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Posts Tagged ‘Triathlon’

Auf die Bremse, um dann wieder Gas zu geben

Pacemaker beim Slowjogging

Als Sportler seit Kindesbeinen kannte ich eigentlich immer nur eine Maxime: Vollgas geben, um sportlich weiter zu kommen und dabei stets alle sportlichen und körperlichen Reserven zu mobilisieren. Wer braucht als 20- oder 30-jähriger schon Regeneration? Ich hatte zudem das große Glück, mal von meinen allseits bekannten angeborenen Hüftproblemen abgesehen, von Verletzungen komplett verschont geblieben zu sein. So hatte mich zwar die erste Hüft-OP im Alter von 39 etwas ausgebremst, aber nicht lange. Nach der zweiten mit 51 kam es noch besser. Hüftseitig komplett wieder hergestellt mit zwei gleichlangen Beinen und perfekt arbeitenden künstlichen Gelenken ausgestattet, fühlte ich mich wieder wie in der alten Zeit und konnte dann nochmals sportlich richtig durchstarten für knapp 8 Jahre. Triathlon, Halbmarathon, 25-35 Laufkilometer die Woche, MTB, Ski-Langlauf im Winter und Tischtennis sowieso. Klar war, dass würde nicht ewig so weiter gehen. Zum einen wegen des fortschreitenden Alters zum anderen wegen nicht unendlich haltbarer künstlicher Gelenke. So kam es dann im April 2018 zu der erwarteten Zäsur: Komplett-Austausch des 21 Jahre alten künstlichen Gelenkes auf der linken Seite. Details hierzu gibt es sehr ausführlich unter der Rubrik Revision.
Mal von den ersten postoperativen Tagen abgesehen, in denen wenig bis sehr wenig ging, reifte zügig mein Plan, direkt mit der erlaubten Vollbelastung in der Reha natürlich wieder Vollgas zu geben. Aber hier hatte ich die Rechnung dann doch ohne den Wirt, bzw. in meinem Fall ohne Physiotherapeuten und ohne meinen Körper gemacht. Ich lernte sehr schnell: Viel hilft jetzt in dieser Situation nicht viel. So startet ich ab Juni 2018 meinen Bremsvorgang, hörte auf die Fachleute und arbeitete mich ganz langsam Schritt für Schritt nach vorne; konnte nach einem Jahr erstmals ohne Walking-Stock-Unterstützung eine kleine Strecke Laufen im Sinne von ganz langsam Joggen. Neben sehr vorsichtigem kleinen und langsamen Laufeinheiten, maximal zwei- bis dreimal pro Woche und maximal 3 – 4 Kilometer, habe ich stetig Muskelaufbau- und Stabi-Übungen eingebaut.

Midsummerrun 2020 in Wiesbaden

Selbst Hobby-Läufer werden nur müde lächeln, wenn ich meine 9-10 Minuten pro Laufkilometer hier postuliere. Aber wie heißt es so schön: „Steter Tropfen höhlt den Stein“.
Wichtig war mir vor allen Dingen währen der sehr langen Aufbauphase eines: Auf keinen Fall etwas riskieren und keine meiner Aktivitäten sollte während oder danach irgendwelche Schmerzen oder auch nur ein kleines Zwicken erzeugen.
Ich hatte mir dann schon fast leicht übermütig vorgenommen, am zweiten Jahrestag meiner Revision, quasi als Belohnung für meine ungewohnte Zurückhaltung, einen kleinen Sprinttriathlon zu absolvieren ohne dabei das Lauftempo besonders steigern zu wollen. Hier machte dann Corona einen Strich durch die Rechnung. Da traf es sich gut, dass mit einem speziellen Konzept der Midsummerrun im Juni in Wiesbaden für einen guten Zweck stattfinden konnte.
Und siehe da, ich konnte dort, trotz der sehr moderaten und stets langsamen Trainingsläufe unerwartet, zumindest für meine Verhältnisse, Gas geben. Mein kleines Ziel, 5 Kilometer unter 45 Minuten zu laufen, konnte ich mit 39,20 Minuten sehr locker unterbieten. Das bedeutete eine Kilometerzeit von 8:11, auf dem letzten Kilometer sogar 7:15 Minuten pro Kilometer und ich hatte noch etwas Luft oben und war keineswegs ausgepowert im Zieleinlauf.
Mein Fazit: Bei mir hat sich meine Langsamkeit, mein Bremspedal, für mehr als zwei Jahre sehr positiv ausgewirkt. Viel hilft unter bestimmten Voraussetzungen eben nicht viel, wie mein Physio Marius Topf, dabei stets unterstützt von den Fachärzten, während meiner Reha immer wieder gebetsmühlenartig gepredigt hat. Heute bin ich ihm sehr dankbar dafür.

Zweiter Jahrestag der Komplett-Revision – Dankbarkeit und Freude pur

Sa, 18. April 2020 1 Kommentar

Freude pur – Laufen durch Raps-Feldern

Zweiter Jahrestag
Am Samstag, den 25.04.2020, jährt sich meine Komplett-Revisions-OP zum zweiten Mal. Wer mein Revisions-Tagebuch kennt, kennt auch meinen langen Weg und meinen Optimismus, dass alles danach wieder fast so werden würde wie vorher. Natürlich war ich mir trotzdem weder am 25.04.2018, meinem OP-Tag, noch die Tage und Wochen danach wirklich sicher, dass es auch so funktionieren würde. Trotz des sehr großen Vertrauens in meine Operateure und in meine eigene Konstitution, war der Ausgang anfangs mehr als ungewiß. Dafür war die auf keinen Fall alltägliche Revisions-OP einfach zu komliziert und der optimale Ausgang sehr stark von der großen Erfahrung des OP-Teams und bestimmt auch von einem Quäntchen Glück abhängig.
Aber als mir am Tag nach der OP der Chefarzt der endogap – Garmisch-Partenkirchen, Dr. Christian Fulghum und kurze Zeit später auch mein Hauptoperateur, Dr. Rolf Schipp, erklärten, dass alles nach Plan gelaufen sei, gewann bei mir sofort die große Zuversicht Oberhand. Wohl wissend, dass einerseits der Weg lang und steinig werden, andererseits aber auch (fast) nur noch von meiner eigenen Einstellung und meiner Vernunft, keinesfalls zu früh zu übertreiben, abhängig sein würde.

Mit dieser Maxime begann ich meinen Rekonvaleszenz-Marathon und kann heute, exakt zwei Jahre nach meiner letzten Narkose freudig und sehr dankbar sagen: „Es hat sich wirklich gelohnt!“

7,11 km langsam aber mit 220 Höhenmetern

Ca. 4 Monate Post-OP begann ich wieder ganz vorsichtig mit Mountainbiken auf flachen und einfachen Strecken. Walken, Wandern und längere Strecken Gehen waren nach 5 Monaten schmerzfrei möglich. Ohne Walkingstöcke und mit einem runden Gangbild allerdings erst nach fast einem Jahr. Nicht vergessen werde ich dabei meinen ersten richtigen Lauf (Joggen) im November 2018 – noch mit Walkingstock-Unterstützung – und nach gut 10 Monaten, im Februar 2019, meinen ersten kurzen Lauf ohne Stöcke.

Freude pur
In exakt einer Woche, zwei Jahre Post-OP, wäre jetzt um diese Uhrzeit gleich der Start zu meinem ingesamt dritten Neroman (Cross-Sprinttriathlon) gewesen, der natürlich in Corona-Zeiten abgesagt wurde. Aber wer weiß wozu es gut ist. Vielleicht hätte ich mich trotz der sehr überschaubaren Streckenlängen doch (noch) überlastet. Stattdessen habe ich mir dafür meinen längsten Lauf seit meiner OP und vermutlich langsamsten Lauf ever geschenkt: 7,11 Km mit 220 Höhenmetern in 1 Stunde und 10 Minuten.
Ich bin einfach nur glücklich und meinen Medizinern unendlich dankbar. Freude pur eben!

Fazit
Auch jenseits von 60 Jahren ist es möglich, nach einer komplizierten TEP-Revisions-Operation den Alltag in allen Lagen problemlos zu meistern und wieder völlig schmerzfrei, nahezu ohne Einschränkungen, seinem Sport nachzugehen (Laufen, MTB, Schwimmen, Tischtennis, Wandern, Ski-Langlauf). Alles sicher etwas langsamer, ohne Höchstleistungen und dafür wertschätzender als in jungen Jahren.
Garantien gibt es für das Gesamtergebnis leider keine. Aber sehr erfahrene Operateure, gute Physiotherapeuten, ein intaktes privates Umfeld und eine gehörige Portion Selbstdisziplin, gepaart mit ein paar Prozent Glück, machen es möglich, 100% Gesamtzufriedenheit zu erreichen.

Alter und Revision-TEPs schützen vor Torheiten nicht

Mi, 5. Februar 2020 4 Kommentare

Schon Anfang 2018 hatte ich vor meiner Revisons-OP den zarten Gedanken, vielleicht nach der OP, wenn genug Zeit verstrichen ist, zum 3. Mal am Neroman in Wiesbaden teilzunehmen. Hatte ich die Premiere doch ziemlich exakt ein Jahr nach meiner letzten Hüft-TEP Operation (rechts) im Jahr 2009. Diesen Gedanken hatte ich aber dann bereits am 26.4.2018 – einen Tag nach der Revision-OP – schnell ad acta gelegt. Beim betrachten des Röntgenbildes und dem Anblick der Metall-Konstruktionen in meinem linken Oberschenkel, schien die Idee verrückt und unrealistisch. Wer mein Revisions-Tagebuch verfolgt hat, weiß wie langwierig und schwierig die vollständige Genesung und der langsame Aufbau meiner körperlichen Fitness war. Es hat gut ein Jahr gedauert, bis ich ohne Walking-Stöcke völlig problemlos lange Strecken ohne ein gefühltes und sichtbares leichtes Einknicken auf der operierten Seite gehen konnte. Ab dieser Zeit habe ich dann wieder – sehr besonnen und ganz langsam – mit kurzen vorsichtigen Laufeinheiten begonnen. Innerhalb der letzten 12 Monate kamen somit durchschnittlich sehr moderate 5,5 Laufkilometer pro Woche, immer in langsamen Tempo und mit kurzen Schrittlängen, zusammen. Ich war einfach nur froh, mich wieder absolut schmerzfrei laufend in der Natur bewegt zu können. Ich ertappte mich allerdings das eine oder andere Mal dabei, dass ich mich erneut in den ersten Wochen dieses Jahres mit dem Gedanken Neroman in Wiesbaden beschäftigte. Am 23.01.2020 habe ich mich dann tatsächlich auch angemeldet und werde, wenn alles nach Plan läuft, auf den Tag genau zwei Jahre nach meiner Revisions-OP meinen 3. Neroman absolvieren. Ich werde aber nichts erzwingen und auf gar keinen Fall meine Laufumfänge erhöhen oder versuchen schnell(er) zu laufen. Das gelenkschonende Schwimm- und Radtraining werde ich natürlich etwas intensivieren.
Allerdings kämpfe ich, während ich diese Zeilen schreibe mit Schmerzen im ISG links, die bis in den Oberschenkel ziehen. Diese kamen aus heiterem Himmel und hatte ich tatsächlich noch nie in meinem ganzen Leben, trotz dreier Hüft-TEP OPs und dauerhafter sportlicher Betätigung.
Sollte ich das nicht zeitnah in den Griff bekommen, wird es schwierig mit meinem oben beschrieben Ziel.
Neben dieser kleinen sportlichen und ungeplanten ISG-Herausforderung, plane ich 2020 mein TEPFIT- und Endoprothesen-Netzwerk zu vergrößern und mit einem eigenen Podcast-Kanal für meine aktuellen Leser, neuen Zuhörer und hoffentlich vielen neuen Interessierten an den Start zu gehen. Neben unserem TEPFIT-YouTube-Kanal wird dies eine weitere Informations-Quelle für Betroffene sein, sich rund um Arthrose, Gelenk-Probleme, OP-Vermeidung, Tipps vor und nach einer OP und aktuellen Fragen, die mir täglich begegnen, bequem im Auto, auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport oder wo auch immer sonst, rein auditiv zu informieren. Das Intro so oder so ähnlich gibt es schon mal hier zum reinhören.

KnorpelKompetenzNetzwerk e.V.
Vor gut eineinhalb Jahren wurde unter Federführung des GK-Bonn und deren Chefärzte Dr. Holger Haas und Dr. Jochen Müller-Stromberg der Verein KnorpelKompetenzNetzwerk e.V. gegründet, der sich als Bindeglied zwischen optimaler Behandlung und Patient versteht.

Dr. Müller-Stromberg führt dazu aus:

Im KnorpelKompetenzNetzwerk ist eine Gruppe von erfahrenen, besonders geschulten Ärzten und Therapeuten zusammengeführt, die untereinander abgestimmt agieren, eine optimierte Kommunikation führen und sich dabei dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis sowie den geltenden Leitlinien verpflichtet sehen.
Durch die enge Verzahnung der Mitglieder haben die Patienten kurzfristig Zugriff auf fundierte Beurteilungen ihrer Gesundheitssituation im Sinne einer Zweitmeinung.
Durch das Netzwerk erhält der Patient neben einer objektiven Beratung kurzfristig die notwendige, wissenschaftlich anerkannte Therapie, um die oft schwerwiegenden Folgen einer im Frühstadium verzögerten Therapie zu vermeiden.
Das Netzwerk steht offen für verschiedene Berufsgruppen, um alle notwendigen Kompetenzen zu bündeln. Neben Orthopäden und Unfallchirurgen sollen weitere Ärzte mit spezieller Qualifikation einbezogen werden. Dabei muss auch eine ernährungs- und sportmedizinische Beratung erfolgen. Mit der Einbindung von Physiotherapeuten und Sportmedizinern wird der zentrale Aspekt einer gezielten körperlichen Aktivität für die Behandlung und Prävention von Erkrankungen des Gelenkknorpels betont.
Die Beratung und Behandlung eines Patienten mit Knorpelschaden bzw. beginnender Arthrose ist trotz aller vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse stets individuell auf diesen Patienten abzustimmen.

Die Satzung des Vereines kann hier heruntergeladen werden.
Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Mit einem schriftlichen Antrag an den Vorstand können auch Nicht-Mediziner Mitglied werden. Diese Chance habe ich wahrgenommen und bin hocherfreut, dass meine Mitgliedschaft ab 1. Februar 2020 bestätigt wurde. Ich werde versuchen, im Rahmen meiner „nichtmedizinischen“ Möglichkeiten und aus Sicht der Betroffenen, aktiv mitzuwirken und auch die eine oder andere Spende zu akquirieren. Ausführliche Informationen gibt es auf der Vereins-Webseite.
Ich finde diese Initiative ganz hervorragend. Bietet sie doch aus meiner Sicht Möglichkeiten, Kompetenzen zur Erforschung der Knorpelzüchtung und Knorpelregeneration zu bündeln, um in absehbarer Zeit hier neue Behandlungsmöglichkeiten für Arthrose-Betroffene zu schaffen und bereits heute, den oft vernachlässigten Ansatz einer ganzheitlichen Therapie anzubieten.

Zurück im wohldosierten Sportlerleben – mein ganz persönlicher Rückblick 2019

Hiking zum Wasserfall im Jonkershoek Nature Reserve

Meine regelmäßigen Leser wissen, dass mein Revisions-Jahr 2018 ein schwieriges Jahr war, mit zumindest im April noch ungewissem Ausgang. Ein Jahr später, im April 2019 war das so gut wie vergessen. Seit Frühjahr diesen Jahres ist es mir wieder völlig schmerzfrei und problemlos möglich, meine sportlichen Aktivitäten wie Biken, Laufen, Wandern, Tischtennis und kurz vor der Schneeschmelze im Frühjahr noch eine Ski-Langlaufeinheit zu absolvieren. Alles wohl dosiert und besonders beim Laufen mit kurzen (max. 5 km) und sehr langsamen Einheiten.

So kamen 2019 immerhin 1,8 Mio Schritte mit einer Distanz von 1.600 Kilometern zusammen, von denen ich 2018 bei meinen Crutch-Walking-Versuchen nur träumen konnte. Auf das Laufen entfielen davon zwar nur knapp 280 km – waren es in den Jahren 2010-2012 doch jeweils noch über 1000 Laufkilometer – aber das ist Geschichte und ich bin glücklich, dass ich überhaupt wieder absolut schmerzfrei und ohne jegliche Beschwerden laufen kann. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich im Sommer dieses Jahres auch ein eMTB getestet und war doch sehr angenehm überrascht. Die Dokumentation meines Selbstversuches lest Ihr hier.

Sport und Bewegung, sogar mit Tochter bei Traumwetter

Eine schöne Abwechslung war auch der nunmehr fünfte Südafrika-Urlaub Anfang des Jahres mit meiner Liebsten und besten Freuden. Es ist einfach gut für Körper und Geist, wenn man statt eines meist grauen und dunklen Januars in unseren Breitengraden, den Hochsommer mit Licht und Wärme an der südlichen Spitze Afrikas genießen kann. Dort war ich übrigens auch 80 Kilometer zu Fuß unterwegs.

Genauso schön – zumindest bei bayerisch blau-weißem Wetter – wenn auch meist zu kurz, waren die Auftank-Tage am Tegernsee, die ich mir dieses Jahr auch einige Male nur über das Wochenende mit einer hohen Aktivitätsdichte gegönnt habe. Praktisch auch, dass ein alter Bekannter, der bereits in der Erstauflage unseres Buches „Mut zur neuen Hüfte!“ mitgewirkt hat, seinen Lebensmittelpunkt an den Tegernsee verlegt hat. Der Diplom-Sportlehrer, Certified RolferTM und Faszienexperte Markus Roßmann betreibt in Bad Wiessee zusammen mit seiner lieben Frau Sylke eine Gesundheits- und Friseur-Lounge. Wir haben uns dieses Jahr bereits mehrere Male getroffen und auch zusammen ein Video „TEPFIT trifft Faszie“ gedreht.

Unsere Facebook-TEPFIT Gruppe ist 2019 erneut um knapp über 800 Mitglieder gewachsen, fast 6000 Beiträge und 120.000 Kommentare wurden hinterlassen und die ‚Views‘ dieses Blogs haben die 300.000er Marke überschritten. Außerdem wurden dieses Jahr 12 neue Video-Clips zusammen mit meiner lieben Mitautorin Heidi Rauch für unseren TEPFIT-Youtube-Kanal produziert.

In Kapstadt mit meiner Liebsten im Januar 2019

Die Weihnachtstage, Silvester und Neujahr verbringen wir wie jedes Jahr traditionsgemäß mit vielen Freunden am traumhaften Tegernsee. Bisher leider noch weitestgehend schneelos, aber das wird schon noch – schließlich sind für die Weihnachtstage Schneefälle angesagt.

Und was steht 2020 auf meinem Plan?
Zum einen unterstütze ich gerade ein spannendes Projekt eines Startups im Bereich „Digital Health“ für Betroffene mit Hüftarthrose – dazu gibt es hier Anfang Januar weitere Details. Zum anderen spiele ich mit dem zugegebenermaßen leicht verrückten Gedanken, Ende April 2020 zum dritten Mal am Neroman in Wiesbaden teilzunehmen, den ich zum ersten Mal 2009 absolviert habe. Mal schauen, ob es was wird. Ansonsten werde ich auch 2020 meine Freizeit nach wie vor mit meiner Liebsten, meinen Freunden, mit viel Bewegung und Sport, ab und an mit einem guten Glas Wein und hoffentlich gesund verbringen.

In diesem Sinne Euch allen ein paar friedliche, geruhsame oder noch besser bewegungsreiche Weihnachtstage und einen guten und vor allen Dingen gesunden Start ins Jahr 2020.

 

Das verflixte 7. Jahr – Jahresrück- und Vorschau

Oktober 2017 am Tegernsee mit zielgerichtetem Blick ins Jahr 2018!

Seit Anfang 2011 gibt es diesen Blog, im dem ich in loser Folge zu allen Themen rund um Sport mit Endoprothesen (TEPs) auf Grund eigener Erfahrungen berichte. Diese Informationen werden stets angereichert mit medizinisch, wissenschaftlichen Artikeln, auf die dann entsprechend verwiesen wird. 215 Beiträge sind in dieser Zeit entstanden, also etwas mehr als zwei pro Monat. Damit werden meine Leser zwar nicht gerade mit Artikeln überflutet, aber wenn ich meine Aktivitäten auf der korrespondierten Facebook-Seite, in unserer TEPFIT-Facebook-Gruppe und auf unserer Buch-Webseite mit einbeziehe, bedeuten diese einen nicht unerheblichen Zeitaufwand nebenbei. Ganz zu schweigen vom dem Ende letzten Jahres ins Leben gerufenen YouTube-Kanal, der ab 2018 mindestens monatlich mit neuen Video-Tipps bestückt werden wird. Am besten jetzt schon mal abonnieren, damit Sie nichts verpassen!

Warum das alles? Dafür gibt es mehrere Gründe:
Mein erster Antrieb im Jahre 2011 war, einfach nur Menschen mit ähnlichen Problemen an meinen sehr positiven Erfahrungen mit Doppel-TEP und der neuen gewonnen Beweglichkeit und sportlicher Lebensfreude teilhaben zu lassen. Dass aus dieser Idee mal ein großes Netzwerk von Patienten, Ärzten, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern,

5 km-Cross-Run beim Neroman 2009 – exakt 1 Jahr nach meiner rechten Hüft-TEP-OP in der endogap

sowie zusammen mit meiner Titanhüften-Blog-Freundin Heidi Rauch zwei (drei) Mut-Machbücher – eine komplett überarbeitete Neuauflage des Buches ‚Mut zur neuen Hüfte!!‘ erscheint Anfang nächsten Jahres – entstehen würde, war damals natürlich nicht abzusehen.

Trotz des erheblichen zeitlichen Aufwandes sind Sie es, meine lieben Leser und Follower, die mir mit ihren ausnahmslos positiven Rückmeldungen, Zuschriften, Kommentaren und dem Teilen von Beiträgen und Posts signalisieren, dass dieser sehr gut eingesetzt war und ist.

Warum also ‚Das verflixte 7. Jahr‘?
Dies ist rein sportlich zu sehen. Habe ich seit 2009, bzw. seit Start dieses Blogs 2011 viele jährliche Lauf- und Radkilometer in mehreren Einheiten pro Woche problemlos absolvieren können, musste ich nun 2017 – also im verflixten 7. Blog-Jahr – sportlich wesentlich kürzer treten. Nach zuletzt ca. 700-1000 Laufkilomentern pro Jahr, waren es 2017 nur noch lächerliche 200 km – und diese auch mehr schlecht als recht. Dabei mal meine 1,4 Mio Schritte mit einer zurückgelegten Distanz von 1.600 km außer Acht lassend. Dazu kamen dann noch ebenfalls sehr wenige 350 MTB-Radkilometer und 80 Bergwander-Kilometer. Der Grund ist ebenso einleuchtend wie er vorhersehbar war. Meine inzwischen fast 21 Jahre alte linke Hüft-TEP ruft nach einem Austausch! Der OP-Termin wurde letzte Woche vereinbart: Am 25.4.2018 gibt es – fast auf den Tag 21 Jahre nach der Erstimplantation – einen

Das endogap – Ärzteteam
Chefarzt Dr. Christian Fulghum mit seinen leitenden Ärzten Dr. Florian Wolpert, Dr. Rolf Schipp und Wolfgang Reng (v.l.n.r.)

‚Reifenwechsel‘ in der Klinik meines Vertrauens – der endogap – Garmisch-Partenkirchen. Bis dahin heißt es, sich gut auf die OP vorzubereiten und so beweglich und sportlich wie irgend möglich zu bleiben. Ab Januar werde ich dann zusätzlich noch ein paar Einheiten Krafttraining einbauen – die ich zuletzt etwas vernachlässigt habe -, um dann spätestens ab 26.4.2018 meine sportlichen Ziele neu zu definieren.
Mein bereits heute fest ins Auge gefasster Plan lautet: Ende April 2019, genau ein Jahr nach der Revision-OP, den Neroman in Wiesbaden (Sprint-Cross-Triathlon) zu bestreiten. War dies doch auch der erste Wettkampf nach meiner letzten Hüft-TEP rechts in Garmisch im April 2008 (Siehe Artikel der endolife auf Seite 6).
Ob es mir gelingt, die Neroman 2019 Ziellinie zu überqueren, erfahrt Ihr natürlich hier, sowie auf allen oben genannten anderen Media-Kanälen.

Wer mich vor meiner Revisions-OP nochmal ganz persönlich sehen und treffen möchte, hat dazu am Wochenende vom 23.-25.2.2018 in Hagen Gelegenheit. Nach dem sehr erfolgreichen 1. TEPFIT-Treffen in Erding im November 2016, findet an diesem Wochenende in Hagen der 2. TEPFIT-Gesundheitswork-Shop statt. Anmeldungen sind noch unter TEPFIT-Gesundheitsworkshop-2018 möglich! Das komplette Programm kann dort ebenfalls eingesehen werden. Es ist für jedem etwas dabei, von sportlich bis informativ, alles von Spezialisten präsentiert. Außerdem werden ich zusammen mit meiner lieben Mitautoren Heidi Rauch exklusiv die komplett überarbeitete Neuauflage unseres Mutmach-Buches vorstellen. Wer aus der näherem Umgebung von Hagen kommt, kann auch nur am Samstag, den 24.2.2017, am Hauptprogramm-Tag teilnehmen!

Ihnen allen eine schöne, bewegte und friedliche Weihnachtszeit. Ich hoffe, Sie bleiben mir auch 2018 treu und sparen nicht mit Kritik und Anregungen. Gerne können Sie mir auch persönliche ‚Erfolgs‘-Geschichten rund um Ihre TEP, die Sie schon immer mal veröffentlichen wollten, zusenden (eMail im Impressum)! Wir werden dann gemeinsam entscheiden, wie und ob daraus ein Blog-Artikel entstehen kann.

Urlaub und Kunst des Müßigganges

Wander-Tag

Es ist soweit, der Urlaub steht vor der Türe und die Aktivitäts-Vorsätze reifen. Jeden Tag etwas Sport und Bewegung (Schwimmen, Radfahren, Laufen, Wandern, Spazieren gehen). Das Tegernseer Tal bietet dazu alle Möglichkeiten. Nun immerhin schon eine Woche den Urlaub genießend, muss ich erkennen, dass mein Bewegungsdrang nicht ganz den eigenen Ursprungsplanungen entspricht. Wie schön ist es auch mal nur in der Sonne zu sitzen und die Bergkulisse zu betrachten, in aller Ruhe und Ausgiebigkeit die Tageszeitung zu lesen oder auch einfach mal nur ‚vor sich hin‘ zu dösen.

See-Tag

Zwischendurch schon das eine oder andere Mal vom schlechten Gewissen geplagt, welches ruft: „Los, raffe Dich auf, unternimm etwas!“
Auch wenn ich darauf einige Male gehört habe, sieht die Bewegungs- und Sportbilanz eher mager aus. Zwar sagt mir mein Aktivitätstracker, dass ich knapp 30 km in den letzten 7 Tagen gegangen, bzw. gelaufen bin und gut 50 km auf dem MTB bewältigt habe, sowie nicht erwähnenswerte 300 Meter im See geschwommen bin, aber im Vergleich zu früheren Aktivitäten in vergleichbarer Situation, ist das doch sehr überschaubar. Und wo liegt das Problem? Es gibt keines.

Müßiggang-Tag

Man muss und sollte einfach auch mal wirklich ausspannen und dem Müßiggang frönen, lange und ausgiebig schlafen und das alles ohne schlechtes Gewissen. Schließlich müssen die Batterien wieder aufgeladen werden, um dann erholt und frisch, den Arbeitsalltag zu meistern. Ganz kurz hat mich heute, während ich diese Zeilen schreibe, dann tatsächlich etwas Wehmut ergriffen. Findet doch jetzt gerade der Tegernseer Tal Triathlon statt, an dem ich schon zweimal teilgenommen habe (2010 als Einzelstarter und 2012 in der Staffel im Rahmen des FiveArtHips-Projektes). Allerdings meint es das heutige 12 Grad kühle Dauerregenwetter in diesem Fall gut mit mir und ich kann ganz entspannt bleiben.

MTB-Tag

Der Wettkampf hätte unter diesen Bedingungen nur mäßig Spaß gemacht, vor allen Dingen auch für die Zuschauer, Angehörigen und Freunde. So lasse ich mich nun auch in die zweite Urlaubswoche treiben, ganz ohne Aktivität-Stress, wobei sicher noch der eine oder andere Lauf- und Radkilometer dazu kommt.
In diesem Sinne wünsche ich all meinen treuen Lesern eine schöne Ferienzeit mit viel Zeit für sich selbst und die Liebsten!

Weihnachtsgeschichten – Ironman mit Spenderherz oder ohne Bein und Hüftpfanne

So, 25. Dezember 2016 1 Kommentar
Natur und Bewegung genießen

Natur und Bewegung genießen

Natürlich dürfen in der Weihnachtszeit die Weihnachtsgeschichten nicht fehlen. Ich habe mir heute mal exemplarisch drei herausgegriffen die zeigen, dass der Mensch zwar (noch) nicht über das Wasser gehen kann wie Jesus, aber unglaubliche Fähigkeiten entwickeln kann, wenn er nur will.

In den etwas ruhigeren Weihnachtstagen hat mich ein Artikel im Münchner Merkur besonders berührt. Es wird die Geschichte des jungen Mannes Elmar Sprink erzählt, dem 2012 ein neues Herz transplantiert wurde. Es setzte sich nach 189 Tagen im Krankenhaus liegend ganz kleine Ziele: An die frische Luft gehen, Kaffee trinken, sich mit Freunden treffen, einen Spaziergang machen.
Als das funktioniert, wird er etwas verwegener und träumt davon, wieder mal seine Hausrunde in Köln laufen zu können. 2 Jahre nach seiner Herztransplantation finished er seinen ersten Ironman in der Langdistanz. Aber lest hier selbst seine unglaubliche Geschichte.

Nicht minder beeindruckt hat mich der Triathlet Christian Troger. Er wird 1983 ohne linkes Bein und Hüftpfanne geboren. Seine Ärzte prognostizieren, dass er niemals wird Laufen können. Damit fand er sich zunächst ab und wurde Kettenraucher und Partygänger ohne wirkliches Lebensziel, bis das Zuschauen bei einem Triathlon sein Leben veränderte. Er wurde selbst Profi-Triathlet. Seine beeindruckende Geschichte kann man in seinem Buch Geht nicht – läuft! nachlesen. Seine Profi-Karriere hat er inzwischen beendet. Er hält heute unter anderem Vorträge über Ziele und Motivation.

Dagegen nehmen sich die kleinen sportlichen Erfolge der über 1160 Mitglieder der TEPFIT-Gruppe zwar eher bescheiden aus, sind nicht minder beeindruckend. Die meisten in der Gruppe kämpfen sich nach mehreren, teils schwierigen Operationen wieder ins bewegte Leben zurück. Sei es mit Wandern, Radfahren, Tennis spielen, Skifahren, Laufen, Yoga, Nordic Walking, Reiten, Golfen, Cross-Shaping, Bergsteigen oder einfach mit langen ausgedehnten Spaziergängen mit und ohne Hund.

Alle drei Geschichten oder nennen wir es Beispiele haben eines gemein: Ohne den medizinischen Fortschritt, hätte es keine der o.g. Stories gegeben. Elmar Sprink wäre viel zu früh an seinem kranken Herz gestorben, Christian Troger wäre ohne HighTec-Prothese vermutlich Kettenraucher geblieben und die Mitglieder der TEPFIT-Gruppe würden früher oder später ihr Leben im Rollstuhl beenden.

Seien wir froh, dass wir in der westlichen Welt – und besonders in Deutschland – einen so hohen medizinischen Standard, sowie viele gute und verantwortungsvolle Ärzte, Physiotherapeuten und Medizinwissenschaftler haben. Dass es dabei immer noch etwas zu verbessern gibt und auch Fehler passieren, ist leider systemimmanent.

Da gilt der gute alte Spruch: No risc, no fun!

In diesem Sinne: Allen ein friedliches Weihnachtsfest und ein bewegtes Jahr 2017 voller Energie und Motivation!

 

Glückwunsch zu 10 Jahren ENDOLIFE

Vor zwei Tagen lag die neue Ausgabe des endolife-Magazins der endogap – Klinik für Gelenkersatz in meinem Briefkasten. Diese besondere Ausgabe zum 10-jährigen Jubiläum zeigt sehr eindrucksvoll die Geschichte und Entwicklung der endogap seit 2005. In den sechziger Jahren von einem der Pioniere der Endoprothetik Prof. Fritz Lechner als Abteilung eines Kreiskrankenhauses gegründet, hat sein Nachfolger Dr. Holm Schlemmer die endogap als eigene Marke kreiert und diese dann 2010 dem heutigen Chefarzt Dr. Christian Fulghum übergeben. Dieser hat mit seinem Team die Spezialklinik konsequent ausgebaut und dafür gesorgt, dass die endogap als eine der ersten Kliniken in Deutschland 2012 EndoCert zertifiziert wurde. Außerdem hat Dr. Christian Fulghum mit endofit einen jährlichen Fachkongress aus der Taufe gehoben, der durch die mehrmals jährlich stattfindenden indofit-sportkurse für Patienten abgerundet wird.
In den endolife-Magazinen, die zweimal jährlich erscheinen, geht es immer um Wissenswertes rund um das Thema der Endoprothetik, um aktuelle Entwicklungen und Neuerungen. In einer weiteren Rubrik werden Patienten vorgestellt, die von ihrem neuen Lebensgefühl nach einer erfolgreichen OP berichten. Ich selbst hatte das Vergnügen in der Ausgabe Sommer 2009 auf Seite 6 meine Geschichte beisteuern zu dürfen. Natürlich hat es mich besonders gefreut, dass diese Geschichte nun auch in der Jubiläumsausgabe (ebenfalls auf Seite 6) mit einem kleinen Foto erwähnt wurde. Alle 20 Magazine stehen auf der Klinikwebseite zur Verfügung. Es ist dort auch möglich, die Zeitschrift als ‚analoge‘ Ausgabe zu bestellen.
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die endogap in Garmisch-Partenkirchen auch in den kommenden Jahren ihre Qualität und guten Ruf konsequent weiter ausbaut, um damit auch zukünftig eine der ersten Adressen für künstliche Hüfte- und Kniegelenke in Deutschland zu bleiben.

Nur 17 Blogartikel später, und schon wieder Weihnachten!

Die Zeit rennt und ich frage mich, was habe ich 2015 eigentlich alles gemacht? Was hat es gebracht? War es gut für mich? Gut für Andere? Gut für meine Liebsten?
Zunächst fällt auf, dass ich zwar an allen Fronten (Job, Sport, Bloggen, soziale Netzwerke, sonstige private Aktivitäten) sehr aktiv war, aber der Sport einen kleineren Raum eingenommen hat, als die Jahre zuvor. Das hat nichts mit dem einen in die Jahre (fast 19) gekommenen künstlichen linken Hüft-Gelenk zu tun, sondern viel mit den Nebenbei-Aktivitäten im Bereich soziale Netzwerke, der Administration und Pflege unserer Webseiten, sowie der kaufmännischen Abwicklung unserer Buchaktivitäten. Freut es auf der einen Seite, dass z.B. unsere FB-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‘ so gut ankommt und rasant wächst, bedeutet dies doch gleichzeitig einem erhöhten Pflege- und Kommunikationsaufwand. So schön unsere gleichbleibend guten Buchverkäufe sind, bedeuten diese auch einen gleichbleibenden hohen administrativen, bzw. kaufmännischen Aufwand.

Vor dem TafelbergSportlich habe ich in 2015 zwar erstmals seit 2009 keinen Lauf- oder Triathlon-Wettkampf bestritten, dennoch haben meine Laufschuhe knapp 500 km auf den Sohlen und einige Höhenmeter Mountainbike kommen noch dazu. Als persönliches Highlight hatten meine Liebste und ich im November/Dezember einen wunderschönen Südafrika-Urlaub, bei dem wir außer neuen Weingütern dieses Mal auch eine Woche lang sehr einsame und landschaftlich atemberaubende Gegenden kennengelernt haben. Dieser Urlaub war perfekt, um abseits von Telefonerreichbarkeit, bei hochsommerlichen Temperaturen und ‚fast‘ ohne Facebook wieder die Akkus aufzuladen.
Schön, dass nun im Dezember bei uns auch die Temperaturen noch frühlingshaft sind. So stehen Outdoor-Aktivitäten im leichten Outfit nichts im Wege. Mit Skilanglauf zwischen Weihnachten und Silvester wird es allerdings selbst am Tegernsee nichts werden. Vielleicht geht ja Baden im See noch, die ersten Kitesurfer wurden schon gesichtet!

Alles in allem blicken meine Familie und ich auf ein erfolgreiches und vor allen Dingen von privaten oder gesundheitlichen Problemen verschontes Jahr 2015 zurück. Ich wünsche allen meinen Lesern noch schöne Weihnachtstage, ein paar ruhige Tage bis Silvester und ein sportliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Wie ‚hören und lesen‘ uns in 2016 wieder! Bis dahin, Ihr ‚Sportblogger‘!

Sonntagslauf vor dem Aufstehen – unfreiwilliger Selbstversuch

So, 26. Juli 2015 5 Kommentare

… oder was meine neue Garmin Fenix 3 damit zu tun hat.

Der 26.7.2015 sollte ein besonderer Sonntag werden. Nicht nur weil meine beiden Liebsten mich heute in Richtung Oberbayern für einige Wochen verlassen haben, sondern weil ich zum ersten Mal in meinem Leben Sonntags um kurz nach 8:30 Uhr bereits das zweite Mal geduscht bin. Doch wie konnte es dazu kommen?
Um dem Ferienverkehr zu entgehen, beschlossen meine Frau und meine Tochter heute ganz früh loszufahren, um 5:30 Uhr.
Als guter Ehemann und Vater wollte ich die Beiden natürlich noch persönlich verabschieden. So stand ich halbnackt um 5:31 Uhr auf der Terrasse bei nur 10 Grad (immerhin plus) und mit Morgentau auf der hohen Stirn, um eifrig Beiden hinterher zu winken. Kaum außer Sichtweite, standen komplizierte Entscheidungen an: Wieder hinlegen und weiterschlafen, mit einer Tasse Kaffee hinlegen und Zeitung lesen oder etwa sogar auf bleiben? Ich entschloss mich für die mittlere Option. Dank modernster Technik kann man ja auch die WAMS vor dem Aufstehen kaufen und lesen. Und was schlägt mir da heute wie zum Hohn als Titelthema ins Gesicht: ‚Schlaflos – warum wir nicht mehr zur Ruhe kommen‚.
Neben Kaffee trinken und Lesen quälte mich aber auch der zarte Gedanke, ich könnte ja mal ganz früh laufen gehen. Bisher habe ich diesem Versuch seit meiner Geburt erfolgreich widerstanden, trotz permanenter Artikel in den einschlägigen Laufmagazinen, wie toll, inspirierend und gesund der frühe Lauf sei. Wäre da nicht zusätzlich mein neues Trainingsspielzeug. Seit zwei Wochen nenne ich die Fenix 3 von Garmin mein Eigen und die muss ja schließlich auch bewegt werden. Dazu kommt der zusätzliche soziale Druck durch Garmin Connect und die sog. ‚Garmin Freunde‘ (Wie können das Freunde sein, wenn ich wegen denen Sonntags vor dem Aufstehen laufen muss?). Wer läuft am frühesten, am längsten, am schnellsten? Wer hat den höchsten VO2 max, wie immer den der neue Trainingscomputer am Handgelenk auch misst? Zum Glück lässt sich dieser Wert auch manuell eintragen, aber Vorsicht für alle ‚Faker‘: Erst mal schnell ‚googlen‘ auf welchen Wert die Spitzenausdauerathleten so kommen. Ein eigener 3-stelliger Wert kann da schnell unglaubwürdig werden. So stehe ich tatsächlich um 7:00 Uhr vollständig auf und beschließe, meine Laufsachen nicht nur zu suchen sondern sogar anzuziehen, wenngleich die sich um diese Zeit Sonntags naturgemäß noch sehr versteckt halten. Jetzt noch schnell rasieren – das macht bestimmt einige Millisekunden in der Zeit aus – und allen unnötigen sonstigen Körper-Ballast abwerfen, sofern das so früh schon geht. So stehe ich dann tatsächlich leicht fröstelnd, inzwischen sind es 12 Grad, um 7:45 Uhr am Sonntag morgen komplett ausgerüstet mit Pulsgurt, Trainingscomputer, Laufklamotten und immer noch müden Augen mutterseelenallein vor unserer Haustüre auf 180 Meter Meereshöhe (weiss die Garmin). Nun noch die Aktivität Laufen auf der Fenix 3 starten – diese meldet Puls gefunden (welch ein Glück), Satelliten alle vorhanden (die sind auch schon so früh wach) – und los gehts, ganz langsam den morgendlichen wärmenden Sonnenstrahlen entgegen.
Schlafender Frosch

Vorbei an ausnahmslos geschlossenen Rollläden in Richtung Pfingstborn, unserer wunderschönen Freizeitanlage am Feld- und Tanuswaldrand direkt vor der Haustüre. Einziger Nachteil: Es sind einige Höhenmeter auf recht kurzer Distanz zu überwinden, nämlich 148 auf 6,4 km (weiss alles die Fenix 3).
Völlig davon überzeugt, dass ich um diese Zeit beim Laufen ganz alleine bin, werde ich eines Besseren belehrt. Nordic Walker mit und ohne Hunde, normale Gassi-Geher, Rehe am Waldrand, Feldhasen am Feldrand, Bussarde und sonstiges Gefieder über mir und ein noch nicht wachgeküsster Frosch mitten auf dem Weg – oder wurde der von einem noch früheren Läufer einfach plattgerannt? Kann ich so früh noch nicht zweifelsfrei erkennen. Jetzt muss doch endlich mal der Aha-Effekt des frühen Laufens kommen, denke ich. Aber er bleibt ebenso aus wie das berühmte ‚Runner’s high‘. Immer noch nicht richtig wach, geht meine Morgenrunde langsam zu Ende. Die Rollläden in unserer Straße sind immer noch alle unten. Zur Erinnerung: Es ist Sonntag! Um ein paar Stunden Schlaf ärmer aber dafür um eine Morgenlauferfahrung reicher bin ich mir ganz sicher: Der Frühsport und ich werden nie wirkliche Freunde werden. Das ist übrigens auch den einzige wahre Grund – nicht etwa mangelnde Fitness – warum meine wenigen Triathlon-Wettkämpfe immer nur über die Sprintdistanzen gingen. Der Rohentwurf zu diesem Beitrag ist allerdings tatsächlich während des heutigen ‚Nachtlaufs‘ in meinem schläfrigen Hirn entstanden. Ob das hätte sein müssen, mag der ausgeschlafene Leser bitte selbst beurteilen.
Ach so, hier ein Auszug aus dem, was meine Garmin noch so alles gemessen hat, für was und für wen auch immer:
Durchschn. Trittfrequenz: 136 spm (Schritte pro Minute), maximale Trittfrequenz: 168 spm (vor wem bin ich da geflohen?)
Durchschn. vertikale Bewegung: 8,2 cm (das Auf und Ab des Rumpfes bei jedem Schritt, ob das die Teufelsuhr auch bei anderen Rumpfaktivitäten misst?)
Durchschn. Bodenkontaktzeit: 359 Millisekunden
Durchschn. Schrittlänge: 0,91 cm
Das Wichtigste zum Schuss: Kommentare bitte erst später, ich muss mich erst mal hinlegen!

Jubiläum am Tegernsee: Das fünfte Mal zum Achtzigsten

Mi, 15. Oktober 2014 3 Kommentare
Tegernseelauf 2014

Tegernseelauf 2014

Was hat es damit auf sich? Wer auf der Seite „Über mich“ aufgepasst hat weis, dass ich heuer immerhin schon 57 Jahre alt geworden bin. Wer dann noch meine beiden OP-Termine kennt, kann die „Laufzeit“ meiner beiden Hüften korrekt mit 17 und 6 Jahren identifizieren. Somit haben meine beiden Metall-Polyethylen-Titan-Freunde zusammen mit mir dieses Jahr den Achtzigsten gefeiert. Bleibt noch die Zahl 5. Nach meiner zweiten OP im April 2008 war ich, wie den meisten meiner Leser bekannt ist, körperlich und sportlich so fit und komplett wieder hergestellt, dass ich mich entschloss, nach dem Vorbild meiner lieben Frau, eine Sportart zu betreiben, die ich im Alter von ca. 20 Jahren einstellen musste: Nämlich das Laufen/Joggen. So kam es, dass ich im September 2009 zum ersten Mal am Tegernseelauf in unserer Zweitheimat teilgenommen habe, seinerzeit nur die 10 km. Neben zahlreichen Lauf- und Triathlonwettkämpfen ließ ich in der Folge bis auf ein Jahr, nämlich 2011, keinen Tegernseelauf aus. 2010, 2012 und 2013 reichte es jeweils zu einem Halbmarathon. Und nun 2014, schließt sich der Kreis. Dieses Mal wartete in Anbetracht der etwas in die Jahre gekommenen linken künstlichen Hüfte wieder die 10 km Strecke, sowie im Ziel Freunde und Familie auf mich, um meine bisher langsamste 10 km-Zeit entsprechend zu würdigen.
Traurig war und bin ich darüber keine Sekunde. Wie sehr konnte und kann ich mich daran erfreuen, dass ich seit meinen Aufzeichnungen 2009 absolut problemlos und schmerzfrei knapp 5000 Laufkilometer zurücklegen konnte, neben den anderen sportlichen Aktivitäten wie Tischtennis, Schwimmen, Mountainbike, Tennis, Bergwandern und Skilanglauf.
So werde ich mich auch ganz unaufgeregt und in Ruhe langsam mit dem Gedanken vertraut machen, dass möglicherweise 2016 ein TEP-Wechsel notwendig wird. Bis dahin werde ich, mit ärztlichem Rat abgesichert, die sportlichen Aktivitäten keineswegs einschränken. Schließlich wollen Muskeln, Sehnen und Bänder gut trainiert in eine OP gehen.

Aus FiveArtHips wurde TwoArtHips – Glückwunsch zum 70.3 Finish

Heinz Meixner - Finisher 70.3 in Wiesbaden 2014

Heinz Meixner – Finisher 70.3 in Wiesbaden 2014

Wie hier im Blog mitgeteilt, hatte ich bereits im März 2014 schweren Herzens beschlossen, mich mangels Trainingszeit vom 70.3 am 10.8.2014 abzumelden. Claudia Weber und Heinz Meixner waren zu diesem Zeitpunkt bereits voll im Trainingsplan. Ca. 6 Wochen vor dem 10.8. zog sich allerdings Claudia eine massive Schulterverletzung zu, die Schwimmen unmöglich machte – und zwar genau an dem Wochenende, als sie die schwere 70.3 Rad-Strecke erkunden wollte.
Allerdings verletzte sie sich nicht im Training, sondern beim Versuch Ihr Rad im Hotel-Aufzug hochkant zu stellen.  So etwas nennt man wohl Ironie des Schicksals. Da Claudias Schulterverletzung leider nur operativ beseitigt werden kann, hat sie genau 3 Tage nach dem geplanten 70.3 Start ihren OP-Termin. Somit blieb es tatsächlich Heinz Meixner als Einzigem von uns Dreien vergönnt, die IRONMAN 70.3 Europameisterschaften in Wiesbaden zu bestreiten. Natürlich waren Claudia und ich an der Strecke, um Heinz zu unterstützen. Claudia ließ es sich nicht nehmen, Heinz schon morgens um kurz nach halb acht beim Schwimmstart in Raunheim zu pushen. Ich konnte dann Heinz, noch super in der Zeit liegend, bei Rad-KM 20 anfeuern. Danach habe ich mich mit Claudia direkt nach Wiesbaden an die Laufstrecke begeben. Nach Heinzes Planung sollten wir ihn so ca 12:00 Uhr auf der ersten Laufrunde erwarten – die Profis waren da bereits schon eine halbe Stunde im Ziel.  Claudia und ich suchten ihn aber vergebens und machten uns schon etwas sorgen. Doch dann tauchte unser „TwoArtHipser“ endlich gut gelaunt, wenn auch von der schweren Radstrecke mit 1500 Höhenmetern etwas überrascht und gezeichnet, vor dem Wiesbadener Bowling Green auf. Den abschließenden Halbmarathon ging unser Hobby-Triathlet dann relativ entspannt an und wir konnten ihn nach gut 8 Stunden im Ziel bejubeln. Mit Sicherheit war er der einzige Teilnehmer mit zwei künstlichen Hüftgelenken und wurde als solcher auch von Ziel-Moderator in angekündigt. Stolz präsentierte uns Heinz im Anschluß seine Finisher Medaille. Eine Super-Leistung und herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.
Wir Drei werden uns ein neues FiveArtHips-Ziel stecken wenn Claudias Schulter wieder hergestellt ist. Also auf ein Neues, vielleicht im Jahre 2015.

Aus FiveArtHips wird ThreeArtHips

Sa, 22. März 2014 1 Kommentar

Aus FiveArtHips wird ThreeArtHips

Die Gute Nachricht: Es liegt keine Verletzung vor und meine künstlichen Hüftgelenke versehen weiterhin klaglos und absolut schmerzfrei ihren Dienst.
Die schlechte Nachricht: Akuter Zeitmangel für ausreichendes Training.

Ich musste mich leider zu dem Schritt entschließen, mich vom IRONMAN 70.3 European Championship 2014 in Wiesbaden abzumelden. Somit bleibt es meinen beiden Mitstreitern Claudia Weber und Heinz Meixner überlassen, zu zweit den Wettkampf als ThreeArtHips zu bestreiten. Von Claudia weiss ich, dass sie bereits seit Monaten hart und zielstrebig trainiert. Heinz beginnt im April mit der heißen Trainingsphase. Mir bleibt leider nur, mich mit regelmäßigem Laufen weiterhin zumindest so fit zu halten, um den bereits gemeldeten Halbmarathon im September am Tegernsee erfolgreich bestreiten zu können. Mein aktuelle berufliche Belastung mit mehreren größeren Projekten bis Ende 2015 lässt einfach nicht genügend Zeit, um neben dem Laufen noch Schwimmeinheiten und vor allen Dingen lange Radeinheiten zu absolvieren.
Somit bleibt mir nur am 10.8.2014 an der Rennstrecke in Wiesbaden Claudia und Heinz lautstark und tatkräftig zu unterstützen.
Wenigstens habe ich Beide mit meiner Idee ausreichend motiviert und bin sicher, dass Beide auch am 10.8. im Ziel vor dem herrlichen Wiesbadener Kurhaus einlaufen. Ich werde dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge Claudia und Heinz im Ziel nach 70,3 Meilen Schwimmen, Radfahren und Laufen zu dieser Superleistung gratulieren.
Also Ihr 3 künstlichen Hüftgelenke: Haltet durch!

FiveArtHips – 2014

Nun ist es plötzlich schon da, das Jahr des 70.3 Half-Ironman in Wiesbaden. In 8 Monaten fällt der Startschuss. Wir drei (Claudia Weber, Heinz Meixner und ich) sind schon mal alle gemeldet. Mein Trainingszustand lässt zum jetzigen Zeitpunkt noch zu wünschen übrig, war aber auch nicht

Silvesterlauf Schliersee 2013

Silvesterlauf Schliersee 2013

anders geplant. Nach meinem Weihnachtsurlaub, in dem ich immerhin über 60 Kilometer moderat gejoggt bin und sogar spontan mit Freunden bei einem Silvesterlauf rund um dem Schliersee (7,6 km) teilgenommen habe, geht es im Januar in die Trainingsfeinplanung mit zugehöriger Ernährungsanpassung und zusätzlichem Krafttraining. Mit intensivem Radtraining werde ich dann erst bei wärmeren Temperaturen im Frühjahr beginnen. Bis jetzt also noch alles im Soll. Und was machen meine beiden „Mitathleten“?
Claudia hat einen neuen Schwimmtrainer, der ihren Kraulstil verfeinern soll. Beim Laufen macht ihr ohnehin keiner etwas vor – hat sie doch Anfang Dezember im Jamaica beim Reggae Marathon noch eben schnell einen Halbmarathon bestritten – und Radfahren ist auch kein Problem. Heinz war auch im Weihnachtsurlaub und wird wie ich, erst im Januar/Februar 2014 richtig in den Trainingsplan einsteigen. Ist er doch ein alter Hase, der schon zwei 70.3 erfolgreich gefinished hat.
Der Weg bis August ist zwar noch lang aber bisher ist alles im Plan! Der nächste Statusbericht folgt in ein paar Wochen!

Mail-, Blog-, Freizeit-, Buch- und Halbmarathon – Jahresrückblick 2013

Mo, 23. Dezember 2013 1 Kommentar

Mail-, Blog-, Freizeit-, Buch- und Halbmarathon – mein Jahresrückblick 2013

In Kurzfassung lautet mein privater Jahresrückblick
12010, 2038, 811, 107, 85, 62, 31, 8, 1, 1, 1

Was wollen uns diese Zahlen sagen?

Zugegeben, richtig erschrocken bin ich bei den ersten beiden Zahlen, zumal hier alle geschäftlichen Mails, die tagsüber im Job anfallen, nicht mitgezählt sind. Macht also knapp 40 private Mails täglich. Der Anteil der 5 selbst geschriebenen Mails klingt zwar wenig, ist aber dafür zeitintensiver. Zeit, die ich allerdings was den Mail-Kontakt zu meinen Blog- und Buchlesern betrifft, gerne investiert habe.
Erschrocken bin ich auch über meine nur 811 Laufkilometer, ganz zu schweigen von den wenigen Rad- und Schwimmkilometern. Für 2014 werde ich wohl einige überflüssige eMail-Newsletter abbestellen oder ein Buch weniger schreiben.
Ich frage mich wirklich: ‚Was hat man mit dem horrenden Zeitgewinn vor 20 Jahren angefangen (ohne Fax, PC, Handy, Facebook, eMail)?‘. Ich weiss es nicht (mehr)!
Eines scheint allerdings festzustehen: ‚Das heutige digitale Verhalten geht eindeutig zu Lasten des klassischen Fernsehens!‘. Wenn ich mal auf 3-5 Stunden TV pro Woche komme, ist das schon viel.
Aber wann wird die tägliche Flut von eMails, Facebook-Posts, Tweets und Likes eigentlich bewältigt? Kürzlich habe ich in einem Post, natürlich auf Facebook, gelesen, dass Smartphones endlich das Schaffen, was Frauen schon immer wollten: Männer, die auf der Toilette sitzen. Da könnte etwas Wahres dran sein.
Ein wenig ist aus meiner Wahrnehmung schon ein zarter Umkehrtrend festzustellen. Neben einigen Stimmen von Digitalforschern, Arbeitsexperten, Social Media Experten und Internetwissenschaftlern, die eine ‚Rund um die Uhr‘ Erreichbarkeit vehement ablehnen, waren auch bei mir persönlich zum ersten mal seit langer Zeit dieses Jahr geschäftliche eMails im Urlaub tabu!
Zukünftig wird es noch mehr darauf ankommen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, zu filtern, zu automatisieren! Es wird digitale Auszeiten geben müssen – und zwar komplett. Es nervt einfach, wenn überall Handys klingeln und an jedem Ort, sei er auch noch so privat und romantisch, Menschen in ihre Smartphones starren oder lautstark ihre privaten Probleme ins Mobil-Phone absondern. Leider passiert mir zumindest Ersteres auch noch ab und zu.
Am besten 2014 einen Anfang machen, dann werden es auch wieder mehr Lauf-, Schwimm- und Radkilometer, gibt es mehr Zeit für gute Gespräche und es wird weniger digitaler Schrott produziert. Aus diesem Grunde bin ich mit einer Zahl, nämlich nur 31 Blogbeiträgen, sehr zufrieden. Geht es hier doch nicht um das bloße Erzeugen von Content, sondern um Beiträge, die eine gewisse Sinnhaftigkeit haben, einen Mehrwert bieten und themenbezogen sind. Dieser Rückblick gehört vielleicht nicht in diese Kategorie, aber einen schlechten Beitrag pro Jahr kann mein Blog verkraften.
Mögen also im Sinne dieses Beitrags 2014 alle meine Leser noch gezielter die Informationen suchen und filtern, die Sie benötigen und diejenigen aussortieren, die überflüssig sind. Wäre natürlich schön wenn mein Blog weiterhin zu Ersteren gehören würde.
Allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest, einen guten Start ins neue Jahr und weniger digitale Zeitverschwendung!

Euer Endo-Blogger!