame und landschaftlich atemberaubende Gegenden kennengelernt haben. Dieser Urlaub war perfekt, um abseits von Telefonerreichbarkeit, bei hochsommerlichen Temperaturen und ‚fast‘ ohne Facebook wieder die Akkus aufzuladen.
Schön, dass nun im Dezember bei uns auch die Temperaturen noch frühlingshaft sind. So stehen Outdoor-Aktivitäten im leichten Outfit nichts im Wege. Mit Skilanglauf zwischen Weihnachten und Silvester wird es allerdings selbst am Tegernsee nichts werden. Vielleicht geht ja Baden im See noch, die ersten Kitesurfer wurden schon gesichtet!

Alles in allem blicken meine Familie und ich auf ein erfolgreiches und vor allen Dingen von privaten oder gesundheitlichen Problemen verschontes Jahr 2015 zurück. Ich wünsche allen meinen Lesern noch schöne Weihnachtstage, ein paar ruhige Tage bis Silvester und ein sportliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Wie ‚hören und lesen‘ uns in 2016 wieder! Bis dahin, Ihr ‚Sportblogger‘!

Arthrose, Endoprothese, Schonung, Sport oder was jetzt?

So unterschiedlich wie Endoprothesen-Modelle, Arten der Arthrose und Ärztemeinungen, sind auch die Aussagen zu Sport und Bewegung mit Endoprothesen oder ohne, aber bereits in einem der vier Arthrosestadien. War man vor 15 Jahren noch einhellig der Meinung, ein künstliches Gelenk zu schonen, um es damit möglichst lange zu erhalten, so setzt sich inzwischen, sicherlich Neroman11_560auch dank besserer Materialien, ebenso einhellig die Meinung durch, dass ein künstliches Gelenk unbedingt bewegt und nicht geschont werden will. Der Grund ist ebenso einfach wie einleuchtend: Nur ein aktiver und gesunder Knochen kann die eingewachsene Prothese dauerhaft halten und Lockerungen vorbeugen. Siehe nachfolgenden Artikel zu diesem Thema bereits aus dem Jahre 2011. Und einige Kliniken, wie z.B.: die endogap in Garmisch-Partenkirchen bieten sogar selbst entsprechende Sportkurse für Endopthrothesen-Träger an. Nachdem also nun diese Thematik aufgearbeitet ist, fängt eine neue Diskussion darüber an, wie man sich bei Arthrose und vor der Entscheidung zu einer Gelenk-OP verhalten soll. Unstrittig ist, dass eine begonnene Arthrose nicht geheilt werden kann. Wohl aber kann das Fortschreiten verlangsamt – wenn auch nicht vollständig gestoppt – und die Beschwerden über einen längeren Zeitraum gelindert werden. Das Zauberwort lautet hier: Bewegung, Gewichtsreduktion (sofern nötig) und moderater Sport. Zwei dazu passende Artikel sind aktuell gerade in der ‚Rentner-Bravo‘ (der Apotheken-Umschau) erschienen. Einmal zum Thema Bewegung und Sport bei Arthrose und einmal speziell zum Thema Knie-Arthrose. Auf einen ähnlichen Artikel aus ihrazrt.de wurde bereits hier im Blog hingewiesen. Also auf zu sportlicher Betätigung, besonders jetzt in der beginnenden grauen und dunklen Jahreszeit. Und wen es partout nicht nach Draußen zieht, der ist auch im Studio oder auf dem Hometrainer gut und besser aufgehoben, als auf der Couch.

7 Sekunden, 1 Kilogramm – und was das alles mit TEPFIT zu tun hat

Sa, 17. Oktober 2015 1 Kommentar

Schlaue Lauf- und Fitnesszeitungen veröffentlichen häufiger Untersuchungen zur Laufgeschwindigkeit verbunden mit dem Körpergewicht. Dabei gilt die Regel, dass pro Kilogramm weniger Körpergewicht, die Laufzeit pro Kilometer um ca. sieben Sekunden schneller wird. Leider gilt dies aber auch umgekehrt. Konnte ich 2009/2010 auf flacher Strecke noch einen 6er-Schnitt pro Kilometer laufen (im Wettkampf), so liegt mein derzeitiger Trainings-Schnitt bei ca. 7:30/km. Nach oben genannten wissenschaftlichen Untersuchungen müsste ich somit 13 Kg zugenommen haben. Dies ist zum Glück nicht der Fall, aber 35 Sekunden, die darauf zurückzuführen sind, muss ich wohl zugeben. Der Rest resultiert einfach aus insgesamt weniger Training und Sport und einem damit gesunkenen Fitness-Level.
Damit komme ich dann fast automatisch zu unserer sehr erfolgreichen Facebook-Gruppe „TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)„. Nachdem ich scheinbar neben Familie, meinem Job, mit dem Schreiben von zwei Büchern, den daraus resultierenden Aktivitäten, wie Vermarktung, Web-Seiten-Pflege, Buchhaltung, Mail-Beantwortungen von Leseranfragen und diesem Blog nicht ausgelastet war oder bin, kam mir im März dieses Jahres die Idee, zusammen mit Ulrike Steyer die Facebook Gruppe „TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)“ ins Leben zu rufen.
Doch damit nicht genug, wollten Ulrike und ich auch dafür sorgen, dass diese Gruppe hinsichtlich ihre Beiträge ein möglichst hohes Niveau hat und hält, was in Facebook nicht ganz einfach ist.

Entschleunigen

Entschleunigungsvorbild

Damit dies gelingt wurden aktiv medizinische Fachleute angesprochen, mit dem Resultat, dass wir in der Gruppe inzwischen Ärzte, Physiotherapeuten, Ernährungswissenschaftler, Sportlehrer und medizinische Redakteure haben. Gleichzeitig müssen wir Gruppen-Administratoren aber auch nahe am ‚Posting‘-Geschehen bleiben, um Beiträge, die nicht zu unseren offen kommunizierten Vorstellungen passen, frühzeitig zu sichten. Da rächt sich etwas meine gelegentlich unpraktische und zeitraubende Eigenschaft: Entweder richtig oder überhaupt nicht. Nach nunmehr 7 Monaten sehr lebendiger und erfolgreicher TEPFIT-Gruppe, mit täglich 1,7 neuen Mitgliedern, muss ich aber erkennen, dass mich die Moderation und aktive Begleitung der inzwischen über 360 Mitglieder, neben den nach wie vor notwendigen o.g. anderen ‚Nebenbei-Aktivitäten‘, jede Menge zusätzliche Tages-, Nacht- und Lebenszeit kostet. Zeit, die mir dann für sportliche Aktivitäten fehlt und an meinem Fitness-Level nagt. Ich werde also den Spagat versuchen müssen, den Facebook-Aufwand besser zu kanalisieren und insgesamt etwas zu reduzieren, ohne dabei meinem eigenen Qualitätsanspruch und dem von Ulrike Steyer nicht mehr zu genügen. Wie das genau gehen soll, weiss ich noch nicht. Vielleicht fällt mir bei dem in Kürze anstehenden Entschleunigen in Südafrika dazu etwas passendes ein.

In diesem Sinne, bleiben Sie mir als Blog-Leser, Buch-Leser und TEPFIT-Gruppenmitglied gewogen und sehen Sie mir nach, wenn ich mal nicht innerhalb von bisher gewohnt kurzer Zeit antworte und reagiere.

Sonntagslauf vor dem Aufstehen – unfreiwilliger Selbstversuch

So, 26. Juli 2015 5 Kommentare

… oder was meine neue Garmin Fenix 3 damit zu tun hat.

Der 26.7.2015 sollte ein besonderer Sonntag werden. Nicht nur weil meine beiden Liebsten mich heute in Richtung Oberbayern für einige Wochen verlassen haben, sondern weil ich zum ersten Mal in meinem Leben Sonntags um kurz nach 8:30 Uhr bereits das zweite Mal geduscht bin. Doch wie konnte es dazu kommen?
Um dem Ferienverkehr zu entgehen, beschlossen meine Frau und meine Tochter heute ganz früh loszufahren, um 5:30 Uhr.
Als guter Ehemann und Vater wollte ich die Beiden natürlich noch persönlich verabschieden. So stand ich halbnackt um 5:31 Uhr auf der Terrasse bei nur 10 Grad (immerhin plus) und mit Morgentau auf der hohen Stirn, um eifrig Beiden hinterher zu winken. Kaum außer Sichtweite, standen komplizierte Entscheidungen an: Wieder hinlegen und weiterschlafen, mit einer Tasse Kaffee hinlegen und Zeitung lesen oder etwa sogar auf bleiben? Ich entschloss mich für die mittlere Option. Dank modernster Technik kann man ja auch die WAMS vor dem Aufstehen kaufen und lesen. Und was schlägt mir da heute wie zum Hohn als Titelthema ins Gesicht: ‚Schlaflos – warum wir nicht mehr zur Ruhe kommen‚.
Neben Kaffee trinken und Lesen quälte mich aber auch der zarte Gedanke, ich könnte ja mal ganz früh laufen gehen. Bisher habe ich diesem Versuch seit meiner Geburt erfolgreich widerstanden, trotz permanenter Artikel in den einschlägigen Laufmagazinen, wie toll, inspirierend und gesund der frühe Lauf sei. Wäre da nicht zusätzlich mein neues Trainingsspielzeug. Seit zwei Wochen nenne ich die Fenix 3 von Garmin mein Eigen und die muss ja schließlich auch bewegt werden. Dazu kommt der zusätzliche soziale Druck durch Garmin Connect und die sog. ‚Garmin Freunde‘ (Wie können das Freunde sein, wenn ich wegen denen Sonntags vor dem Aufstehen laufen muss?). Wer läuft am frühesten, am längsten, am schnellsten? Wer hat den höchsten VO2 max, wie immer den der neue Trainingscomputer am Handgelenk auch misst? Zum Glück lässt sich dieser Wert auch manuell eintragen, aber Vorsicht für alle ‚Faker‘: Erst mal schnell ‚googlen‘ auf welchen Wert die Spitzenausdauerathleten so kommen. Ein eigener 3-stelliger Wert kann da schnell unglaubwürdig werden. So stehe ich tatsächlich um 7:00 Uhr vollständig auf und beschließe, meine Laufsachen nicht nur zu suchen sondern sogar anzuziehen, wenngleich die sich um diese Zeit Sonntags naturgemäß noch sehr versteckt halten. Jetzt noch schnell rasieren – das macht bestimmt einige Millisekunden in der Zeit aus – und allen unnötigen sonstigen Körper-Ballast abwerfen, sofern das so früh schon geht. So stehe ich dann tatsächlich leicht fröstelnd, inzwischen sind es 12 Grad, um 7:45 Uhr am Sonntag morgen komplett ausgerüstet mit Pulsgurt, Trainingscomputer, Laufklamotten und immer noch müden Augen mutterseelenallein vor unserer Haustüre auf 180 Meter Meereshöhe (weiss die Garmin). Nun noch die Aktivität Laufen auf der Fenix 3 starten – diese meldet Puls gefunden (welch ein Glück), Satelliten alle vorhanden (die sind auch schon so früh wach) – und los gehts, ganz langsam den morgendlichen wärmenden Sonnenstrahlen entgegen.
Schlafender Frosch

Vorbei an ausnahmslos geschlossenen Rollläden in Richtung Pfingstborn, unserer wunderschönen Freizeitanlage am Feld- und Tanuswaldrand direkt vor der Haustüre. Einziger Nachteil: Es sind einige Höhenmeter auf recht kurzer Distanz zu überwinden, nämlich 148 auf 6,4 km (weiss alles die Fenix 3).
Völlig davon überzeugt, dass ich um diese Zeit beim Laufen ganz alleine bin, werde ich eines Besseren belehrt. Nordic Walker mit und ohne Hunde, normale Gassi-Geher, Rehe am Waldrand, Feldhasen am Feldrand, Bussarde und sonstiges Gefieder über mir und ein noch nicht wachgeküsster Frosch mitten auf dem Weg – oder wurde der von einem noch früheren Läufer einfach plattgerannt? Kann ich so früh noch nicht zweifelsfrei erkennen. Jetzt muss doch endlich mal der Aha-Effekt des frühen Laufens kommen, denke ich. Aber er bleibt ebenso aus wie das berühmte ‚Runner’s high‘. Immer noch nicht richtig wach, geht meine Morgenrunde langsam zu Ende. Die Rollläden in unserer Straße sind immer noch alle unten. Zur Erinnerung: Es ist Sonntag! Um ein paar Stunden Schlaf ärmer aber dafür um eine Morgenlauferfahrung reicher bin ich mir ganz sicher: Der Frühsport und ich werden nie wirkliche Freunde werden. Das ist übrigens auch den einzige wahre Grund – nicht etwa mangelnde Fitness – warum meine wenigen Triathlon-Wettkämpfe immer nur über die Sprintdistanzen gingen. Der Rohentwurf zu diesem Beitrag ist allerdings tatsächlich während des heutigen ‚Nachtlaufs‘ in meinem schläfrigen Hirn entstanden. Ob das hätte sein müssen, mag der ausgeschlafene Leser bitte selbst beurteilen.
Ach so, hier ein Auszug aus dem, was meine Garmin noch so alles gemessen hat, für was und für wen auch immer:
Durchschn. Trittfrequenz: 136 spm (Schritte pro Minute), maximale Trittfrequenz: 168 spm (vor wem bin ich da geflohen?)
Durchschn. vertikale Bewegung: 8,2 cm (das Auf und Ab des Rumpfes bei jedem Schritt, ob das die Teufelsuhr auch bei anderen Rumpfaktivitäten misst?)
Durchschn. Bodenkontaktzeit: 359 Millisekunden
Durchschn. Schrittlänge: 0,91 cm
Das Wichtigste zum Schuss: Kommentare bitte erst später, ich muss mich erst mal hinlegen!

150.000 Zugriffe, 150 TEPFITte, viel Klärungsbedarf, Halbmarathon-Finisher und endogroup

150.000 Seitenzugriffe

Zunächst freue ich mich, dass dieser Blog seit einigen Tagen 150.000 Seiten-Zugriffe überschritten hat. Dies zeigt, dass die Informationen die hier zusammengetragen werden und wurden innerhalb der Gruppe der Betroffenen eine hohe Relevanz haben. Um eine noch größere Anzahl von Arthrosegeplagten zu erreichen, wurde vor gut sieben Wochen zusätzlich die Facebook-Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie) ins Leben gerufen. Auch wenn hier im Blog Kommentare hinterlassen kann, was auch rege genutzt wird, so ist eine Interkommunikation im Social Media einfach besser abzubilden.

Knapp 150 Mitglieder

Was lag da also näher, als Facebook mit seinen 1,5 Milliarden Nutzern weltweit und 30 Millionen in Deutschland dafür zu nutzen.
Durchaus überrascht hat uns, dass unsere Gruppe in der kurzen Zeit fast 150 Mitglieder zählt. Dies entspricht ca. 20 Neuanmeldungen pro Woche. Ebenfalls überrascht sind wir von dem großen Anteil an sehr jungen Mitgliedern, die bereits künstliche Gelenke haben oder kurz davor stehen.

Viel Klärungsbedarf

Regelrecht entsetzt sind wir darüber, wie groß immer noch die Informationsdefizite und Verunsicherungen bei dem Thema künstliche Gelenke sind. Trotz einer Fülle von Informationen, die über unterschiedliche Quellen verfügbar sind, stehen sehr viele unbeantwortete Fragen im Raum. Eine große Verunsicherung entsteht dadurch, dass unsere Gruppenmitglieder bei Ihren Ärzten, im Krankenhaus oder bei Reha-Aufenthalten sehr vielstimmige Handlungsempfehlungen erhalten. Diese reichen von ‚Nie wieder auf der operierten Seite schlafen‘ über ‚Bis zu 12 Monaten nach der OP kein Fahrrad fahren‘ bis hin zu ‚Nach 3-4 Monaten können Sie ruhig mit dem Joggen anfangen‘. Da bleibt es schwierig für den Einzelnen, sich zu orientieren. Genau hier setzt unsere Gruppe an. Alle diese Fragen und Unsicherheiten können gepostet werden und werden meist in wenigen Minuten von den anderen Mitgliedern beantwortet. Da auch einige Orthopäden und Physiotherapeuten mit von der Partie sind, sind die Antworten sehr oft entsprechend fachlich untermauert.

Dirk Reidenbach

Dirk Reidenbach (li) mit Peter Herrchen

Gutenberg-Halbmarathon 9 Monate nach Hüft-TEP

Gratulieren möchten wir an dieser Stelle dem TEPFIT-Mitglied Dirk Reidenbach, der exakt 9 Monate nach dem Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes am 10. Mai 2015 in Mainz den Halbmarathon in einer hervorragenden Zeit von 2:11:06 gefinished hat. Fünf Monate zuvor hatte er erst wieder mit dem Laufen begonnen (vier Monate nach der OP).

Dirk ist ein Beispiel dafür, was alles mit einem künstlichen Gelenk möglich ist und das, obwohl die Voraussetzungen alles andere als günstig waren: Hatte er doch auf Grund eines sechs Monate zuvor erlittenen Unfalls und eines damit verbundenem unentdeckten Risses im Hüftkopf ein künstliches Gelenk erhalten müssen. Gut, dass er einen Operateur hatte, der sportliche Aktivitäten trotzdem für gut befand.

Peter Herrchen, Betreiber dieses Blogs und der TEPFIT-Gruppe, ließ es sich nicht nehmen, Dirk persönlich anzufeuern und zu gratulieren.

endgroup

Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen und auch Mitglied der TEPFIT-Gruppe, hat zusammen mit vier anderen Endoprothetik-Zentren in Deutschland die endogroup ins Leben gerufen.
‚Fünf auf dem Gebiet der Endoprothetik führenden Kliniken bilden endogroup. Durch die Kooperation soll ein Zugewinn in der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung, der Mitarbeiterzufriedenheit und der Organisation unserer Abteilungen erreicht werden‘, erläutern die Betreiber auf ihrer Seite.
Umfassend und anschaulich wird über die Hüft- und Knie-Endoprothetik informiert, sowohl was die OP selbst als auch die möglichen Implantat-Varianten (Gleitpaarungen) betrifft. In der Rubrik ‚Knowledge-Center‘ werde alle Begriffe rund um die OP alphabetisch erläutert und die häufigsten Fragestellungen beantwortet.
Selbstverständlich gelangt man über endogroup-Seite auch zu den jeweiligen Klinik-Webseiten und deren Chefärzte!